Verfasst von: Hao | 9. Oktober 2017

Harald, bleib bei Deinem Leisten!


Montag, 9. Oktober 2017

Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich für und für währt. Daniel 4,31-32

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Apostelgeschichte 5,29

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir! Amen”, waren Martin Luthers mutige Worte gegen die Übermacht von Kaiser und Papst. Luther war im Gewissen an Gott gebunden und blieb tapfer bei seiner Überzeugung. Er stellte Gottes Wort höher als die Meinung der Menschen und Mächtigen. Treu an Gott gebunden, wurde Luther so der Wegbereiter für eine neue Zeit, eine neue Sicht, für eine neue Entdeckung des Evangeliums. Im Gewissen an Gott gebunden, war er frei von den Diktaten der Herrschenden und machte damit den Weg frei für neue Einsichten.
Andere haben später den Satz Luthers ähnlich wiederholt. Aber unter der Hand wurde aus der Treue zu Gott die Trägheit in sich selber. Und dann hieß es: „Hier stehe ich, ich mag nicht anders!” Die Standpunkte sind klar, die Wahrheiten bekannt, die Wege vertraut, das Gelernte bewährt. Was soll das Neue und andere, Fremde und Ungewohnte? Man verwechselte Treue mit Trägheit, Beharrlichkeit mit Erstarrung und Verbindlichkeit mit Bequemlichkeit. Im Unterschied zu Luther hat diese Haltung das Neue verhindert und Veränderungen blockiert.

Noch ganz anders formuliert mancher im Trotz den Satz Luthers: „Hier stehe ich, ich kann auch noch ganz anders!” Im Gefühl einer vermeintlichen Überlegenheit drohen sich Menschen, um sich zu behaupten und Respekt zu verschaffen. Es sieht wie imponierende Stärke aus und ist doch nur ängstlicher Trotz und Zeichen der Schwäche. Was bestimmt uns? Die Treue zu Gott, die den Weg frei macht? Die Trägheit in uns, die Neues verhindert? Oder der Trotz anderen gegenüber, der zum fruchtlosen Streit führt?

Ich fasse es nicht. Da darf doch der wohl dubioseste Modeschöpfer Deutschlands fröhlich seinen Mist von Deutschlands evangelischen Kanzeln predigen. Angefangen hat es mit dem esoterischen Paradiesvogel mit einem äußerst fragwürdigen Auftrag zur Gestaltung eines Schubers für die Neue Bibel. Das ist natürlich eine ideale Gelegenheit, um sich selbst einen Heiligenschein zu verpassen und sich ins Paradies zu versetzen. Und dann natürlich die kostenlose Werbung.

So muss ich bei Idea lesen, dass der Designer anlässlich des 500. Reformationsjubiläums einen Schuber für die neue Lutherbibel entworfen hatte und sich dabei selbst auf dem Umschlag in eine „paradiesische Szene“ versetzte.

Der Berliner Modeschöpfer Harald Glööckler predigt öfters in Gemeinden. Das berichtet die „BILD“. Der Designer hatte anlässlich des 500. Reformationsjubiläums einen Schuber für die neue Lutherbibel entworfen und sich dabei selbst auf dem Umschlag in eine „paradiesische Szene“ versetzen lassen. Anschließend habe er, so Glööckler, die erste Predigtanfrage von der evangelischen Andreasgemeinde in Eschborn-Niederhöchstadt bei Frankfurt am Main bekommen. Sie bietet auf Kirchendistanzierte ausgerichtete GoSpezial-Gottesdienste in einem Kinozentrum an. Er habe dort vor 700 Leuten gesprochen, so die BILD, und seine Predigt mit einem flammenden Appell beendet: „Wir brauchen keine Kirche, die uns klein macht und sagt, was wir nicht machen dürfen. Wir brauchen eine Kirche, die uns stützt, wenn wir stolpern, die uns auffängt, wenn wir fallen!“ Lob kam laut BILD nicht nur von den Zuhörern sondern auch von Pastor Karsten Böhm. Die Predigt sei „gut und tief“ gewesen: „Für die Kirche und das Reich Gottes sind Menschen wie Harald Glööckler ein Gewinn.“ Durch die GoSpezial-Gottesdienste seien, so Böhm, „unzählige Menschen neu zum Glauben und in unsere Gemeinde gekommen“.

Glööckler äußerte sich auch zur Einrichtung von Kirchenräumen: „Man hat mir erzählt, dass dieser Luther den Prunk aus den Kirchen entfernt hat, und ich dachte: ,Was für ein Quatsch!‘ Und dann hing da immer dieser Jesus am Kreuz. Und ich dachte: ,Das ist ja furchtbar! Wieso zeigen die Jesus nicht, wie er jemanden segnet oder mit einem Heiligenschein? Man hängt doch auch zu Hause kein Bild von einem Toten im Sarg auf.‘“ Glööckler kündigte gegenüber der BILD an, seine Predigt-Tätigkeit auszubauen: „Wenn die ARD zustimmt, übernehme ich auch das Wort zum Sonntag.“ Aus der Kirche sei Glööckler aber, so die BILD, schon vor Jahren ausgetreten. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bibelgesellschaft (Stuttgart) hatten neben Glööckler noch weitere Prominente gebeten, einen eigenen Schuber für die neue Lutherbibel zu kreieren. Unter ihnen sind auch die Schauspielerin Uschi Glas, der Illustrator Janosch sowie Fußballtrainer Jürgen Klopp.“

Hätten die Verantwortlichen mal etwas recherchiert, hätten sie sicherlich bei unten kopiertem Artikel zu der Erkenntnis kommen müssen, dass der Modezar besser bei seinem Leisten bleiben sollte, als seine äußerst fragwürdige Erkenntnis in Gottesdiensten abzulassen. Aber die (evangelische) Kirche macht es eben möglich. Sie ist wie ein Hund, der jedem nachrennt und jault: „Ich will auch dabei sein“.


Unterstützt von Wahrsagerinnen, Geistern und Engeln
Modeschöpfer Harald Glööckler musste sich im Sommer gegen schwere Drogenvorwürfe zur Wehr setzen. Dabei hatte er auch übernatürliche Unterstützung, wie er nun in dem Buch „Der Medienskandal“ berichtet.
In seinem neuen Buch „Der Medienskandal“ arbeitet Modedesigner Harald Glööckler (48) die Kokain-Vorwürfe gegen ihn auf, die Anfang Juli nach einer anonymen Anzeige für Schlagzeilen in der Klatschpresse sorgten. Die Gerüchte konnten schnell aus der Welt geschafft werden, was Glööckler seiner Überzeugung nach nicht nur seinen Anwälten und Beratern zu verdanken hat, sondern auch seinem spirituellen Beistand.

Nach dem Schock der ersten Schlagzeile in der „Bild“-Zeitung griff der Modezar zweimal zum Telefonhörer: Zunächst rief er seinen Anwalt an – und gleich danach eine Wahrsagerin. Für Esoterik-Fan Glööckler „eine ganz normale Angelegenheit“, wie er im Buch schreibt. Die Hellseherin wusste dann auch gleich Beruhigendes zu berichten: „Sie sind unschuldig und es wird sich alles sehr schnell zu Ihren Gunsten auflösen.“

In „Der Medienskandal“ berichtet Harald Glööckler von seinem Kampf gegen die ungerechtfertigten Vorwürfe.

Bei so schweren Vorwürfen konnte Glööckler natürlich auch Unterstützung von (fast) ganz oben gebrauchen: „Sie wissen, Engel sind ein Teil von mir, und ich scheue mich nicht davor, sie in mein Leben zu lassen und sie um Rat und Beistand zu bitten. So habe ich sofort Erzengel Michael gerufen und seine Hilfe zur Beseitigung des Bösen eingefordert“, erzählt Glööckler in dem Buch weiter. „Und er half mir. Wenn ein Mensch unschuldig ist, helfen einem die Engel.“ Zu diesem Schritt riet übrigens auch Karl, der Geist eines vor etwa 300 Jahren verstorbenen Arztes, dessen Medium mit Glööcklers Wahrsagerin Kontakt aufnahm.

Glööckler ist aber beileibe kein Traditionalist, sondern auch modernen Eso-Trends aufgeschlossen. Und so ließ er sich noch mit der angeblich auf der Quantenphysik basierenden Quantec-Methode sein Energiefeld wieder ausbalancieren. Bei so viel spiritueller Beihilfe konnte ja nichts mehr schiefgehen: Die Anzeige erwies sich als völlig haltlos, die Ermittlungen wurden nach einem knappen Monat eingestellt – noch schneller, als es die Wahrsagerinnen einiger Fans vorhersagten, die erklärt hatten, es werde bis September oder Oktober dauern. Oder hatten die schon das Erscheinen des Buches prophezeit? (Quelle Internet)

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Responses

  1. Das ist schon ein Skandal, dass solche Personen auf Kanzeln in Kirchen zugelassen werden. Hat die frohe Botschaft kaum noch Bedeutung für viele
    Menschen?

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    • Für die Leute ist das nur ein frommer Event.

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  2. Lieber Hao!Die Geschichte mit dem Klööckler passt so garnicht zu unserem Glauben.Gottes reichen Segen wünscht dir Antje.

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    • So lange es solche „Geistlichen“ gibt, die das erlauben. Die passen nicht zum Glauben. Es wird nicht mehr vom Ganzen zum Teil, sondern nur noch vom Teil zum Ganzen gedacht,gelebt und geglaubt.

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  3. E ist schon ein Skandal, wenn solche Personen für die Kanzeln in den Kirchen
    zugelassen werden!. Hat die frohe Botschaft so wenig Bedeutung für die Menschen?

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    • Die Leute wollen doch nur das hören,wahs ihnen in den Ohren jücket…..

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