Verfasst von: Hao | 7. August 2017

Wenn man Gott verloren hat


Montag, 7. August 2017

Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich! Jesaja 65,1

Der Knecht im Gleichnis sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Lukas 14,22-23

Gott wird uns also eines Tages fragen, was wir mit seiner Liebe und seinem Wort, seiner Einladung und seiner Versöhnung gemacht haben. Und nicht die werden ausgewiesen, die im Gefängnis gesessen und Fußmatten geflochten haben, sondern die, die seine Liebe ausgeschlagen und seine Vergebung nicht empfangen haben.

Wie wachst Du eigentlich morgens auf? Wie Kurt Tucholsky oder Joachim Ringelnatz , der übrigens heute vor 134 Jahren in Wurzen geboren wurde und ein wunderschönes Gedicht mit dem Titel „Morgenwonne“ geschrieben hat.

Ich bin so knallvergnügt erwacht
Ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
Es dürstet mich nach Lüften.

Ein schmuckes Laken macht einen Knicks
Und gratuliert mir zum Baden.
Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs
Betiteln mich „euer Gnaden“.

Aus meiner tiefsten Seele
zieht Mit Nasenflügelbeben
Ein ungeheurer Appetit
Nach Frühstück und nach Leben.

Oder stehst Du er eher auf Kurt Tucholski, der meinte: „ Das Morgengrauen ist eines der treffendsten deutschen Wörter.“

Nein, ich war es nicht, ich bin nicht der Gifhorner, von dem ich im Netz folgendes gelesen habe:
„Nach mehreren Zeugenhinweisen gelang es den Ermittlern den rechtmäßigen Eigentümer der Datenträger zu ermitteln. Der 68-jährige Gifhorner wollte seine DVD-Sammlung nach eigenen Angaben „der Menschheit als seinen persönlichen Nachlass vermachen“. Bis zum Mittwoch hatte der Rentner sage und schreibe 57 Alben mit weit über 5000 DvD’s auf diversen Supermarkt-, Getränkemarkt- und Baumarktparkplätzen in Gifhorn abgelegt. Da der 68-jährige die DvD’s zwar alle selbst gebrannt und mit professionellen Labels versehen, jedoch weder kommerziell vertrieben noch öffentlich vorgeführt hat, droht ihm keine strafrechtliche Verfolgung. Die DVD-Alben gelten somit als Fundgegenstände und wurden dem Rentner am Mittwoch in der örtlichen Polizeidienststelle wieder ausgehändigt.“

Leider war ich eben nicht zur richtigen Zeit an der richtigen Adresse. So ein Pech aber auch.

Was mag da wohl ein Pech auf Deutschland zukommen, wenn bei der nächsten Bundestagswahl der Falsche gewählt wird? Ich stoße heute,  weil ich sooo gern recherchiere, auf folgenden Artikel:

Berlin (idea) – „Als Kind glaubte ich an Gott, doch der ist mir mit den Jahren verloren gegangen.“ Das bekannte der Spitzenkandidat der SPD bei der Bundestagswahl im Herbst, Martin Schulz, in einem Interview mit dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon“ (Frankfurt am Main). Er sei auf ein katholisches Gymnasium gegangen. Seine Mutter sei sehr gläubig gewesen, sein Vater „religiös passiv“, sagte der frühere EU-Parlamentspräsident in dem Gespräch 2014. Und weiter: „Für mich sind wir Menschen das Resultat eines natürlichen Prozesses, mit unserem Tod hört unsere geistige Existenz auf.“ Die einzige Ausnahme, die die Existenz Gottes beweisen könnte, sei für den Katholiken die Musik: „Sie entsteht aus Materiellem, ist aber weder sichtbar noch greifbar. Aber sie existiert. Wenn es etwas Göttliches gibt, dann ist es für mich Musik“, bekannte der gelernte Buchhändler und ehemalige Bürgermeister von Würselen (1987–1998).

Im vergangen Jahr bestätigte Schulz seine Haltung gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): Er sei „kein sehr gläubiger Mensch“. Christliche Werte und die Kirche spielten in seinem Privatleben aber trotzdem eine zentrale Rolle, erklärte der 61-Jährige, der seit fast 31 Jahren verheiratet ist und zwei Kinder hat.
Aber: Für viele Menschen sind Glaube und Religion wichtig

Auch in der Alltagsarbeit seien sie entscheidend: „Ich habe in meinem politischen Leben gelernt, wie wichtig Religion und Glauben für viele Menschen ist, um die Orientierung in ihrem Leben zu finden, die sie brauchen.“ Insbesondere Respekt sei wichtig: „Menschen sollte man respektieren, so wie sie sind. Ich muss nicht alles akzeptieren, was sie tun – aber ich muss die Menschen im Grundsatz respektieren. Eines der großen Probleme unserer Zeit ist der Mangel an Respekt.“ Schulz saß seit 1994 im Europaparlament; von 2012 bis 2017 war er dessen Präsident. Dort machte er sich vor vier Jahren unter anderem für die Verbannung religiöser Symbole aus dem öffentlichen Raum stark. Jeder solle zwar die Möglichkeit haben, seinen Glauben persönlich zu zeigen, der öffentliche Ort müsse jedoch neutral sein, erklärte der SPD-Politiker damals. Außerdem hatte Schulz 2013 den so genannten „Estrela-Bericht“ befürwortet, der für ein europaweites Recht auf Abtreibung plädierte.

Mann und Frau müssen sich eben vorher genau die Personen ansehen, die sich zur Wahl stellen.


Zum Schluß noch ein kleines Gedicht des großen Ringelnatz:

Der Briefmark
Ein männlicher Briefmark erlebte
was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!

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Responses

  1. Besser jemand der klar Position bezieht, als jemend der fromm daherlabert und sich benimmt wie Sau! Das zu Schulz!

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    • Bei beiden Verhaltensweisen kann man ganz schnell in der Hölle landen bzw es ist höllisch falsch.

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      • Einspruch, Euer Ehren!
        Nur bei der 2. Vehaltungsweise!

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  2. das Ringelnatz Gedicht gefällt mir

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    • Deshalb hab ich es auch veröffentlicht. Ringelnatz hat nur tolle Sachen geschrieben.

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