Verfasst von: Hao | 11. Juli 2013

Hölle von oben


Donnerstag, 11. Juli 2013

Sie sollen sicher wohnen, und niemand soll sie schrecken. Hesekiel 34,28

Macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Hebräer 12,13

„Lass mich langsamer gehen, Herr. Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stillwerden meiner Seele. Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf die weite Zeit der Ewigkeit. Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages die Ruhe der ewigen Berge. Lass mich langsamer gehen, um eine Blume zu sehen, ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln, ein Kind zu streicheln, ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.

Mohn

Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln durch die sanfte Musik der singenden Wasser, die in meiner Erinnerung lebendig sind. Lass mich die Kraft des Schlafes erkennen, die mich erneuert. Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.  Lass mich langsamer gehen, Herr, und gib mir den Wunsch, meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken, damit ich emporwachse zu meiner wahren Bestimmung!”

Blau

Ich hätte bis zum heutigen Tag nicht geglaubt, dass ich durch ein einziges Geräusch von einer zur anderen Sekunde eine panische Angst bekomme. Doch heute werde ich gegen 11 Uhr eines Besseren belehrt. Ich arbeite wieder nichtsahnend in meinem Garten, da höre ich einen Mordskrach. Ich kann ihn zuerst gar nicht orten, da merke ich, dass er von oben kommen muss. Ich staune nicht schlecht, denn in einem waghalsigen Tiefflug donnert ein Düsenjäger über Gifhorn. Und weil das nicht genug ist, dreht er noch einige Schleifen.

Düsenjäger

Ich kann meine Angst nicht begründen, aber ich war starr vor Schreck. Das ist die pure Hölle von oben. Wann hatte ich das letzte Mal einen Düsenjäger über Gifhorn gesehen? In dieser „Höhe“ noch nie. Ich hab keine Erklärung für meine Angst. Vielleicht war es die Tatsache, dass der ohrenbetäubende Krach ohne Vorwarnung von einer zur anderen Sekunde kam. Schlimmer war es noch bei meiner Nachbarin. Sie stand starr vor Schrecken und zitterte am ganzen Körper, dann fing sie an zu weinen. Plötzlich wurden Erinnerungen der Bombardierung von Peenemünde wach, die sie in den letzten Kriegstagen durchleben musste.

Später erfahre ich, dass heute die Nijmegen-Marschierer in der Stadt sind. Doch den Besuch eines militärischen Aufmarsches in Gifhorn will ich mir nicht antun. Meine 18 Monate reichen mir.

vereidigung
Meine Gartenkraft ist immer noch nicht gebrochen. Und so nehme ich mir heute meinen Pool vor. Und wen entdecke ich dort zu meiner Freude? Entweder ist es Elsa oder Lohengrin. Genau kann ich das nicht sagen, aber eine Kröte ist es zumindest. Doch ich mache nicht noch einmal den Fehler von damals. Vor dem Säubern mit dem Hochdruckreiniger schenke ich meiner kleinen Freundin die Freiheit zurück, indem ich sie im Laubberg absetze. Viel Glück in Deinem neuen Leben.

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Nun ist der Pool auch sauber. Jetzt kann sie kommen, ……

Pool

                                         …… die Sommerzeit.


Responses

  1. Recht schnuckelig…..dein Wohnbereich….mit allem so ;-)

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    • Schließlich muss ich auch in meinem Kobel leben…

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  2. Lass mich langsamer gehen…………
    genau so etwas tut gut nach dieser sehr anstregenden Woche, lass mich langsamer gehen, ich werde es machen und dabei die Natur genießen. Eine Wanderung steht bevor, hoffentlich klappt mein Plan. Ich werde berichten.
    Und Hao mutiert zum Gärtner, jetzt fehlt noch ein Hochbeet mit gesundem Gemüse und Kräutern. Vielleicht noch eine kleine Ecke Frühkartoffeln im nächsten Jahr? Dann solltest du jetzt den Rasen roden und den Boden mit Gründüngung versehen. Aber der Einsatz lohnt sich doch oder? Nimmst du das Schwimmbad auch in Betrieb? Stell mal ein paar Bilder von deinem Erfolgserlebnis ein. Der Mann wächst an seinen Aufgaben.

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    • Alles zu seiner Zeit. Hochbeete werden nur angelegt, wenn Kartoffeln auf Bäumen wachsen…

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  3. die Krötenbilder sind ja toll geworden!!!

    so viel an Arbeit hast Du jetzt investiert
    die „Sommerzeit“ kann nun einziehen bei Dir

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    • Wat mut, dat mut….

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