Verfasst von: Hao | 8. Mai 2018

Erkenntnisse eines Clowns


 

Dienstag, 8. Mai 2018

Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen. Jesaja 30,15

Jesus sprach zu Marta: Du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. Lukas 10,41-42

Da war ein junger Mann. Aus Verzweiflung und Angst, mit seinem Leben nicht fertig zu werden, ging er zu einem Psychiater und klagte ihm seine Not. Der Psychiater gab ihm unter anderem den Rat: „Gehen Sie in den Zirkus, der zur Zeit in unserer Stadt gastiert. Dort tritt ein großartiger Clown auf, der Sie zum Lachen bringen und aufheitern wird.“ Da erschrak der Patient. Er packte den Arm des Arztes und sagte: „Herr Doktor, dieser Clown bin ich!“


Nein, ich will nicht meckern, ich will auch nicht unzufrieden sein, auch wenn ich den Eindruck habe, dass es mich derzeit überall zwickt und zwackt. Mit anderen Worten: Der Kröch ist wieder da, die grüne Farbe auch. Mein Lumbago lässt mich in der Nacht nur wenig schlafen und gut aufgelegt bin ich auch nicht. Hängt wohl mit meinem Nullen auf dem Brocken zusammen. Außerdem habe ich gestern unter der rechten Achsel einen kirschkerngroßen Lymphknoten gefunden. Jetzt warte ich erst noch auf einen Rückruf aus der MHH, denn so einfach darf und kann ich die Sache nicht abhaken.

Mit anderen Worten: Ich habe den Eindruck, dass ich schon einmal besser drauf war. Dennoch will ich nicht meckern, sondern versuche zu (über)leben. Vielleicht bin ich undankbar Gott gegenüber? Ich will es nicht hoffen.

Um mir wieder einige Höhepunkte zu setzen, habe ich mir für nächste Woche einiges vorgenommen. Ich will noch einmal auf den Brocken, vielleicht finde ich dann die verlorene Brille meines Freundes. Auch habe ich ein Date mit Mari, worauf ich mich schon sehr freue. Und spätestens bei dem Kirchentag der SELK müsste meine Welt wieder in Ordnung sein. Kann ja nicht immer einen Schlappgang veranstalten.


Eine für mich überaus schlimme Geschichte habe ich vom ERF in der Presse gelesen. Ich bin äußerst erschüttert darüber, was sich hinter den Kulissen derzeit in Wetzlar abspielt. Seit vielen Jahren bin ich eng mit dem ersten deutschen Privatsender verbunden. Vielleicht beschäftigt mich deshalb diese Mitteilung ungemein. Sie passt nicht in mein Bild, weil ich mir das ganz und gar nicht vorstellen kann, was da abgegangen ist. Ich habe immer gedacht, dass ich mich dort auf einer Insel des Seligen befinden würde. Jetzt bin ich wohl eines Besseren belehrt worden.

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