Verfasst von: Hao | 21. März 2018

Ich bin negativ


Mittwoch, 21. März 2018

Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Jesaja 50,5

Jesus spricht: Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Johannes 12,26

Heute wurde Kardinal Lehmann in Mainz beerdigt. Ich habe ihn einmal auf dem Kirchentag in Berlin in einer Diskussion mit Parzany erlebt. War schon hochinteressant. Gleiches gilt auch für die Beerdigung. Ich habe im vergangenen Jahr im Rahmen des Besuches meines PKS eine ausgiebige Besichtigung des Mainzer Doms gemacht. Von daher waren mir die Örtlichkeiten sehr vertraut.

 

Interessant ist auch das geistliche Testament des Geistlichen, in welchem der Verstorbene vor einer verweltlichten Kirche warnt. Auszüge aus dem Testament wurden während des Requiems im Mainzer Dom von Bischof Peter Kohlgraf vorgetragen. Karl Kardinal Lehmann habe geschrieben: „Wir haben uns alle, gerade in der Zeit nach 1945, tief in die Welt und das Diesseits vergraben und verkrallt, auch in der Kirche. Dies gilt auch für mich. Ich bitte Gott und die Menschen um Vergebung“. Weiter ist zu lesen: Die Erneuerung müsse tief aus Glaube, Hoffnung und Liebe kommen. Das Geistliche Testament ist auf den 15. März 2009 datiert – Lehmann hat es also vor neun Jahren verfasst. 
In dem Dokument warnt der frühere Mainzer Bischof zudem vor einem rücksichtslosen Streben nach Macht. Ihm sei „die Unheimlichkeit der Macht und wie der Mensch mit ihr umgeht“ immer mehr aufgegangen. Er habe unter zwei Dingen immer wieder und immer mehr gelitten. „Unsere Erde und weithin unser Leben sind in vielem wunderbar, schön und faszinierend, aber sie sind auch abgrundtief zwiespältig, zerstörerisch und schrecklich“, bekennt er. Das brutale Denken und rücksichtsloses Machtstreben gehöre für ihn zu den schärfsten Ausdrucksformen des Unglaubens und der Sünde. Lehmann schreibt weiter, er sei gerne über 20 Jahre Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz gewesen. „Es ging mir immer um die Einheit im Glauben in der Vielfalt unseres Lebens, ohne Scheuklappen und Uniformismus.“ Lehmann fügt hinzu: „Theologie und Kirche haben mein Leben in Atem gehalten. Ich würde wieder so wählen!“ Er danke Gott für alle Gaben, besonders die Menschen, die er ihm geschenkt habe, besonders auch seine Eltern, Lehrer und seine Heimat.

Lehmann schließt sein 2009 verfasstes Geistliches Testament mit den Worten: «Wählt einen guten Nachfolger! Betet für ihn und für mich! Auf Wiedersehen!» Tatsächlich konnte Lehmann seinen Nachfolger Peter Kohlgraf am 27. August 2017 noch selbst zum Mainzer Bischof weihen. Es sollte Lehmanns letzter öffentlicher Auftritt sein.

Das wäre beinahe ins Auge gegangen. Ein Anruf vom Gesundheitsamt weist mich darauf hin, dass ich Kontakt zu einer Person hatte, die TBC hat und bei mir eine Kontrolluntersuchung notwendig wäre. Und da bekanntlich die lange Bank das liebste Möbelstück des Teufels ist, habe ich mich heute sofort untersuchen lassen. Diese bestand auch einer Blutabnahme und einer Röntgenuntersuchung. Dann das positive Ergebnis: Ich bin negativ. Gut so, manchmal ist es eben nicht gut, positiv zu sein.

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