Verfasst von: Hao | 11. Juli 2017

Bescheuerter Besuch


Dienstag, 11. Juli 2017

Ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. Hesekiel 39,29

Durch Christus hat Gott auch euch sein Siegel aufgedrückt: Er hat euch den Heiligen Geist gegeben, den er den Seinen versprochen hatte. Epheser 1,13

„Gott wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen”, heißt es in Maleachi 3, 3. Beim Silberschmied können wir uns erklären lassen, was es damit auf sich hat: „Wenn ich Silbererz in den Tiegel getan habe, muss ich genau acht geben, dass es nicht zu lange über dem Feuer bleibt. Darum sitze ich dabei und beobachte genau, wann das Silber von der Schlacke frei ist. Keine Minute zu lange darf ich es im Tiegel lassen, sonst verdirbt das edle Metall. Und ich weiß ganz genau, wann der Zeitpunkt gekommen ist, wenn sich mein eigenes Bild im geschmolzenen Silber spiegelt. Dann ist es soweit, dann muss das Silber schnell heraus.”

So sitzt Gott, der große Silberschmelzer, an seinem Tiegel, in dem er uns Menschen in seiner Liebe läutern und reinigen will, damit sich die wertlose Schlacke des Lebens vom wertvollen bleibenden Leben trennen lässt. Gott sieht genau zu. Sobald sich sein Bild in unserem Leben zeigt, wird es Zeit für sein Siegel. Keinen Moment länger lässt Gott uns im Tiegel, als es unbedingt zur Reinigung und Ausreifung des Lebens nötig ist. Welch ein Trost. Gott sitzt und wacht, sieht und wartet, behält die Übersicht und führt zum guten Ende. Keine Minute zu lange. Gott weiß die Zeit.

Er weiß dein Leid und heimlich Grämen,
kennt auch die Zeit. dir’s abzunehmen!
Endlich bricht der heiße Tiegel,
und der Glaub empfängt sein Siegel
als im Feur bewährtes Gold,
da der Herr durch tiefe Leiden
uns hier zu den hohen Freuden
jener Welt bereiten wollt!

Eigentlich geht es mir gut. Ich kann nicht klagen, habe keinerlei Schmerzen, aber… Aber doch ist da ein körperliches Geschehen, das mich täglich etwas mehr umtreibt. Vielleicht auch deshalb, weil es derzeit nur eine „sichtbare Macke“ ist.

Vor 14 Tagen habe ich einen intensiven Gartentag eingelegt und nicht nur das zahlreiche Unkraut zwischen den Steinen auf Knien rausgekratzt, sondern auch das inzwischen hohe Gras gemäht. Und da taucht nun ein Problem auf, dessen Umfang ich erst in 24 Stunden vollständig geklärt habe, wenn ich die Diagnose meines Hautarztes habe. Ich entdecke seit einigen Tagen am rechten Oberarm kleine Pusteln, die alle in einer Richtung angeordnet sind.

In der rechten Kniekehle entdecke ich darüber hinaus einen riesigen roten Fleck, der leicht geschwollen und deutlich wärmer ist als seine Umgebung. Beide Stellen schmerzen und jucken nicht.

Ich nutze das Internet und recherchiere dank Google. So stoße ich auf ähnliche Erscheinungen, die Herbstgrasmilben hinterlassen haben. Sollte ich etwa in meinem Garten mit solchen Viechern Kontakt gehabt haben? Welch unerbetener Besuch. Und der dicke rote Fleck? Eine Zecke konnte ich auch nicht entdecken. Ich bin doch kein Igel, zwischen dessen Stacheln es von Ungeziefer nur so wimmelt. Da bin ich wirklich gespannt, zu welchem Ergebnis morgen der Weißkittel kommen wird. Ich kann es kaum abwarten.


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