Verfasst von: Hao | 11. Juni 2017

Sich trösten lassen


Sonntag, 11. Juni 2017

Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben? Jesaja 51,12

Lasst euch nicht irremachen! Den Herrn aber, Christus, haltet heilig in euren Herzen. 1.Petrus 3,14-15

Wenn wir einen unglücklichen, gescheiterten, hilflosen Menschen bezeichnen, sagen wir: „Der ist auch nicht ganz bei Trost!” Hinter dieser leicht hingeworfenen Bemerkung steckt eine wesentliche Aussage über den Menschen. Er ist nicht ganz bei Trost. Wir alle haben und kennen kleine Tröstungen, aber letztlich ist kein Mensch ganz bei Trost.

Wir sind angewiesen auf Zuspruch und Hilfe von außen. Niemand hat die letzte Lebenskraft und Lebensfreude in sich. Alle Menschen sind bedürftig und auf Trost angewiesen. Eine solche Trostbedürftigkeit ist nicht Schwäche, sondern das Vorrecht des Menschen. Darum sagt Jesus: „Aber der Tröster, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren”. Jesus geht zu seinem Vater, kehrt an den Thron Gottes zurück, damit wir Menschen wieder ganz bei Trost sein können. Seine Himmelfahrt bedeutet für uns den Empfang des Trösters, das Erkennen des Heils. Dieser Tag gibt uns Hoffnung gegen alle Verlustangst, eröffnet uns Zukunft gegen alle Vergänglichkeit.

Der kleine menschliche Trost lebt vom Vergessen. Die Menschen sagen: „Vergiss es! Denk nicht mehr daran! Das Leben geht weiter. Kopf hoch, es wird schon besser werden. Warte, wenn der Frühling kommt. Denk an andere, denen es noch schlimmer ergeht!”

Der göttliche Trost lebt vom Erinnern. Der Tröster Gottes wird alles, was Gott geäußert hat, was er in Jesus Christus zum Ausdruck gebracht hat, in uns erinnern und in uns eindrücken. Die Äußerungen Gottes will der Tröster in uns festmachen. Der Geist Gottes erinnert uns daran, was Jesus für uns gelebt und getan, erreicht und vollbracht hat.

Wieder ein Sonntag, wieder ein Ruhetag und das Wichtigste: Wieder eine, wie nicht anders zu erwarten, sehr gute Predigt, die mich zum Schmunzeln, aber auch sehr zum Nachdenken anreizt. Und wenn ein Gottesdienst mit diesen Auszeichnungen bedacht wird, dann ist das schon mehr als die halbe Miete.

Und was meine Sonntagsruhe betrifft: Sie wurde gegen 17 Uhr durch einen Anruf bei Anna beendet: „Wenn Sie zwei Schüsseln mit Löffeln stellen, dann sorge ich für den würdigen Inhalt, nämlich Vanilleeis.“ Wer könnte da wohl „Nein“ sagen???

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