Verfasst von: Hao | 27. Mai 2018

Endstation


 

Sonntag, 27. Mai 2018

HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen! Psalm 141,3

Gebt acht: dass die Freiheit nicht zu einem Vorwand für die Selbstsucht werde, sondern dient einander in der Liebe! Galater 5,13

Einer dem Anderen in Liebe dienen. Genau das habe ich getan bzw. versucht zu tun mit meinem Blog. Vom 6. Juli 2007 bis zum heutigen Tag, das sind 3.978 Tage, versehen mit 4111Beiträgen, versuchte ich die Herrnhuter Losung umzusetzen. Mit dabei auch 15.642 Kommentare nebst 15.804 Bilder in der Datei auf WordPress. Genau 1.039.915 mal wurden meine schriftlich fixierten Gedanken angeklickt, mal zur großen Freude, dann wieder zum höchsten Ärger der Leser, die fleißig daran mitarbeiteten, dass mein Gruselkabinett im Laufe der Zeit immer umfassender wurde.

Heute ist nun damit erst einmal Schluss. Einige werden traurig sein, andere sich wiederum freuen.

Jetzt wollt ihr sicherlich wissen, was der Anlass zu dieser Einstellung ist. Nein, es ist nicht das besagte Ausrasten bestimmter Leser. Das hat mich nie sonderlich gestört.

Wer die letzten Ausgaben aufmerksam verfolgte, hat schnell festgestellt, dass es mir derzeit körperlich nicht unbedingt rosig geht. Und das ist sehr untertrieben. Inzwischen hat sich der Kröch manifestiert, sodass auch die Weißkittel in der MHH zur Erkenntnis gekommen sind, dass es so nicht weitergehen kann, denn durch den Permanentkröch ist mein Körper ziemlich ausgemergelt: Ich habe einfach nicht mehr durchschnittlich 2 Stunden pro Tag Zeit für einen Beitrag. Dazu kommt der schlimme Umstand, dass ich derzeit kaum mehr als höchstens eine Stunde pro Nacht schlafe. Jetzt muss ich einfach die Reißleine ziehen, sonst komme ich nicht mehr über die Runden.

 

Und wenn ich dann den Eindruck habe, dass ich manche organisierte Bedeutungslosgkeit zum weltbewegenden Geschehen aufblase, was noch nicht einmal die Bedeutung eines Hasenfurzes aufweist, dann soll man auch einmal zurücktreten. Und ob man unbedingt ein öffentliches Leben führen soll, wage ich inzwischen auch zu bezweifeln. Von dem Zeitaufwand erst einmal ganz zu schweigen. Und so trete ich ab mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Ich habe Prollis, aber auch wertvolle Brüder und Schwestern kennenlernen dürfen. Die einen kenne ich, die anderen können mich.

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an Christine nach Kassel und an den Hasen nach Guntersblum. Beide haben in großer Treue und Zuverlässigkeit jeden Tag immer wieder Jagd auf die Fehlerteufelchen gemacht. Ich kann den Beiden nicht dankbar genug sein.

Wie geht es nun weiter? Na ja auf jeden Fall, wie könnte es auch anders sein? Natürlich aufwärts. Vielleicht bringe ich meine Homepage wieder auf Vordermann, denn dort habe ich schon viel zu lange nichts mehr getan.

Ich schließe mit einem kleinen Ereignis, mit dem mich Gott heute nach undurchschlafener Nacht überrascht hat. Ich kann mir nicht um 6 Uhr in der Frühe vorstellen, woher die Musik kommt. Ganz leise dringt sie an mein unausgeschlafenes Ohr, sorgt für einige Tränen und ein ganz leises Mitsingen:

Weiss ich den Weg auch nicht. Und in der Tat: Was ist das für eine himmlische Zusage????

In diesem Sinne:

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät, sei’s früh.

Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät,
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
du weißt den Weg für mich, das ist genug.

Ach ja, natürlich werden die Passionsmails sowie die Adventmails nicht eingestellt. Wir bleiben also weiter in Kontakt.

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Verfasst von: Hao | 23. Mai 2018

Geduld ist angesagt


Mittwoch, 23. Mai 2018

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt. Sprüche 16,32

Lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander. Römer 14,19

Wer mich erbauen will, sollte derzeit für mich  beten!!!! Weiterlesen …

Verfasst von: Hao | 22. Mai 2018

Geschafft


 

Dienstag, 22. Mai 2018

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Psalm 32,1

Jesus sagt über die Frau: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Lukas 7,47

Zwei Männer sitzen sich im Zug gegenüber. Der Jüngere ist seltsam angespannt und nervös. Der Ältere versucht behutsam ein Gespräch. Nach einigen Sätzen bricht es plötzlich aus dem jungen Mann heraus: „Ich war längere Zeit im Gefängnis. Ich habe durch meinen unguten Lebenswandel mein Leben zerstört und meine Eltern bis an den Rand der Verzweiflung gebracht. Nun fahre ich nach Hause. Aber ich kann nicht erwarten, dass meine Eltern mir einfach verzeihen und mich wieder aufnehmen. Darum habe ich sie im letzten Brief um ein Zeichen gebeten. Unser Haus liegt an dieser Bahnlinie.

Im Garten steht ein großer Apfelbaum. Wenn ich nach Hause kommen darf, sollen meine Eltern in den Baum ein weißes Leinentuch hängen. Wenn der Baum leer bleibt, weiß ich Bescheid und fahre irgendwohin. Jetzt kommt bald der Garten. Ich bin so aufgeregt und mag gar nicht hinschauen. Wollen Sie es für mich tun?” Der ältere Mann schaut hinaus. Die Spannung steigt. Da kommt der Garten, der Apfelbaum ist voller weißer Tücher. „Sie dürfen heimkommen!” Dem jungen Mann laufen die Tränen über das Gesicht: „Ein Glück, sie vergeben mir!”

Auch wir sitzen mit unserer Schuld im Lebenszug. Wir haben Gott tief gekränkt mit unserer Sünde und Schuld, mit unserem Ungehorsam und Eigenwillen. Aber Gott gibt uns sein Zeichen. Am Kreuz von Golgatha hat Gott uns sein sichtbares Zeichen der Vergebung aufgerichtet. Dort am Kreuz hängt Jesus, der unsere Sünde trägt und sühnt. Gott will uns vergeben, und wir dürfen heimkehren. Der Baum des Lebens hängt voller weißer Tücher und lädt uns ein, zu kommen und Vergebung zu finden.

„Sind Sie sich wirklich sicher, dass sie die Tour schaffen werden?“ Die Anfrage stellt mir Torsten Kniep nicht umsonst. Der Dipl-Bergin und zuständiger Mitarbeiter der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH in Mosleben sieht es mir offensichtlich an, dass ich derzeit gesundheitlich nicht unbedingt „gut drauf bin“. Ich habe mich zu einer Führung durch den Schacht Marie angemeldet, nichtsahnend was da so auf mich zukommen wird.

Bei der Anmeldung war ich gesundheitlich noch gut drauf, doch heute sieht es nicht mehr so ganz rosig mit mir aus. Mein Lumbago macht mir immer noch sehr viel zu schaffen und lässt mich, auch wenn ich es nicht wahrhaben will, immer der letzte sein. Doch ich beiße die Zähne zusammen, als um 11 Uhr nach einem hochinteressanten Vortrag in die 320 Meter tiefe Unterwelt eingefahren wird. Vorher wird die Gruppe noch incl. der Unterwäsche bergbaumäßig eingekleidet.

Was mich da an visuellen Eindrücken erwartet, hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können. Mit zwei PKWs fahren wir durch ein Labyrinth von riesigen breiten Stollen, um dann an besonderen Stellen auszusteigen, denn nicht alle Orte kann man mit dem Auto erreichen.

Gegen 14 Uhr erreichen wir wieder das Sonnenlicht, um dann nach dem Umziehen bei einem Imbiss offene Fragen zu stellen. Es war für mich sehr anstrengend, weil mein Lumbago nebst der so verachteten Polyneuropathie, die mich mal wieder mehr als schwanken ließ, mir ordentlich zu schaffen machte, bevor ich wieder das Sonnenlicht sah. Dennoch aber ich habe es nicht bereut. So Gott will und wir leben, war diese Exkursion nicht die einzige Aktion, die ich mit dieser Gruppe unternommen habe, ließ ich mich doch sofort in ihren Newsletter eintragen. Ich bin wirklich geschafft, auch wenn man es mir nicht unbedingt auf dem Bild ansieht. Ein ausführlicher Film wird hier in Kürze folgen.

Verfasst von: Hao | 21. Mai 2018

Gesucht, aber nicht gefunden


Pfingstmontag, 21. Mai 2018

Wenn ich schwach bin, so hilft mir der HERR. Psalm 116,6

Paulus schreibt: Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne.2.Korinther 12,9

Früher hatte ich soviel Kraft, aber die Zeit reichte nicht, um alles tun zu können. Heute habe ich soviel Zeit, aber die Kraft reicht nicht, um alles tun zu können. Ich möchte die Gaben, Kraft und Zeit wirklich nutzen. Aber sie sind abnehmende Gaben und darum auch Grenzen. Die Gaben richtig nutzen und die Grenzen wirklich einhalten, mit dieser Spannung möchte ich versöhnt sein. Ich will alles tun, was möglich ist, und alles lassen, was nicht geht, und in beidem gesegnet sein. „Herr, segne unser und mein Tun und Lassen!” Weiterlesen …

Verfasst von: Hao | 20. Mai 2018

(Un)gebremstes Pfingstbrausen


Pfingstsonntag, 20. Mai 2018

Wenn ich schwach bin, so hilft mir der HERR. Psalm 116,6

Paulus schreibt: Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne. 2.Korinther 12,9

In der Schule, im sportlichen Wettkampf, in der Prüfung gibt es Leistungspunkte. Nach irgendeinem Punktsystem muss man die Leistung bewerten, einordnen und vergleichen können. Das Zeichen für die Leistungspunkte ist das Pluszeichen, und jeder möchte Pluspunkte sammeln. Mehr können, mehr leisten, mehr haben, mehr sein, solche Pluspunkte suchen wir. Zahlreich, erfolgreich, einflussreich ist die Steigerung des Lebens. Die Ideologie der Komparative hält uns besetzt: mehr, besser, weiter, schneller, höher, klüger, stärker, reicher … Und Hand in Hand mit der Gier nach dem Mehr wächst auch die Angst vor dem Weniger. Nur kein Minus!

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Verfasst von: Hao | 19. Mai 2018

Kraft von oben


Samstag, 19. Mai 2018

Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott. Jesaja 59,1-2

Jesus spricht: Ich werde den Tröster zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht. Johannes 16,7-8

Gott wird dich tragen,
drum sei nicht verzagt,
treu ist der Hüter, der über dich wacht,
stark ist der Arm,
der dein Leben lenkt,
Gott ist ein Gott,
der der Seinen gedenkt.
Gott wird dich tragen mit Händen so lind,
er hat dich lieb wie ein Vater sein Kind.
Das steht im Glauben wie Felsen so fest:
Gott ist ein Gott, der uns nimmer verlässt.

Im Osten immer noch nichts Neues. Ich quäle mich im wahrsten Sinn des Wortes durch den Tag und weiß jetzt schon, dass die Nacht auch nicht sonderlich besser wird als die vergangene, obwohl ich pünktlich meine Medikamente nehme. Ich hätte nie gedacht, dass mich nach Moskau der Lumbago noch einmal so mitnehmen würde. Und wenn dann noch der Kröch dazu kommt, hat man irgendwann zu nichts mehr Lust noch Fröhlichkeit. Im Hause und in meinem Umfeld gibt es bereits zig Löcher, die ich im Zug der organisierten Bedeutungslosen gestiert habe. Kein Wunder, dass ich mir für morgen nichts sehnlicher wünsche als eine komplette Pfingstdröhnung. Die hab ich wirklich nötig.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Gemeint ist folgende Presseerklärung vom gestrigen Tag.

„Wetzlar (idea) – In der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Kündigung einer 49-jährigen Mitarbeiterin von ERF Medien mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar gibt es eine Einigung: Beide Seiten haben den Vergleich des Arbeitsgerichts Gießen angenommen. Die Mitarbeiterin – eine zweifache Mutter, die seit 1990 beim ERF beschäftigt ist – kann ihre Arbeit „in Kürze“ wieder aufnehmen, teilte der Vorstand von ERF Medien in einer Pressemitteilung am 18. Mai mit. Man habe sich entschieden, die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiterin „insbesondere als Zeichen christlicher Versöhnung und als Auftakt für eine interne Aufarbeitung zu sehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jörg Dechert. Damit könne wieder Ruhe in den Betrieb einkehren. Man könne aus den Ereignissen gemeinsam lernen und künftig konstruktiver mit Konflikten umgehen.

Drei Redakteuren von ERF Medien – zwei 49-jährigen Frauen und einem 62-jährigen Mann – war Anfang Februar ordentlich gekündigt worden. Hintergrund ist die 2015 erfolgte Einstellung eines Bereichsleiters. Die drei hatten über eine Informantin von schweren Vorwürfen gegen ihn erfahren. Der Mitarbeiter soll in einer freikirchlichen Gemeinde in Duisburg Anfang der 2000er Jahre zwei minderjährige Jungen missbraucht, kinderpornografisches Material besessen und Geld unterschlagen haben. Aus Sicht der drei Mitarbeiter hat die Unternehmensleitung, nachdem sie von der Informantin darüber in Kenntnis gesetzt wurde, darauf nicht angemessen reagiert und nichts unternommen. Zwei der drei Mitarbeiter trafen sich daraufhin mit Zeugen und fertigten Protokolle von den Gesprächen an, die sie dem ERF-Vorstand anboten. Die Leitung mahnte die Redakteure wegen Störung des Betriebsfriedens ab, stellte sie später frei und sprach Hausverbote aus. Schließlich erhielten alle drei eine ordentliche Kündigung.

Wie es nun in der Mitteilung des ERF heißt, hatte der Vorstand umgehend, nachdem er mit der Behauptung konfrontiert worden sei, einen Klärungsprozess in Gang gesetzt. Handlungsleitend sei eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Straftaten sowie die Fürsorgepflicht für alle Mitarbeiter gewesen. Man habe im Juni 2017 erfahren, dass Mitarbeiter bereits seit Ende 2016 systematische Recherchen über den beschuldigten Kollegen angestellt hätten. Die drei Mitarbeiter hätten sich zu keinem Zeitpunkt mit ihren Behauptungen an den Vorstand gewandt und sich trotz Aufforderung zunächst geweigert, dem Vorstand Belege für ihre Behauptungen vorzulegen.

Der Vorstand sei in dem Klärungsprozess zu keinem abschließenden eindeutigen Ergebnis gekommen und habe deswegen die Angelegenheit im Oktober 2017 der Staatsanwaltschaft Duisburg zur Beurteilung übergeben: „Das geschilderte Verhalten der drei Mitarbeiter stellte eine schwerwiegende Verletzung ihrer arbeitsvertraglichen Dienstpflichten und eine massive Störung des Betriebsfriedens dar, und zwar völlig unabhängig davon, ob die Anschuldigungen gegen ihren Kollegen von der Staatsanwaltschaft am Ende als zutreffend beurteilt werden oder nicht.“
Die Mitarbeitervertretung habe keine Einwendungen gegen die Kündigungen erhoben. Man habe sich ferner um einvernehmliche Trennungen bei allen vier Mitarbeitern bemüht. Der Vorstand betont, dass der Aufsichtsrat des ERF regelmäßig informiert worden sei. Zum Vorstand gehört neben Dechert der Geschäftsführer Thomas Woschnitzok. Der nun geschlossene Vergleich beinhaltet ferner, dass die Abmahnung vom 7. November 2017 aus der Personalakte entfernt wird. Zudem verpflichtet sich die Mitarbeiterin, künftig bei jedem Anfangsverdacht gegen einen Kollegen sofort den Vorstand umfassend zu informieren. Zudem erklärt sie, dass sie nie beabsichtigt habe, ERF Medien durch ihre Äußerungen in Misskredit zu bringen.
Der 62-jährige Ex-Mitarbeiter hat bereits bei einem Gütetermin die ihm angebotene Abfindung von 45.000 Euro angenommen. Die fristlose Kündigung gegen die andere 49-jährige Ex-Mitarbeiterin war laut dem Arbeitsgericht rechtens. Sie hat nach Ansicht des Gerichts ihren Arbeitgeber auf Facebook grob beleidigt. Laut der Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Duisburg, Jennifer König, läuft weiterhin das Ermittlungsverfahren gegen den früheren ERF-Bereichsleiter. ERF Medien hatte sich Ende Dezember einvernehmlich von ihm getrennt. Die Duisburger Gemeinde hatte damals keine Anzeige erstattet. Der 1959 als Evangeliums-Rundfunk gegründete Sender beschäftigt 197 Mitarbeiter und finanziert seine Arbeit überwiegend aus Spenden.“

Es hätte nicht so weit kommen müssen, denn der moralische Schaden, den sich der ERF durch seine Haltung selbst zugefügt hat, ist gewaltig. Allein die Kosten des Prozesses plus der Abfindung…. Und das alles mit Spendengeldern. Ein solches Verhalten musste im Blick auf den Schaden wirklich nicht sein, wenn man die Hintergründe bedenkt. Und ob die Klägerin an ihrem Arbeitsplatz jemals wieder glücklich wird, wage ich sehr zu bezweifeln. Leider spreche ich aus Erfahrung.

Verfasst von: Hao | 18. Mai 2018

(Keine) doppelte Portion…


Freitag, 18. Mai 2018

Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3

Jesus ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Lukas 9,11

Erscheinen meines Gottes Wege
mir seltsam, rätselhaft und schwer,
und gehn die Wünsche, die ich hege,
still unter in dem Sorgenheer;
will trüb und schwer der Tag verrinnen,
der mir nur Qual und Schmerz gebracht,
dann will ich mich auf eins besinnen,
dass Gott nie einen Fehler macht!

Wenn über ungelösten Fragen
mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen,
weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen
in Gottes Rechte legen sacht
und alsdann sprechen unter Tränen,
dass Gott nie einen Fehler macht!


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Verfasst von: Hao | 17. Mai 2018

Warten


Donnerstag, 17. Mai 2018

Sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde! 2.Mose 32,31.32

Was mit Händen gemacht ist, das sind keine Götter. Apostelgeschichte 19,26

Ein kleines Mädchen fragt seine Mutter beim Abendgebet: „Wohnt Gott auch in meinem Herzen?” – „Aber ja”, sagt die Mutter. Und das Kind legt seine Hand auf das Herz und meint: „Fühl mal, wie Gott klopft!”

Machen wir Gott nicht zu klein und niedlich, rührselig und kindlich, wenn wir ihn in unseren Herzen und Gefühlen wohnen lassen? Ist er nicht der heilige, ewige, unbegreifliche Gott, Herr aller Herren und Macht über alle Mächte? Wohnt Gott nicht in einem Licht, in das niemand sehen oder gelangen kann? Ist Gott nicht wie ein verzehrendes Feuer und sein Wort wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt? Ja, Gott ist groß und immer noch größer als wir denken, ahnen und sagen können. Aber selbst im Pulsschlag eines Kinderherzens spüren wir den Pulsschlag seiner Liebe und in einem einzigen Sonnenstrahl das helle Licht seiner Güte.

Ein bekanntes Synonym für MHH, also für Medizinische Hochschule Hannover? Warten. Heute komme ich auf rund 4 Stunden. Nein, ich ärgere mich schon lange nicht mehr, das nützt doch nichts. Meine Energie, mit der ich derzeit sehr sparsam umgehen muss, kann ich auch sinnvoller einsetzen.

Das Ergebnis habe ich mir schon gedacht, es stand vorher schon fest. In der übernächsten Woche wird der besagte Lymphknoten entfernt und dem Pathologen zwecks Untersuchung übergeben. Das Ergebnis entscheidet dann über mein weiteres Ach und Weh.

Auch decke ich den Weißkittel mit entsprechendem grünem Sputum ein. Bei der Überreichung hätte ich am liebsten folgendes Lied gesungen:

Auch hier bin ich auf das Untersuchungsergebnis gespannt.

Verfasst von: Hao | 16. Mai 2018

Auf nach Moskau???


Mittwoch, 16. Mai 2018

Der HERR wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. Psalm 102,18

Jesus spricht im Gleichnis: Der Zöllner stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus. Lukas 18,13-14

Ich komme mir vor wie der Zöllner. Nein, ich hab sicherlich nicht so viel auf dem Kerbholz wie jener selbstständige Geschäftsmann, dessen Zunft als Synonym für die Sünde schlechthin steht.

Wenn ich derzeit Gott um Gnade bitte, zu mehr bin ich auch nicht groß fähig, dann fühle ich mich mit dem Zöllner aus der hintersten Reihe doch schon sehr verbunden. Ich weiß jetzt schon, dass die Zeit kommen wird, in der es mir wieder besser gehen wird und wieder der alte Hao bin, auch wenn ich nicht mehr mit einer Arschbombe Aufsehen erregen kann. Gott allein weiß warum.

Heute habe ich mich ab Nachmittag einfach ausgeklinkt, weil nichts mehr lief. Einfach das Telefon ausgeschaltet, obwohl ich einen wichtigen Anruf erwarte. Es werden wohl die permanenten Rückenschmerzen sein, die mich quälen. Nein, sie sind nicht schlimm, aber dennoch treiben sie mich zu Dingen, die ich noch nie im Leben gemacht habe. Sie sind deshalb so ärgerlich, weil sie latent vorhanden sind, als wenn sie sagen würden „Wir sind auch noch da“. Zugegeben, sie sind auszuhalten, im Gegensatz zu dem Lumbago, den ich in den 80ern einmal in Moskau hatte, und der mir deutlich viel stärker zusetzte. Nur ein mächtiger Schlag einer Haltestange in einem vollbesetzten Bus, der mit überhöhter Geschwindigkeit durch ein tiefes Schlagloch raste, befreite mich davon. Dadurch wurde die Stange aus ihrer Halterung in der Busdecke gerissen. Sie federte zurück und schlug mir so heilsam ins Kreuz, dass ich nur noch Sterne sah, aber das Fahrzeug als geheilt verließ. Vielleicht sollte ich noch einmal nach Moskau fahren.

Ich kann nur noch auf dem Rücken schlafen, rechts und links geht nichts mehr, weil mein Brustkorb von dem monatelangem Dauerkröch schon so mitgenommen ist, dass er sehr schmerzt, wenn ich Luft hole.

Als wenn das noch nicht reichen würde, kommt dann noch die Geschichte mit dem vergrößerten rechtsseitigen Lymphknoten dazu. Dieses Problem ist derzeit hinter dem Kröch verschwunden, denn am Donnerstag habe ich einen Termin in der MHH. Mein Weißkittel hat mir schon „angedroht“ den Knoten komplett zu entfernen, um ihn dann gründlich zu untersuchen. Dem werde ich wohl zustimmen, was anderes kann ich mir wohl derzeit nicht erlauben. Dieser Eingriff wird aber nicht schon am Donnerstag geschehen. Ich könnte die ganze Angelegenheit ja viel besser ertragen, wenn ich wenigstens gut schlafen würde. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wie es ist, eine ganze Nacht durchzuschlafen.

In solchen Stunden denke ich dann immer an Gudrun, die auch immer wieder Probleme mit der Nachtruhe hat. Ich bin also nicht alleine und sitze vor allen Dingen (noch nicht) im Rollstuhl. Von daher sollte ich nicht groß klagen, schließlich meint es Gott mit der Schwarzwälderin und mir immer noch sehr gut.


Es ist jetzt 2.45 Uhr und von Müdigkeit keine Spur, obwohl ich am Nachmittag nicht schlafen konnte. Wenn ich am Schreibtisch sitze, kann ich es gut aushalten, aber wehe, wenn ich mich in die Horizontale bewege.

Verfasst von: Hao | 15. Mai 2018

Jetzt geht es ans Eingemachte


Dienstag, 15. Mai 2018

Aua, jetzt bin ich tatsächlich mit meinen Losungen durcheinander gekommen und muss einen Tag aussetzen. Na ja, bei meinem „derzeitigen Lebenswandel“ nicht unbedingt ein Wunder. Vielleicht träume ich etwas zu viel. Muss ich mich eigentlich an dieser Stelle beschränken? 

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