Verfasst von: Hao | 13. Juni 2017

Ente gut, alles gut


Dienstag, 13. Juni 2017

Der HERR spricht: Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören. Psalm 91,15

Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Römer 8,26

Eine orientalische Geschichte erzählt von einem Gläubigen, der sich zum Heiligtum aufmacht, um dort zu beten und zur Ruhe zu kommen. Nach einem weiten Weg kommt er schließlich im Gotteshaus an, betritt es voller Hoffnung und Erwartung. Aber auch nach Stunden gelingt es ihm nicht, sich zu sammeln. Seine Gedanken gehen spazieren, und er hört sich die Gebete wie leere Formeln heruntersagen. Ganz verzweifelt fragt er einen Priester um Rat. „Seit wann sind Sie denn hier?”, fragt der Priester. „Ich bin vor einigen Stunden angekommen.” – „Dann haben Sie Geduld. Ihre Seele kommt nach, sie braucht noch etwas Zeit, um hier zu sein!”

Was soll ich denn machen, wenn ich bei der Dokumenta in Kassel nicht willkommen bin? Dann muss eine Alternative her. Was liegt da wohl näher zur Kasseler Kunstausstellung als die Wanderausstellung „Duckomenta – MomEnte der Weltgeschichte“. So geht es heute nicht in den Süden, sondern in entgegengesetzter Richtung. Hamburg ist heute mein Ziel, wo ich den Kasseler Ersatz besichtige. Natürlich kann man Kassel und Hamburg nicht miteinander vergleichen, aber „ein bisschen Kunst“ ist auch in der Hansestadt vertreten, auch wenn sie nicht, im Gegesatz zu Kassel, unbedingt ernst zu nehmen ist.

Über 200 Werke sind noch bis zum 4. Februar 2018 im Archäologischen Museum Hamburg-Harburg  zu bestaunen. Mit dabei große Persönlichkeiten, die im Stil von Donald Duck neuinterpretiert werden. Alles was in der Welt Rang und Namen hat, ist dort vertreten, darunter „Duckfretete“, „Dötzi“, „Che Duckevera“ und Einstein.

 Ob nun Entenfunde aus der Steinzeit, bekannte mittelalterliche Gemälde wie die Mona Lisa oder das letzte Abendmahl von Da Vinci, überall sind die Quakgeister vertreten, die die Weltgeschichte entscheidend mitprägten. Der Alte Fritz, Goethe, der bekannte Poet, aber auch das Dreigestirn Lenin, Marx und Engels grienen einen mit ihren Entenschnäbeln schamlos an. Erstmals werden auch Enten-Mumien aus dem alten Ägypten präsentiert. Fazit: Eine Ausstellung, die man gesehen haben muss.  Ente gut, alles gut, eine „gewisse Entschädigung“ für die Kasseler Pleite.

Und wenn ich dann einmal in Hamburg bin, mache ich auch meinen „obligatorischen Rundgang“. Dazu gehört natürlich auch eine kleine Bootsfahrt von den Landungsbrücken nach Finkenwerder  und wieder zurück.

Zu meinem Pflichtprogramm gehört ebenfalls auch ein Spaziergang unter der Elbe. Hamburg wird für mich nie langweilig. Immer wieder entdecke ich neue Objekte, die ich in hoffentlich aussagekräftigen Bildern verewige.

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