Verfasst von: Hao | 30. Mai 2015

Heilmacher


Samstag, 30. Mai 2015

Der HERR ist meine Kraft. Habakuk 3,19

Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 2.Korinther 4,16

Eine abenteuerliche Entwicklung. Für Christen gilt nicht der übliche Lebensablauf, der so aussieht, dass man ab einem bestimmten Alter den Zenit seines Lebens überschritten hat, alles sich zurückbildet. Nein, der Geist Gottes sorgt dafür, dass dieser täglich den eigen Geist erneuert. Wer aber jetzt denkt, dass Christen nicht auch Demenz bekommen, denkt falsch. Natürlich können diese auch dunkle Zeiten heimsuchen, aber dennoch bleibt dieser fit bis zum letzten Atemzug, auch wenn man es nicht merken sollte. Sein Stecken und Stab trösten mich, und wenn das Tal noch so finster und lang sein sollte.

Noch vor dem Frühstück kommt der Rasenmäher an die Reihe. Auch hier habe ich keine Probleme, bis dass ich das gemütliche Schnurren der alten Gurke höre. Größere Schwierigkeiten habe ich mit einem rund 25 Jahre alten Fahrrad. Zuerst wird Flickzeug gekauft, dann stelle ich fest, dass der Schlauch so porös ist, dass sich das Flicken nicht mehr lohnt. Und weil der Mantel auch erneuert werden muss, mache ich mich mit tatkräftiger Unterstützung meines PKS auf die Suche nach den Ersatzteilen und das an einem Samstag um 12.30 Uhr, wo schon alle Bürgersteige hochgeklappt werden. Und weil wir schon unterwegs sind, treibt es uns anschließend in die Weinberge, sprich Wingert.

Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich “schwangere Weinstöcke” und blühende Trauben. Es ist wie in einer anderen Welt. Eine absolute Ruhe mit einem unendlich weiten Blick auf den Odenwald und den sich anschließenden Taunus. Natürlich haben wir auch “Papas alte Bank” besucht, die ich schon aus vielen Bildern kenne und die schon einmal Mittelpunkt eines Rundfunkinterviews meines PKS war.

Diese Blicke werden nach einem leckeren Mittagessen noch vertieft. Gerhard lädt mich zu einer Wingertrundreise auf einem alten Eicher ein, Baujahr 1964. Ich muss dabei auf einem Schutzblech mit Haltegriffen sitzen. Gerettet haben mich zwei Kissen, die wenigstens die härtesten Stöße abfedern. Ich erfahre etwas vom Ausbrechen der Weinstöcke, vom Formen eines Biels (Bogen), damit diese noch besseren Ertrag bieten. Nach einer Stunde Reise auf der Wingertachterbahn ist die aufregende Quälerei vorbei. Mit letzter Kraft verlasse ich den Traktor, und lasse mir eine Erdbeertorte munden. Danach noch ein Kurzeinsatz bei dem Fahrrad der Haustochter, das Licht ist ausgefallen. Das Festschrauben eines Wasserhahnes beendet einen schönen und arbeitsreichen Tag, bei dem alle Beteiligten auf ihre Kosten gekommen sind.

Verfasst von: Hao | 29. Mai 2015

Unterwegs…..


Freitag, 29. Mai 2015

Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen dauernden Frieden gewähren. Jeremia 33,6

Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. Matthäus 4,23

Wenn ich von dem himmlischen Heilmacher höre, denke ich an den irdischen, und somit an den, der am Schellenberg in Remscheid-Lennep wohnte. Ihr kennt ihn sicherlich alle. Lies mehr …

Verfasst von: Hao | 28. Mai 2015

Wetten?


Donnerstag, 28. Mai 2015

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Jesaja 6,3

Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Römer 11,36

Ein wunderbares Jonglieren mit der Sprache. Paulus ist darin ein großer Meister. Nie ist bei ihm auch nur ein Buchstaben abgestürzt. Doch will er damit nicht prahlen oder angeben, sondern ausschließlich seinen Gott und Heiland groß machen. Und das kann und kann und macht er wie kein anderer. Davon leben wir noch heute.

Paulus vor Damaskus Lies mehr …

Verfasst von: Hao | 27. Mai 2015

(K)eine Rückgabe von Beutekunst


Mittwoch, 27. Mai 2015

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Psalm 23,6

Gott, der seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8,32

Als David an den Königshof Sauls kam, soll er gebeten haben, auf einer wunderschönen Harfe spielen zu dürfen, die unbenutzt im Thronraum stand. Der König antwortete, die besten Harfenspieler hätten sich daran versucht, doch die Harfe habe nur furchtbare Missklänge von sich gegeben. Aber David ließ nicht locker. Da der König Saul ihn sehr schätzte, gab er ihm schließlich doch die Erlaubnis, auf der Harfe zu spielen. Als David sein Spiel beendet hatte, weinten alle Leute des Hofes vor Rührung und Bewegung, weil die Musik so wunderbar und hinreißend klang.

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Verfasst von: Hao | 26. Mai 2015

Güte und Barmherzigkeit


Dienstag, 26. Mai 2015

Richtet recht, und ein jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit! Sacharja 7,9

Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Matthäus 5,7

Richten und gleichzeitig seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit erweisen? Geht das überhaupt? Offensichtlich, sonst hätte Sachaja sicherlich nicht diesen steilen Satz  geschrieben. Wenn Güte und Barmherzigkeit mit dabei sind, kann das Recht nur ein gütiges und barmherziges sein. Die beiden Säulen des Richtens könnten aber auch dafür sorgen, dass es erst gar nicht zu einer „Anklage“ kommt, sondern der Ankläger zur Erkenntnis kommt, dass er im Grunde auf der Anklagebank sitzen müsste, denn wenn man mit einem Finger auf den anderen weist, zeigen drei auf einen selbst zurück. So ist schon mancher Schuss nach hinten losgegangen und hat den Ankläger getroffen. Die Ernte eines Barmherzigen und Gütigen wird immer Barmherzigkeit und Güte sein.

Gerichtssaal Lies mehr …

Verfasst von: Hao | 25. Mai 2015

Sie ist wieder da!


Montag, 25. Mai 2015

Es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Jesaja 11,10

Simeon ist wirklich ein starker Typ. Es war „gerecht und „gottesfürchtig“ und der Heilige Geist war auf ihm. Seine Hauptaufgabe? Er wartete auf den Trost Israels und hatte die Zusagen, „dass er den Tod nicht sehen solle, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. Lukas 2,30-32

Und er wartet, wird dabei aber nicht schwarz, sondern kann am Ende der mutmachenden Geschichte doch tatsächlich diese Tageslosung schreiben.“

Simeon erinnert mich immer an meinen alten Sonntagschullehrer mit „gleichem Namen“ bis auf einen Buchstaben. Onkel Simon war auch so ein Treuer. Sonst hätte er seinen Schülern sicherlich nicht den kleinern Schülern dieses Lied vermittelt, was ich heute wieder neu entdecken darf: Das war auch so ein Treuer wie sein Jerusalemer Vorbild. Deshalb habe ich auch dort dieses Lied gelernt:

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Verfasst von: Hao | 24. Mai 2015

Großartiger Service


Sonntag, 24.Mai 2015

Es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Jesaja 11,10

Simeon sprach: Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor den Augen aller Völker bereitet hast, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel. Lukas 2,30-32

Nun ist es da, das Pfingstfest. Es hat schon seine Tücken. Mit Weihnachten kann auch ein Nichtchrist etwas anfangen, auch wenn es sich nur um eine gravierende Umsatzsteigerung handelt. Auch das Osterfest hat für einen bestimmten Personenkreis seine geschäftlichen Vorteile, wenn es mit dem leeren Grab und dem Verstand nicht (mehr) klappen sollte. Aber das Pfingstfest? Was fange ich mit dem Heiligen Geist denn an? Er ist nicht greifbar. Ach ja, dass soll doch der Geburtstag der Kirche sein, oder?  Weiter fällt mir nichts mehr ein.

Kirche

Heute bin ich mal wieder eingeladen zu diesem Festtag. Nein, es gab kein opulentes Festmahl, aber eine Predigt, die auch „hartgesottene“ begeistern kann. Ist doch kein Wunder bei diesem begeisteten Tag. Der Heilige Geist, der im Mittelpunkt des heutigen Festes steht, gibt, so höre ich wieder ganz neu, nicht nur meinem Geist Zeugnis, dass ich ein Kind Gottes bin. Als dauerhaften Service bekomme ich darüber hinaus noch einen bleibenden Erinnerungsservice, der dann startet, wenn ich wichtige Glaubensdinge vergessen haben sollte. Und bei meinen fast täglichen Vergessensattacken, die mich überfallen. kommt mir dieser Dienst wie gerufen. Der Heilige Geist will nicht nur am Pfingstfest zu uns kommen, um sich bei uns einzuziehen, sondern sich auch in unserem Leben wohl zu fühlen. Und dann kann man fröhlich singen: „Erfreue Zeit im neuen Bunde“. Da kommt vielleicht was auf uns zu….

Pfingstzeit ist für mich Wittenbergzeit. Was liegt es näher als in Erinnerungen und auch in meinem Archiv zu kramen? Was ich gefunden habe, sind Bilder, die in der Zeit von 1972 bis 1989 in der Lutherstadt entstanden sind und die ich zu einem Film präsentiere.

Meine Baskenmütze ist verschwunden, einfach weg. Irgendwann habe ich das Suchen aufgehört. Da muss wohl erst der Geist von oben kommen, der mich daran erinnert, wann ich sie das letzte Mal getragen habe.

johann-und-ich

Verfasst von: Hao | 23. Mai 2015

Pfingsten und die Angst


Samstag, 23. Mai 2015

Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN! Psalm 27,14

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Johannes 16,13

Das Wort „Pfingsten“ hat mit „fünfzig“ zu tun – das Pfingstfest ist 50 Tage nach Ostern. Die Bedeutung des Pfingstfestes ist die Befreiung von der Angst. Das hat mit den Jüngern Jesu zu tun, die sich in den 50 Tagen nach Ostern, der Auferstehung Jesu Christi, in den Häusern bei geschlossenen Fenstern und Türen versammelten, aus Angst davor, das gleiche Schicksal erleiden zu müssen wie Jesus. Natürlich waren die Erfahrungen aus dem Zusammenleben mit Jesus tief in ihnen eingebrannt und die Erinnerungen waren über die Maßen lebendig. Aber die Jünger, Männer und Frauen, noch längst keine lebendige Kirche, in meinen Augen waren sie ein „Jesus-Christus-Gedächtnis-Verein“. Denn sie hatten Angst!

Angst

„Angst“, das Wort kommt von „Enge“. Wer Angst hat, dem wird es eng – ums Herz, um die Gedanken, um die Aktionen, die Entscheidungen. Die Angst der Jünger war durchaus berechtigt, aber die Enge zeigte sich an der Eingeschlossenheit.

Enge Pforte

Und dann kam das Pfingstwunder, nämlich die Befreiung aus der Enge der Angst. Das ist ein psychologisches Ereignis und somit schwer zu schildern. Die Apostelgeschichte nimmt Bilder zur Hilfe: Ein Brausen, einen Wind, der durchlüftet, der den Mief, den Geruch der Angst, vertreibt, Feuerflammen, die die Menschen anfeuern, sie entflammen…

Heiliger Geist

Wichtig sind nicht die Bilder, wichtig ist der Effekt: Die Angst – vielleicht ist sie ja noch da, aber sie kann die Menschen nicht mehr einengen, macht sie frei, sie gehen heraus, heraus auf sich und auf andere zu, erzählen von ihrem Glauben. Das, vor dem sie Angst hatten, kann sie nicht mehr einengen. Sie sind frei. Alle sind sie später getötet worden, aber nichts konnte sie hindern, einengen, lähmen. So ist aus dem „Jesus-Christus-Gedächtnis-Verein“ die lebendige Kirche geworden, und Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche.

Kirchenbank

Und wir, jetzt und heute??? Jeder von uns hat Ängste, in vielerlei Hinsicht, und berechtigte. Sie engen uns ein, machen uns unfrei. Jeder von uns braucht ein Pfingsten, ein nachhaltiges Erlebnis, das uns von der Enge der Ängste befreit. Von daher kann man den Verfasser des 1. Johannesbriefes verstehen, wenn er sagt: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Dann wollen wir den Heiden ihre Angst überlassen, wenn sie nicht die Christenfreude haben wollen. Frohe Pfingsten also!

Am Pfingstsamstag bei Gauglern, Feuerspeiern, Jongleure und Eierkickern? Genau, wie meine andere Seite meinte, ich sollte mir mal was “Gutes” tun. So putze ich am Vormittag meinen Kobel incl. Küche, dann geht’s zum Auto, was es besonders im Innenraum sehr nötig hat. Statt eines verdienten Mittagsschlafes fahre ich mit dem sauberen Wagen zum 30. Mittelalterlichen Pfingstmarktspektakel in Braunschweig. Kunst und Kitsch auf dichtem Raum. Da kann ich zum Glück schnell unterscheiden und suche mir das aus, was mich interessiert. Den Rest überlasse ich den Menschen, die es nötig haben.

Verfasst von: Hao | 22. Mai 2015

Einfach ausgefallen…


Freitag, 22. Mai 2015

Keiner wird zuschanden, der auf dich harret; aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter. Psalm 25,3

Ihr werdet euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. 1.Petrus 1,8-9

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Verfasst von: Hao | 21. Mai 2015

Wahrer und unverlierbarer Schatz


Donnerstag, 21. Mai 2015

Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels. Jesaja 41,16

Paulus schreibt: Freut euch in dem Herrn! Dass ich euch immer dasselbe schreibe, verdrießt mich nicht und macht euch umso gewisser. Philipper 3,1

In der Freude am Haben wohnt schon die Angst vor dem Verlieren. In der Seligkeit einer Beziehung nistet schon die Sorge, verlassen zu werden. In der Süße der Lust lauert schon der Schmerz des Vergänglichen. Im Genießen der Erfolge, im Auskosten der Gewinne, im Stolz über das Erreichte ist die Furcht vor Minderung und Angst vor dem Ende schon enthalten. Nicht jeder wirft seine Freude wie Vögel an den Himmel.

Freude Lies mehr …

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