Verfasst von: Hao | 27. Mai 2015

(K)eine Rückgabe von Beutekunst


Mittwoch, 27. Mai 2015

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Psalm 23,6

Gott, der seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8,32

Als David an den Königshof Sauls kam, soll er gebeten haben, auf einer wunderschönen Harfe spielen zu dürfen, die unbenutzt im Thronraum stand. Der König antwortete, die besten Harfenspieler hätten sich daran versucht, doch die Harfe habe nur furchtbare Missklänge von sich gegeben. Aber David ließ nicht locker. Da der König Saul ihn sehr schätzte, gab er ihm schließlich doch die Erlaubnis, auf der Harfe zu spielen. Als David sein Spiel beendet hatte, weinten alle Leute des Hofes vor Rührung und Bewegung, weil die Musik so wunderbar und hinreißend klang.


Der König fragte David nach seinem Geheimnis. Und David erklärte ihm: „Alle anderen Spieler versuchten, der Harfe ihre eigenen Lieder aufzuzwingen. Doch da weigerte sie sich. Ich spielte auf der Harfe ihr eigenes Lied. Habt ihr gehört, wie sie lachte, als ich sie an die Zeit als junger Baum erinnerte, ihr von den hellen Sonnenstrahlen erzählte, die durch ihre Zweige glitzerten, von den singenden Vögeln in ihren Ästen und den Liebespaaren in ihrem Schatten? Hörtet ihr sie weinen, als ich sie an jenen Tag erinnerte, als sie gefällt wurde und ihr Leben als Baum endete? Aber habt ihr auch gehört, wie sie jubelte, als ich mit ihr sang von der Auferstehung zu einer wunderbaren Harfe, von der hohen Berufung, zu Gottes Ehren und der Menschen Freude zu erklingen?”

David mit der Harfe

Unser Leben gleicht einer solchen Harfe. Wie oft versuchen uns die Spieler ihre Lieder aufzuzwingen? Andere wollen uns benutzen für ihre Lieder von Geld und Macht, Ruhm und Eitelkeit, Leistung und Fortschritt, aber auch von Sinnlosigkeit und Resignation, von Tod und Vergänglichkeit. Dann geben wir nur Misstöne von uns, und unser Leben klingt so schaurig und verstimmt. Gott aber möchte mit uns unser Lied spielen, das Lied von einer großen Sehnsucht nach Liebe und einer tiefen Erfüllung in Jesus.

Jesus

Sie ist da, nun bin ich wieder komplett. Mit anderen Worten: Meine Baskenmütze ist auf dem Kopf ihres rechtmäßigen Besitzers angelangt. In einer kleinen Feierstunde im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Altenheimes Rama in Müden wurde mir aufgrund meiner jahrelangen erfolgreichen Mitarbeit höchstpersönlich durch die hauseigene  Handpuppe mit Namen Dennis mein verlorenes und schon aufgegebenes unbezahlbares Relikt aus vergangenen DDR-Zeiten überreicht. Nein, das war keine Rückgabe von Beutekunst. Jetzt kann ich getrost zum Kirchentag fahren.

Weil das heutige Frühstück bedingt durch die Jahreshauptversammlung ausfallen muss, wird als Ersatz ein Mittagessen beim Griechen angeboten. Mit einem solchen Tausch bin ich natürlich sehr einverstanden.

Dennis2

Es trifft mich wie ein Schlag. Wie konnte ich nur den Tag des Purzelbaums vergessen? Schließlich ist kein Geringerer als mein Mitblogger Theomix vor 6 Jahren auf diese wahnwitzige Idee gekommen, den 27. Mai als Welttag des Purzelbaums zu proklamieren. Der Radiomoderator erinnert mich bereits um 7 Uhr an die „Wichtigkeit“ dieses Tages. Erst heute, eigentlich viel zu spät, liefert der Pfarrer Jörg Wilkesmann-Brandtner auch seine „theologische Begründung“:

Theomix
Es ist nach sechs Jahren an der Zeit, über biblische Bezüge zum Purzelbaum nachzudenken. König David rettete die Bundeslade und führt sie mit Pauken und Trompeten nach Jerusalem. Und dann heißt es Samuel 6,14: “Und David tanzte mit aller Macht vor dem HERRN her und war mit einem leinenen Ephod umgürtet.” Der Ephod ist etwas, was niemand genau kennt. Und der Purzelbaum ist hier nicht ausdrücklich genannt. So korrespondiert eines mit dem anderen: Ein Ding, das niemand genau kennt, wird benutzt bei etwas, was nicht ausdrücklich erwähnt wird. Im nächsten Jahr dann etwas aus dem Neuen Testament.“

Purzelbaum

Wir sehen uns leider immer nur bei Kirchentagen. Wir hatten uns schon so auf ein Treffen in Stuttgart gefreut, doch im letzten Moment sagt er leider ab. Dann müssen wir eben bis 2017 in Wittenberg bzw. Berlin warten.

Seltsame Heilige


Responses

  1. Ja, der theomix….. Ihm habe ich es auch zu verdanken, dass ich deinen Blog entdeckt hab……………..
    Grüße dazwischen
    aus Rheinhessen, das du bald kennenlernst!!!!!!!!!

    Liken


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