Verfasst von: Hao | 1. Dezember 2015

Lebens-Schnitte


Dienstag, 1. Dezember 2015

Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich. 2.Chronik 14,10

Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. 2.Timotheus 4,18

Es gibt im Leben Verwicklungen, Verirrungen, Verflechtungen, die festgezogenen Knoten gleichen und unlösbar scheinen. Am Arbeitsplatz, in der Familie, im Freundeskreis gibt es allzu oft solche Schwierigkeiten. Auch im persönlichen Leben können schwere Krankheit oder hohe Schulden in ausweglose Situationen führen. Wie geht man damit um? Eine alte Lebensweisheit sagt: „Was man lösen kann, soll man nicht schneiden!”

Opa Krauskopf2

Wie oft wird ein Knoten aus Enttäuschung oder Bitterkeit, aus Wut oder Hass zerschnitten, bevor eine Lösung versucht wurde? Jemand verlässt gekränkt seine Firma, ein anderer enttäuscht seine Ehe, ein anderer greift zur Flasche, statt zu einer Schuldnerberatung zu gehen, ein anderer bricht die Beziehung zu seinen Kindern beleidigt ab, weil sie ihre eigenen Wege gehen.

Knoten

Das Lösen schwieriger Knoten erfordert große Kraft und ganze Ehrlichkeit. Es geht nicht ohne Aufdecken und Aussprechen der Verwicklungen, es geht nicht ohne Einsicht in die Fehler und Absicht von Veränderung. Eine Lösung darf keine Verdrängung, muss eine Verarbeitung sein. Das erfordert wirkliches Vergeben und tiefes Versöhnen mit anderen und mit sich selbst und Gott vor allem.

Natürlich gibt es im Leben auch solche Knoten, bei denen nur das Schneiden bleibt, um größeres Unheil abzuwenden. Bis in das Leibliche hinein ist bisweilen der Schnitt bei manchem Knoten in der Brust oder im Bauch unumgänglich. Wenn sich ein Pfropfen in einem Blutgefäß nicht mehr lösen lässt, muss man schneiden. Das ist auch im Leben so. Aber davor gilt: „Was man lösen kann, soll man nicht schneiden!”

Das ist mir nicht nur peinlich, sondern erschrickt mich auch. Da habe ich mich am Morgen auf das Frühstück im Stellwerk gefreut, doch alle Türen sind verschlossen. Ich werde stutzig. Hab ich da wohl einen Fehler gemacht? Ich gehe zum Auto zurück und fahre unverrichteter Dinge mit einem permanenten Kopfschütteln nebst knurrendem Magen wieder zurück in meinen Kobel. Mein Blick fällt auf den Kalender. Aua, das tut weh, denn ich muss feststellen, dass wir heute nicht Mittwoch, sondern erst Dienstag haben. Dann gibt es eben heute keine Lebens-Schnitte. Geht es jetzt so richtig los?

Nicht vergessen

Ich hatte es gewusst: Mein Christstollen war keine gute Wahl. Da hat sich doch tatsächlich die Hälfte einer Müllerin selbstständig gemacht. Es ist zwar nur einer von den Interimszähnen, aber trotzdem, angenehm ist es gerade nicht. Am Donnerstag geht es weiter.

Zähne_01

Da hätte ich doch fast den Geburtstag von Anna vergessen. 87 Jahre jung wird das rüstige Mädchen, das heute noch sechs Personen mit ihren selbstgebackenen Kuchen verwöhnt. Das soll ihr erst einmal eine Geschlechtsgenossin in diesem Alter nachmachen. Baskenmütze ab!

Annas Geburtstag

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