Verfasst von: Hao | 6. Februar 2018

Gnade und Wahrheit


Dienstag, 6. Februar 2018

Als Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. 1.Mose 28,17

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.  Johannes 1,14

Ehe die Bastille in Paris 1789 dem Erdboden gleich gemacht wurde, war sie Staatsgefängnis. Schuldige und Unschuldige starben hinter ihren Mauern, unter ihnen der evangelische Pfarrer Julian. In einen Stein seiner Zelle hatte eine feste Hand eingeritzt: „Hic iacet anima mea.” („Hier ruht meine Seele.”) Es zeigte sich, dass dieser Stein locker war. Julian zog ihn heraus. In der Mauervertiefung lag die Bibel eines Hugenottenpfarrers, versehen mit vielen handschriftlichen Eintragungen: dem Tag seiner Hochzeit, seiner Ordination, der Aufhebung des Edikts von Nantes 1685; dann die lange Leidensgeschichte im Kerker, die Versuchungen zum Schwachwerden und Verleugnen, aber auch die Tröstungen aus Gottes Wort: Nach achtunddreißigjähriger Haft steht unter dem Datum Mai 1725: „Ich kann fast nicht mehr sehen. Aber ich wünsche doch nicht, dass ich nicht hier gewesen wäre, wo Gott mir Gelegenheit gab, mich stündlich auf seine Ankunft vorzubereiten. Wer meine Bibel findet, sei gegrüßt und gesegnet von unserem Heiland Jesus Christus. Ich kann nicht mehr im Worte Gottes lesen. Ich höre es bald aus Gottes eigenem Munde …”

Die letzte Nacht war recht kurz, denn ich kam erst um 1.45 wieder zurück in meinen Kobel. Wo ich war? Da, wo anständige Männer unter normalen Umständen nicht verkehren. War ich schon einmal an gleicher Stelle als fahrradfahrender leidenschaftlicher Wanderprediger unterwegs, so hatte ich gestern eine eher traurige Rolle zu übernehmen. Ich war einer von drei Forensikern, die den Mord an einer Prostituierten aufzuklären halfen. Weiß, von oben bis unten eingemummt, stellte ich meine „Fachwissen“ zur Verfügung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber erst im Herbst.

Das Freundchen hat beim Gelegenheitsprediger mal wieder zugeschlagen. Manchmal sind es wirkliche Schläge, die ich wegstecken muss, dann aber wieder sanfte und zarte Streicheleinheiten. Auf Beides möchte ich nicht mehr verzichten. Der heutige Schlag des weit über 80-jährigen Funkamateurs und begnadeten Bastlers und Computerfreaks besteht aus dem Ausdruck der kompletten Benutzerhandbuches bestehend aus 163 beidseitig farbig gedruckten Blättern, profimäßig eingebunden. Da stimmt alles, sogar der Einband und die Verpackung. Und das alles ohne vorhergehende Anforderung. Das soll dem Freundchen mal einer nachmachen. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle. Da habe ich wieder viel zu lesen. Und das mache ich gern, sehr gern.

Gleiches gilt auch für eine Klebeaktion in Annas Dusche. Die Dichtung machte einmal wieder aufgrund von Annas Putzwahn einen Abgang. Und da kann nur der Hao mit seiner Klebepistole helfen. Hab der Nachbarin nun verboten, die untere Kante der Glasschiebewand zu putzen. Weil sie mit Druck diese immer wieder aus der Führung drückt.

edf

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