Verfasst von: Hao | 3. Oktober 2017

Ein leiser Tag


Dienstag, 3. Oktober 2017

Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters. Psalm 44,2

Was soll ich noch mehr sagen? Die Zeit würde mir zu kurz, wenn ich erzählen sollte von Gideon und Barak und Simson und Jeftah und David und Samuel und den Propheten. Diese haben durch den Glauben Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft, des Feuers Kraft gelöscht, sind der Schärfe des Schwerts entronnen, aus der Schwachheit zu Kräften gekommen. Hebräer 11,32-34

Ein Sattel erzählte einmal im Kreise anderer: „Ich trage den Reiter!“ Und weil er wusste, dass es so ist, sagte er es mit Sicherheit und Selbstbewusstsein.

Bis auf einen widersprach ihm keiner. „Bedenk’s genau“, riet dieser ihm. Der Sattel tat’s. In stillen Stunden dachte er über sich und sein Dasein nach. Schließlich ging ihm auf: „Es stimmt: Ich trage den Reiter; aber das Pferd trägt mich.“ Zudem leuchtete ihm ein, dass das Pferd nicht nur ihn, sondern darüber hinaus auch den Reiter trägt; denn deutlich erkannte er, dass er den Reiter nur zu tragen vermag, weil er selbst ein Getragener ist. Plötzlich wurde es ihm wohler. Er atmete tiefer und fühlte sich auf einmal wie befreit. Eine ganz neue Kraft stieg in ihm auf. Und das Tragen wurde ihm zur Freude.

Eigentlich brauche ich heute keinen Blog zu schreiben, denn das, was ich am Tag der Deutschen Einheit unternehme, wiederholt sich heute zum 25sten Mal. Um Mitternacht hisse ich meine Deutschlandfahne, nach einer gut durchschlafenen Nacht packe ich mein Essen ein, anschließend geht es Richtung Osten zur ehemaligen Schleuse der Angst, wo ich bei dem Gedenkgottesdienst dabei bin.

Weiter geht es mit einem meditativen Gang durch die Schleuse der Angst.

Zum Abschluss eine Fahrt zum nahe gelegenen Grenzdenkmal nach Hötensleben. Ein Besuch im ehemaligen Tagebaugebiet Helmstedt beendet den für mich sehr leisen, aber so wichtigen und denkwürdigen Tag der deutschen Einheit.


Und weil mein Programm absolut gleich geblieben ist, kann ich hier auch ohne Bedenken einen Film von 2013 zeigen, denn viel hat sich an diesem Gedenktag nicht verändert.

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