Verfasst von: Hao | 13. Mai 2018

Mit Dr. Pies unterwegs


Sonntag, den 13. Mai 2018

Die Erde ist voll der Güte des HERRN. Psalm 33,5

Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Matthäus 5,44-45

Wie die Sonne nicht auf unser Bitten und Flehen wartet, um aufzugehen, sondern einfach leuchtet und von Milliarden Menschen freundlich begrüßt wird, so sollen auch wir nicht auf Betteln und Schmeicheln warten, um für andere Wärme und Licht zu verströmen.

Andererseits lässt sich die Sonne durch keine Verachtung oder Bosheit hindern zu scheinen und ihre ganze Lebensenergie zu verschenken. So sollten auch wir uns von Missachtung und Schlechtigkeit nicht an unserer Güte hindern lassen. Ohne Erwartung und Berechnung das Gute tun ist immer das Beste. Wenn wir Gott die Ehre geben ohne Berechnung, wenn wir dem Nächsten unsere Güte schenken ohne Erwartung, tun wir für uns das Allerbeste.


Den Sonntag habe ich mir auch anders, ganz anders vorgestellt. Was ich auch mache, wie ich mich auch drehe und wende: Dr. Pies hat mich immer noch voll unter Kontrolle. Mit zwei Stunden Schlaf in der vergangenen Nacht fühle ich mich nicht unbedingt ausgeschlafen. Meine Schmerzgrenze ist schon lange überreizt. Morgen werde ich zum Doktor gehen, dann muss er mal sehen, ob er den Kampf mit seinem Kollegen Pies gewinnt.


Auch die heutige Bachkantate, BWV44, obwohl sie mit „Sie werden euch in den Bann tun“, überschrieben ist, bringt mich auf dem Hintergrund meines derzeitigen Schmerzpegels nicht zum mitsingen, geschweige denn zum mitswingen.

Doch ich kann und will nicht den ganzen Tag im Bett versauern. Und so mache ich mich um die Mittagszeit auf den Weg nach Bergen-Belsen. Wenn ich derzeit schon mal einen Besuch in der Hölle machen muss, dann will ich auch ohne wenn und aber am Ort des Geschehens sein, um mich ein wenig von Dr. Pies abzulenken. Nein, es soll nicht makaber klingen, aber dort spüre ich meine Schmerzen nicht so krass. Das Autofahren bereitet mir keine Probleme, im Gegenteil, aber sobald ich aussteige, habe ich nur noch die nächste Sitzgelegenheit im Focus.

So bewege ich mich fast sitzend durch die KZ-Hölle. Natürlich reicht es auch nur zu einigen wenigen Fotos, gibt es doch schon zwei Filme von mir über diesen schrecklichen Ort.

Auf dem Rückweg durch Celle kommend, mache ich eine kleine Pause und schlafe, wie nicht anders zu erwarten, tatsächlich in meinem Golf ein. Wo soll das noch hinführen?

Mehr kann man heute wirklich nicht von mir verlangen. Morgen geht’s weiter, ich frag mich nur wie? Fazit: Was bin ich froh, dass ich den Katholikentag in Münster abgesagt habe. Obwohl….. Vielleicht hätte Maria meinen Pies besänftigen können.

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Responses

  1. Gute Besserung !!!

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