Verfasst von: Hao | 10. Februar 2018

Unterwegs mit einem Ornithologen


Samstag, 10. Februar 2018

Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Jesaja 53,7

Wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Johannes 12,24

Unrat und Schmutz, Erdendreck und Menschenabfall legt man nicht auf die Goldwaage. Nur feines, leuchtendes Gold gehört dorthin. Grobes Wesen und brutale Gewalt kann man nicht mit der Goldwaage wiegen. Nur Worte der Liebe und das Gold der Wahrheit werden damit gewogen.

Die Liebe Jesu, seine Worte voller Barmherzigkeit, sein Gold der Wahrheit sind die beste Goldwaage, wonach alles abzuwiegen ist. An seiner Liebe zu uns misst sich das Leben und seine Erfüllung, die Menschen und ihre Würde, die Arbeit und ihre Frucht, die Leiden und ihre Reifungen, das Sterben und seine Vollendung, das Gericht und unsere Freisprechung.

Wenn ich meinen PKS besuche, dann bedeutet das für mich immer auch der Besuch in der Welt eines Hobby-Ornithologen. Und wenn Gerhard einmal loslegt, ist er nur schwer zu bremsen. Mir soll es recht sein, denn so lerne ich von einem Fachmann, dass es in unseren Breitengraden rund 500 verschiedene Vogelarten gibt, von denen ich höhstens Spatzen, Wellensittige und Schwalben kenne. Ich erfahre, dass in Frankreich ein „einsamer Wasserläufer“ gesichtet wurde, der in Deutschland aber noch nie nachweisbar war.

Ich höre ich das erste Mal von Waldrappen, Ziegenmelkern, Bienenfressern, Raufuß- und Glattfußhühnern. Besonders beeindruckt hat mich der dem Schweinequieken ähnliche Ruf der Wasserralle.  Natürlich kann ich wenig bis nichts damit anfangen, komme mir aber sehr stolz vor, dass mir mein Gastgeber mit viel Engelsgeduld alle Fragen aus der Vogelwelt gründlich beantwortet.

Anschließend geht es direkt zu den Gefiederten. Wir fahren zu einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Rheindürkheim. Ausgerüstet mit einem Spektiv und Fernglas, Marke Leica, machen wir uns auf die Suche nach dem Federvieh, haben aber keinen Erfolg. Lediglich ein Paar Höckerschwäne begrüßen uns, da das Wasser der künstlich angelegten Blenken bereits zugefroren ist.

Doch der Mäusefangversuch eines Turmfalken, der in der Luft wie ein Hubschrauber auf der Stelle stehen bleibt, um nach Futter Ausschau zu halten, ist für mich ein Erlebnis, das ich nicht jeden Tag habe. Am Nachmittag gibt es ein Fachsimpeln über das Gesehene. Es bleibt für mich die Erkenntnis, dass mir die Vogelwelt absolut fremd, aber doch hochinteressant ist.

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Responses

  1. Bestimmt eine wunderbare Erfahrung, die unterschiedlichen Vogelarten erklärt zu bekommen. Die Namen sagen mir fast alles etwas, jedoch erkenne ich sie nicht alle. An meinen Vogelfutterstellen ist derzeit jede Menge los.Für mich ist es immer wieder beeindruckend wie unser Schöpfer alles bis in jede
    kleinste Kleinigkeit gestaltet hat, wie alles in einander übergreift, einen Sinn hat. Leider erkennen die Menschen dies nicht mehr, jagen und hetzen anderen „Erfolgen“ nach. Meine Entscheidung im Einklang mit der Natur zu leben und damit der Schöpfung / dem Schöpfer nahe zu sein,sie auch zu bewahren, bereue ich in keinster Weise.

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    • Du solltest besser bei Deinem Pinkelpaul bleiben, den kannste wenigstens verwerten…. hihihi

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  2. Du nimmst mich nicht ernst, schade. Aber Schöpfung und Natur sind mir eine Herzensangelegenheit. Für mich ein sehr ernsthaftes Thema. Und dem Pinkelpaul habe ich mit sehr viel Einsatz das Leben gerettet, auch wenn es begrenzt sein wird.

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    • tztztztz Du hast vor „bregenzt“ ein wichtiges Wort vergessen, nämlich „sehr“…. hihihihi Was machste dann mit dem Fell? Mache doch daraus eine Altardecke……..

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  3. Wenn du brav bist, überlege ich mir, es dir zu schenken. Das ist so schön warm im Bett. Habe mir eine große Bettdecke aus handgesponnener Wolle zum Schlafen gestrickt, da brauche ich keine Wärmflasche mehr.
    Na ja, sehr begrenzt: bis zum kommenden Winter darf er noch leben.Das ist eine schöne Zeit für ihn.

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