Verfasst von: Hao | 16. August 2017

Es geht abwärts…


Mittwoch, 16. August 2017

Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Psalm 34,20

Paulus schreibt: Als wir zuvor gelitten hatten und misshandelt worden waren in Philippi, wie ihr wisst, fanden wir dennoch in unserm Gott den Mut, bei euch das Evangelium Gottes zu sagen in hartem Kampf. 1.Thessalonicher 2,2

Auge um Auge und Zahn um Zahn ist der sicherste Weg zu einer blinden und zahnlosen Gesellschaft. Wie du mir, so ich dir ist der einfachste Weg in die Zerstörung allen Miteinanders. Es gibt nur eine Möglichkeit der Versöhnung: wie Gott mir, so ich dir!

Sachen gibt’s, die gibt’s wirklich. Nun bin ich doch tatsächlich schon in dem Alter, wo ich mich auf einer Rolltreppe der Länge nach hinlege. So geschehen am heutigen Morgen im Hauptbahnhof Hannover. Ich merke, dass ich eine falsche Rolltreppe ausgewählt habe, drehe  mich um, rechne aber nicht damit, dass sich die Rolltreppe permanent bewegt und zwar diesmal nach unten. Nun ist sie etwas schneller in der Reaktion als ich. Was dann geschieht, kann man sich wohl denken. Schnell wollen aufmerksame Passanten mich wieder aufrichten, aber ich hatte meine Knochen noch soweit unter Kontrolle, dass ich das Aufstehen alleine schaffte. Auch habe ich dabei meine Hose nicht verloren.

Wenige Minuten später kann ich am gleichen Ort das nicht benötigte Hilfsangebot an andere umsetzen. Ich sehe, wie ein Blinder junger Mann offensichtlich die Orientierung verloren hat. Ich „schnappe“ mir den Mann, frage ihn nach seinem Ziel und bringe ihn sicher in die Straßenbahn, zumal ich den gleichen Weg habe. Wie hat er sich gefreut. Diese Begegnung hat mich so beeindruckt, dass ich sogar an der falschen Haltestelle aussteige. Dennoch komme ich noch rechtzeitig zum Arzttermin.

Nun wird man mich mit Recht fragen, was ich schon so früh auf einer Rolltreppe in Hannover mache. Ganz einfach, ich habe einen Termin in der MHH, wo es wieder einmal meiner Polyneuropathie an die Füße geht.

Doch in der MHH fangen die Probleme erst so richtig an. Man schickt mich von Pontius nach Pilatus, um mir dann mitzuteilen, dass ich als Privatpatient Anspruch auf eine Chefarztbehandlung hätte, die mit dem 3,5 fachen Gebührensatz abgerechnet wird. Damit bin ich natürlich nicht einverstanden, denn ich habe nur den 2,3 fachen Satz versichert. Die Diskussion mit der Sekretärin hätte ich mir ersparen können, man will mich nach Hause schicken. Da musste ich etwas deutlicher werden. Auch ein Anruf bei meiner Krankenkasse brachte bei der sehr arrogant auftretenden Sekretärin keine zufriedenstellende Lösung. Nach langem Hin und Her, verbunden mit einer Odyssee durch die weit verzweigte MHH landete ich dann doch noch bei der besagten Professorin, die mich nach meinem versicherten Gebührensatz untersucht. Danach geht es auf den elektrischen Stuhl. Mir werden Elektroden an dem Kopf und den Füßen festigt und unter Strom gesetzt. Ab Kniescheibe tut sich nicht mehr besonders viel. Dennoch habe ich das Gefühl, als wäre mein letztes Stündchen gekommen. Doch ich habe alles mit Bravour überlebt. Das gilt auch für einen abschließenden Stadtbummel. Wenn ich einmal in Hannover bin, dann bade ich auch mal eben, nein, nicht im Maschsee, sondern unter Menschen in der Einkaufszone. Ach ja, das Ergebnis. Das werde ich in den nächsten Wochen schriftlich erhalten.

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Responses

  1. Ja, ja,
    Privatpatient sein ist auch nicht mehr das was es mal war. Irgendwie müssen die Versicherungen auch ihren „Reibach“ mIch machen. :-)
    Ich bin mit der AOK ganz zufrieden, wenn nur nicht immer die langen Wartezeiten wären. 3 Monate auf einen Termin warten, dann 3 Stunden im Wartezimmer, und das Arztgespräch dauert oft auch nur 3 Minuten …ber ich lebe noch :-) dank Gottes Fürsorge!
    Gruß
    Rudi

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    • Ich bin mit meiner auch zufrieden. Wartezeiten gibt es in dieser Form nicht, allerdings geht auch die Hälfte meiner Rente drauf. Ich würde jetzt nicht noch einmal wechseln.

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