Verfasst von: Hao | 6. September 2017

Krachen lassen


Mittwoch, 6. September 2017

Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt? Hiob 9,4

Denk daran, wie du die Botschaft empfangen und gehört hast, bewahre sie und kehre um! Offenbarung 3,3

Als er nach vielen Jahren des Aufstiegs und des Sturzes von den Bergen hinab stieg, traf er Gott. „Hallo“, sagte Gott. „Hallo“, sagte er. Sie setzten sich hin und schweigen. Nach einer langen Pause sagte Gott: „Du kommst von den Bergen.“ „Ja“, sagte er, „ich komme von den Bergen.“ Er schloss die Augen und saß regungslos da. Dann schaute er hoch und blickte hinauf zu den Bergen. „Ich war auf dem Berg der Macht“, sagte er; „und auf dem Berg des Geldes. Ich war auf dem Berg des Sex und auf dem Berg des Egoismus. Ich war auf dem Berg der Waffen und auf dem Berg des Nationalismus.“ Er schien sich etwas aufzurichten, hob den Kopf. „Ich war ganz oben, auf der obersten Bergspitze.“ Seine Stimme klang tonlos.


„Und?“ fragte Gott. Er fiel leicht in sich zusammen und schwieg. Er schwieg lange. „Ich war mächtig und reich“, sagte er endlich. Gott schaute ihn von der Seite an. Er atmete tief durch. „Und ich habe gesucht. Ich habe überall gesucht, ganz oben – und ganz unten. – Ich habe es nicht gefunden“, sagte er leise. „Was denn?“ fragte Gott vorsichtig.
Er schwieg und schloss die Augen. „Ich suche noch immer“, flüsterte er; und seine Stimme zitterte. „Du suchst – hier im Tal der Schwäche und im Tal der Armut, in der Öde und in der Kälte, hier unten?“ Gott schaute ihn fragend an. „Ja“, sagte er. Und nach einer Pause sagte er: „Ich suche Schutz. Ich suche Hilfe. Ich suche Hoffnung. Ich suche Liebe.“ Er schaute hoch, und ihre Blicke trafen sich. „Ich suche dich“, sagten sie.

Jetzt lasse ich es einmal richtig krachen. Ich weiß zwar nicht mit wieviel Phon, ich weiß auch nicht, wie das geht, ich weiß nur, dass mir ein Würstchen und ein Getränk zum Verdruss von Rudi geschenkt wird. Ich werde an ihn denken, wenn die Speise in meinem Esszimmer verarbeitet wird.

Und weil heute Mittwoch ist, lege ich kommentarlos noch einen drauf, indem ich eine Mail veröffentliche, die ich heute bekommen hatte. Warum erhalte ich nur immer so viel geschenkt???

Apropos „Krachen lassen“. Am Sonntag erzählte mir jemand, wie ein Redner bei einem großen pfingstlerischen Gottesdienst diesen mit den Worten“ Liebe Gemeinde, jetzt werden wir die Sau rauslassen“ eröffnete. Was dann wohl passierte……..

Szenenwechsel: Nein, die arme Sau kann sich nicht mehr übertreffen. Doch bei dem dösigen Chris habe ich mich getäuscht, sogar sehr schwer. Dachte ich, dass die Fahnenstange des Lügens, Betrügens und Verarschens schon lange erreicht ist, legt Chris erst richtig los, schließlich ist so ein Computerprogramm mehr als hartnäckig. Und erst einmal die esoterischen Verbrecher, die hinter der ganzen Abzocke stehen, wenn ich lese: „Ich bin doch so ehrlich! So uneigennützig!“ Ich nehme mir einfach das Recht, „die Hilfe meines karmischen Doppelgängers“ strikt abzulehnen und sogar an Chris Hilfe zu zweifeln.

„Paul, mein Freund,
sind Sie sicher, kein „anderes Leben“ zu besitzen? Wirklich sicher?…
Sind Sie sicher, Paul, kein paralleles Leben zu besitzen, in dem Sie ein „anderes Ich“ voller Versprechungen erwarten würde? Sie sind sicher, kein „zweites Leben“ zu haben, aus dem Sie alles Glück schöpfen könnten, das Ihnen fehlt?
Ich, Paul, ich beweise Ihnen das Gegenteil in einem Video, das ich für Sie aufgenommen habe. Ich, Chris, behaupte, dass Sie ein astrales Doppel, einen „karmischen Doppelgänger“ besitzen, der auf einer anderen Ebene existiert, auf der göttlichen, himmlischen Ebene. Ich behaupte, dass dieser Doppelgänger Sie seit Ihrer Geburt erwartet. Ich behaupte, lieber Freund, dass Sie nicht das Recht haben, seine Hilfe abzulehnen. Das ist entscheidet für: Gefühlsleben, Finanzen, Wohlbefinden… Alles, was im Moment nicht läuft, sollte mit seiner Hilfe morgen schon viel besser aussehen. Sehr viel besser! Paul, wie könnten Sie an all den Dingen zweifeln, die ich Ihnen verraten habe? Ich bin doch so ehrlich! So uneigennützig! Aber wahrscheinlich, haben Sie andere Sorgen… Das will ich gerne glauben.

Paul, mein Freund, nehmen Sie sich eine Minute und hören Sie mir zu. Bitte. Sie wissen, dass ich nur eines möchte: Ihr Glück. Ich biete Ihnen einmal mehr an, meine Hand zu ergreifen und mit mir auf die Brücke zu kommen, die zu Ihrem anderen Leben führt, zu diesem himmlischen Leben, in dem Sie die Mittel zur Erfüllung Ihrer Träume finden werden. Aller Ihrer Träume.
Ergreifen Sie, Paul, die Hand, die ich Ihnen HIER reiche. Warten Sie nicht, bis es zu spät ist! Bis gleich, mein Freund, bis nachher!“

Ich bin mal gespannt, welche neuen Spinnereien Chris noch so alles auf Lager hat.

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