Verfasst von: Hao | 8. Februar 2018

Letzter Brief


Donnerstag, 8. Februar 2018

HERR, du hilfst Menschen und Tieren. Psalm 36,7

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Matthäus 6,26

Es sind oft die kleinen und unscheinbaren Bibelverse, die mir beim Auslegen etliche Probleme bereiten. Ich muss nicht alles verstehen, auch nicht alles auslegen, aber wenn ich einen solchen Film sehe, dann frage ich mich, ob es wirklich stimmt, dass Vögel nicht in Scheunen sammeln. Und schaue ich auf die unzähligen Schlachthöfe, von menschlichem Leid ganz zu schweigen… Nein, ich bin nicht der Geheimrat Gottes, der alles wissen muss. Auch wenn ich mich hier schwer tue, vertraue ich darauf, dass Gott keine Fehler macht, denn ohne ihn wäre ich mächtig aufgeschmissen.

“Herr Hebbinghaus, ich habe mich mit meiner Suppe vertan. Haben Sie Hunger?“ Wie ich solche Fragen liebe. Nach wenigen Minuten sitze ich Anna gegenüber, der ich für Ihren „Fehler“ herzlich danke. Und so schließt sich wieder der Kreis: Auch ich säe und ernte nicht, werde aber doch ernährt. Die Bibel hat eben recht.

Ob die Personen, die heute den Tag des Heiratsantrags, den Drachen-steigen-lassen-Tag oder den Tag der Oper festgelegt haben, überlasse ich den Lesern.

Sie wurde nur 27 Jahre alt. Holly Butcher hat eine bewegende Botschaft an
ihre Nachwelt hinterlassen, die jeder lesen sollte.

Vor etwa einem Jahr hatten Ärzte bei der jungen Holly aus Brisbane in Australien einen seltenen bösartigen Tumor entdeckt, der die Knochen befällt – auch unter dem Namen Ewing-Sarkom bekannt. Für die damals 26-Jährige bedeutete die Diagnose eines: Sie musste sich darauf einstellen, bald zu sterben. Nun, knapp ein Jahr später, hat sie ihren Kampf verloren. Dazu nahm ihre Familie Stellung auf Facebook. Sie schrieb: „Das Ende war kurz und friedlich; sie sah ruhig aus, als wir ihre Stirn küssten und unsere letzten Abschiedsworte sagten.“

In ihrem letzen Brief an die Eltern macht sich Holly Gedanken über ihr Leben: „Es ist seltsam im Alter von 26 Jahren die eigene Sterblichkeit zu erkennen und zu akzeptieren. Die Tage verstreichen und man erwartet einfach, dass es weiter geht. Ich stelle mir vor, wie ich alt werde, runzlig und grau. Das ist die Sache mit dem Leben: Es ist zerbrechlich, kostbar und unberechenbar und jeder Tag ist ein Geschenk, kein gegebenes Recht. Ich will nicht gehen. Ich liebe mein Leben. Ich bin glücklich.“

Holly Butcher erinnert uns daran, wie belanglos andere Dinge im Leben sind,
wenn es um das eigene Leben geht.

„Denkt einfach an jemanden, der wirklich ein Problem hat. Sei dankbar für dein kleines Problem und komm darüber hinweg. Du wirst nicht an solche Dinge denken, wenn du an der Reihe bist. Es ist alles so unbedeutend, wenn man das Leben als Ganzes betrachtet. Ich kann nichts dagegen tun und alles, was ich mir jetzt wünsche ist, dass ich nur noch einen Geburtstag oder Weihnachten mit meiner Familie oder nur einen weiteren Tag mit meinem Partner und meinem Hund haben könnte. Sei dankbar für jeden Tag, an dem du keine Schmerzen hast und sogar die Tage, an denen du dich mit Grippe unwohl fühlst. Akzeptiere es, sei aber dankbar, dass es nicht lebensbedrohlich ist und verschwinden wird. Jammert weniger Leute!“

Geben wurde zum wichtigsten Bestandteil in Hollys Leben. Eine andere wichtige Botschaft aus dem Abschiedsbrief der jungen Frau lautet: „Geben, geben, geben“. „Es ist wahr, dass du mehr Glück hast, Dinge für andere zu tun, als sie für dich selbst zu tun.“ Damit spielt Holly auf unsere materiellen Welt an. Geld spiele keine Rolle, ein neues Kleid oder ein Schönheitsprodukt sei total überflüssig. Hollys Credo lautet viel mehr:
Wenn man Geld benutzt, dann soll man es für Erlebnisse ausgeben. Erfahrungen
mit den Liebsten sammeln, mit ihnen reisen, gemeinsam Zeit verbringen, die Momente genießen.

Das sei alles was im Leben wirklich zählt. „Ich möchte nur, dass die Leute aufhören, sich so viele Gedanken über die bedeutungslosen Strapazen im Leben zu machen und sich daran erinnern, dass wir alle das gleiche Schicksal haben. Also tut das was ihr könnt, um die Zeit wertvoll und gut zu machen.“ Eine Botschaft, die wir uns in unserem Alltagsgeschehen öfter mal zu Herzen nehmen sollten.

 

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