Verfasst von: Hao | 6. Oktober 2017

In der Mitte treffen


 

Freitag, 6. Oktober 2017

Des Mondes Schein wird sein wie der Sonne Schein, und der Sonne Schein wird siebenmal heller sein zu der Zeit, wenn der HERR den Schaden seines Volks verbinden und seine Wunden heilen wird. Jesaja 30,26

Gott wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Offenbarung 21,3-4

Zwei Brüder wohnten einst auf dem Berg Morija. Der jüngere war verheiratet und hatte Kinder, der ältere war unverheiratet und allein. Die beiden Brüder arbeiteten zusammen, sie pflügten das Feld zusammen und streuten zusammen den Samen aus. Zur Zeit der Ernte brachten sie das Getreide ein und teilten die Garben in zwei gleich große Stöße, für jeden einen Stoß Garben. Als es Nacht geworden war, legte sich jeder der beiden Brüder bei seinen Garben nieder, um zu schlafen. Der ältere aber konnte keine Ruhe finden und sprach in seinem Herzen: „Mein Bruder hat eine Familie, ich dagegen bin allein und ohne Kinder, und doch habe ich gleich viele Garben genommen wie er. Das ist nicht recht.“ Er stand auf, nahm von seinen Garben und schichtete sie heimlich und leise zu den Garben seines Bruders. Dann legte er sich wieder hin und schlief ein.

In der gleichen Nacht nun, geraume Zeit später, erwachte der Jüngere. Auch er musste an seinen Bruder denken und sprach in seinem Herzen: „Mein Bruder ist allein und hat keine Kinder. Wer wird in seinen alten Tagen für ihn sorgen?“ Und er stand auf, nahm von seinen Garben und trug sie heimlich und leise hinüber zum Stoß des Älteren.
Als es Tag wurde, erhoben sich die beiden Brüder, und wie war jeder erstaunt, dass ihre Garbenstöße die gleichen waren wie am Abend zuvor. Aber keiner sagte dem anderen ein Wort. In der zweiten Nacht wartete jeder ein Weilchen, bis er den anderen schlafend wähnte. Dann erhoben sie sich, und jeder nahm von seinen Garben, um sie zum Stoß des anderen zu tragen. Auf halbem Weg trafen sie plötzlich aufeinander, und jeder erkannte, wie gut es der andere mit ihm meinte. Da ließen sie ihre Garben fallen und umarmten einander in herzlicher brüderlicher Liebe. Gott im Himmel aber schaute auf sie hernieder und sprach: „Heilig, heilig sei mir dieser Ort. Hier will ich unter den Menschen wohnen.“ Manchmal ist die Lösung so einfach, man braucht sich nur in der Mitte zu treffen.

Drei Termine zum Predigen, eine sogar am Heiligen Abend, werden heute bei mir angefragt. Da kann ich doch nicht „Nein“ sagen. Natürlich bin ich dabei, auch wenn ich nicht auf Luthers Predigkanzel stehe.

Manchmal ist Mann einfach nur glücklich, auch wenn er noch so einen schweren Kröch hat. Heute ist der Grund meiner Freude ein kleiner, aber wunderschöner Brief meines Arztes aus der MHH, in dem ich lese:

Sehr geehrter Herr H.,
aus Datenschutzgründen ist mir die Übermittlung personenbezogener Details per e-mail untersagt; ich kann Ihnen aber mitteilen, dass alles unauffällig war. Ich hoffe, es geht Ihnen gut? Gerne telephonieren wir in der kommenden Woche (aktuell bin ich nicht vor Ort).
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. S.

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Responses

  1. Da gibt es doch Grund zur Freude. Preist den Herrn!

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  2. Dem kann ich mich nur anschließen
    weiterhin Gottes Segen für dich

    Deine Cousine aus dem berg Land

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    • Und trotz dem Kröch… Verstehen kann ich es trotzdem nicht, aber mich freuen….

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  3. Ich freue mich von Herzen mit über das gute Untersuchungsergebnis.

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  4. Auch ich freue mich über das gute Ergebnis vom Arzt.Nun wird auch der Kröch bald verschwinden.Gottes reichen Segen wünsche ich Dir.Gruß Antje H.

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    • Das mit dem Kröch ist eine Wissenschaft für sich, weil nach dem Kröch auch immer wieder vor dem Kröch ist.

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