Verfasst von: Hao | 4. Dezember 2017

(Un)möglicher Umzug


Montag, 4. Dezember 2017

Mose sprach: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge. Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben. 5.Mose 32,46.47

Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Johannes 1,6.8

Ein inniglich vergnügtes Herz …
Gib, Herr, was du verordnet hast,
was deine Diener haben sollen,
wenn sie dir nützlich werden wollen!
Ein Joch, das unserm Halse passt,
Geduld und Unerschrockenheit,
das Ruhn und Tun in gleichem Grade
und Beugung bei der höchsten Gnade
und dein Verdienst zum Ehrenkleid.
Ein inniglich vergnügtes Herz,
ein Herz, besprengt mit deinem Blute,
das Nötigste vom Heldenmute,
beim Lieben einen mäßgen Schmerz.
Ein Auge, rein und sonnenklar,
ein treues Ohr für alle Schäden,
gerührte Lippen, recht zu reden,
Gemeinschaft mit der obern Schar!

                                                Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf

Wird denn nun gefahren oder nicht? Das ist heute die Frage aller Fragen, als ich heute Morgen zum Bahnhof tippele. Das Stellwerk hatte zu einer Fahrt nach Lüneburg auf den Weihnachtsmarkt eingeladen. Der Weihnachtsrummel interessiert mich nicht besonders, da kann ich auch nach Braunschweig oder Hannover fahren. Aber ein Salzmuseum gibt es bekanntlich nur in Lüneburg.

Bei der Abfahrt kommt die erste Pleite. Am Bahnhof merke ich, dass ich meine Kamera vergessen habe. Was habe ich mich geärgert. Einen Ausflug und dann noch ohne Kamera? Nein, das geht gar nicht. Eigentlich hätte ich noch vor der Abfahrt des Zuges nach Hause laufen können, um sie zu holen. Das traue ich mir aber leider nicht zu. Aber als ich merke, dass der Zug zwanzig Minuten Verspätung hat, war es schon zu spät. Aber das muss ich aushalten, habe ich doch immerhin noch mein Handy, auch wenn es wesentlich schlechtere Bilder als meine Kamera macht.

Der Besuch im Salzmuseum gestaltete sich dann auch für mich nicht unbedingt als ein glückliches Unterfangen. Na ja, vielleicht werde ich das Museum noch einmal mit Kamera besuchen.

Richtig sauer bin ich allerdings, als ich in die Ausstellung über die 50er Jahre besuche und mich 60 Jahre zurückgesetzt fühle. Alles, was ich sehe, hatte in dieser Zeit seinen Sitz im Leben. Ob eine alte Zahnpraxis, eine komplette Wohnung, Lebensmittelgeschäft oder ein Zeitungsstand… Mir schlägt das Herz in den höchsten Frequenzen. Und dann noch die unendlich vielen Kinderspiele, an die ich mich so gut erinnern kann.

Ich habe selbst noch viele davon. Und ich stehe nun staunend in der Mitte der Nostalgie und das ohne vernünftige Kamera. So ist es also auch kein Wunder, wenn ich am Ende meines Besuches nachfrage, ob die Möglichkeit besteht, dass ich da nicht einziehen kann, worauf ich zur Antwort bekomme: „Sie sind schon der Dritte, der heute danach gefragt hat.“

Träume sind bekanntlich Schäume. Und das wird Minuten nach dem Verlassen des Museums deutlich, als ich eine Treppe hochgehen muss, plötzlich stolpere und….. Natürlich fliege ich die Treppe hoch, aber kann mich noch im letzten Moment aufstützen, und den Kopf so hochreißen, dass er nicht auf den Stufen aufschlägt. Es hat wirklich nicht mehr viel gefehlt. Das wäre böse, sehr böse ausgegangen. Und wenn ich dann noch meine Kamera in den Händen gehalten hätte? Bei der Aufschlagswucht bietet auch eine Schutztasche keine Wirkung.

Nein, zu einem Besuch des Weihnachtsmarktes habe ich nun wirklich keine Lust mehr. Es geht auf kürzestem Weg wieder zum Bahnhof, um dann so schnell wie möglich wieder in den warmen Kobel zu kommen. Obwohl….. da hat es mich auch schon oft auf den Boden gebracht, aber geraucht habe ich nicht nicht, ehrlich.

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Responses

  1. in das Museum will ich auch gerne mal –
    Lüneburg steht ja schon auf unserer Ausflugsliste !!

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    • Das machen wir dann zusammen, ohne Sturz, sondern mit Kamera. aber auf jeden Fall im Sommer. Im Winter läuft da nichts!!!!

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  2. Eine 50iger Jahre Ausstelung ist doch immer ein Hit! In Ratzeburg ich mich dort auch nicht satt sehen.

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