Verfasst von: Hao | 6. Dezember 2017

Gut behutet


Mittwoch, 6. Dezember 2017

HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Gebote. Psalm 119,64

Dient einander – ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat – als gute Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes. 1.Petrus 4,10

Als Josef mit Maria auf dem Weg nach Bethlehem war, rief ein Engel die Tiere heimlich zusammen, um einige auszuwählen, der Heiligen Familie im Stall zu helfen. Als erster meldete sich natürlich der Löwe: „Nur ein König ist würdig, dem Herrn der Welt zu dienen“, brüllte er, „ich werde jeden zerreißen, der dem Kinde zu nahe kommt!“
„Du bist mir zu grimmig“, sagte der Engel. Darauf schlich sich der Fuchs näher. Mit unschuldiger Miene meinte er: „Ich werde sie gut versorgen. Für das Gotteskind besorge ich den süßesten Honig, und für die Wöchnerin stehle ich jeden Morgen ein Huhn!“ „Du bist mir zu verschlagen“, sagte der Engel.

Da stelzte der Pfau heran. Rauschend entfaltete er sein Rad und glänzte in seinem Gefieder. „Ich will den armseligen Schafstall köstlicher schmücken als Salomon seinen Tempel!“ „Du bist mir zu eitel“, sagte der Engel.

Es kamen noch viele und priesen ihre Künste an. Vergeblich. Zuletzt blickte der strenge Engel noch einmal suchend um sich und sah Ochs und Esel draußen auf dem Felde dem Bauern dienen. Der Engel rief auch sie heran: „Was habt ihr anzubieten?“ „Nichts“, sagte der Esel und klappte traurig die Ohren herunter, „wir haben nichts gelernt außer Demut und Geduld. Denn alles andere hat uns immer noch mehr Prügel eingetragen!“ Und der Ochse warf schüchtern ein: „Aber vielleicht könnten wir dann und wann mit unseren Schwänzen die Fliegen verscheuchen!“ Da sagte der Engel: „Ihr seid die richtigen!“

Ein inniglich vergnügtes Herz …
Gib, Herr, was du verordnet hast,
was deine Diener haben sollen,
wenn sie dir nützlich werden wollen!
Ein Joch, das unserm Halse passt,
Geduld und Unerschrockenheit,
das Ruhn und Tun in gleichem Grade
und Beugung bei der höchsten Gnade
und dein Verdienst zum Ehrenkleid.
Ein inniglich vergnügtes Herz,
ein Herz, besprengt mit deinem Blute,
das Nötigste vom Heldenmute,
beim Lieben einen mäßgen Schmerz.
Ein Auge, rein und sonnenklar,
ein treues Ohr für alle Schäden,
gerührte Lippen, recht zu reden,
Gemeinschaft mit der obern Schar!

(Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf)

6. Dezember. Ist das nicht der Nikolaustag, an dem brave Kinder hoffen, dass sie die sauber geputzten Schuhe, die sie am Abend vor die Türe stellen, am Morgen gefüllt wieder in Empfang nehmen? Und was macht der weise und freundliche Bischof aus Myra, wenn er denn keine (leeren) Schuhe vorfindet? Er hängt eine Plastiktüte mit einem Christstollen an die Klinke der Haustüre und verschwindet wieder, ohne eine weitere Spur zu hinterlassen.

Er? Wieso er? Kann das nicht auch Frau Nikolaus sein? Ich recherchiere und habe zwei Frauen in „Verdacht“. Und wenn ich dann kombiniere, dass eine 89-Jährige schon ein so hohes Alter hat, dass sie nicht noch mit einem Sack und Rute durch die Nachbarschaft schleicht, so kann es nur die fitte Engel-Helma sein, mit der ich mich auch ausgezeichnet verstehe. Ich scheine überall sehr beliebt zu sein.

 

Und den Eindruck habe ich auch, als ich ein Paket auspacke, welche mir eine gute Seele zuschickt. Genau zur richtigen Jahreszeit erhalte ich zwei Pudelmützen, eine ohne und eine mit Bommel. Beide können sowohl im Außeneinsatz als auch im kalten Schlafzimmer getragen werden, was aber nicht unbedingt für das Paar warme Socken gilt, welches sich ebenfalls in dem Päckchen befand. Nun kann es richtig kalt werden, ich fühle mich gut bemützt bzw. behutet, incl. externer Bommel, die besonders den Mundbereich erwärmt.

Der Tag besteht zum größten Teil ausgefüllt mit dem Installieren eines neuen Win 7 Betriebssystems. Für mich gilt die alte Weisheit, dass man mindestens zweimal im Jahr seine Programmplatte putzen sollte, damit der Computer sein Tempo behält und das Arbeiten weiter flott vonstatten geht.

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