Verfasst von: Hao | 14. Juni 2013

Wenn Tiere mehr wert sind als Menschen


Freitag, 14. Juni 2013

Du, Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte. Nehemia 9,17

Vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden. Lukas 11,4

Ein Priester ist auf dem Weg, sich von einer Klippe zu stürzen. Unterwegs hält er noch am Haus eines befreundeten Priesters an, um auf Wiedersehen zu sagen. Ihm erzählt er schließlich die Geschichte seines traurigen Lebens: Wie wenig er Gott geliebt und den Menschen gedient hat. Wie er alle Gebote brach und den Leuten zum Ärgernis wurde. Seine Schuld sei zu groß, um noch mit dem Erbarmen Gottes rechnen zu können.
Sein Freund entgegnet ihm: „Aber du weißt doch, die Barmherzigkeit Gottes ist unvorstellbar groß. Er bietet uns immer seine verzeihende Liebe an. Wir brauchen sie nur anzunehmen.“

Selbst hergestellter Rosenkranz
Aber der Priester ist untröstlich: „Mein Herz ist wie ein Eimer voller Risse und Löcher. Sobald Gott seine Vergebung hineingießt, geht sie verloren!“ Da ergreift der Freund seine Hand: „Vielleicht ist dein Herz vergleichbar mit einem Eimer voller Risse und Löcher. Aber wenn er geworfen wird in das Meer der barmherzigen Liebe Gottes, ist es gleich, wieviel Risse darin sind; denn das Meer der Liebe Gottes umschließt dich von innen und außen, von unten und oben und von allen Seiten.“

gottes-liebe

Zugegeben, was Anfang der Woche in Gifhorn passierte, ist wirklich schlimm und kaum zu beschreiben. 3 Personen fesselten ihren Hund und ertränkten ihn. Inzwischen sind die Täter ermittelt und verhaftet (!) worden. Diese Tat ist mit nichts zu rechtfertigen, auch wenn die Straftäter aus der Gifhorner Saufszene kommen, wie ich gehört habe.

HUND

Quelle: Aller Zeitung

Die Wellen über diese scheußliche Tat schlagen hoch, zu hoch. Doch wenn radikale Tierfreunde einmal aufgebracht sind, kennen sie keine Grenzen. So ist jetzt schon unverblümt von einem „schrecklichen Hundemord“ die Rede. Die Tierfreunde aus der Region setzen noch einen drauf und veranstalten am Sonntag „eine Mahnwache und Gedenkmarsch mit Trauerbändchen und Grabkerzen.

Mahnwache Quelle: Aller Zeitung

Rückblende: Vor einigen Jahren hat eine Mutter im Landkreis einer Neugeborenen die Kehle durchgeschnitten und die Leiche in der Nähe eines See verscharrt. Ich kann mich nicht an eine Mahnwache für das ermordete Baby erinnern. Auch nicht über eine Fangprämie über 1000 €. Ein ermordeter Mensch gegen einen ertränkten Hund. In Beileid und Betroffenheit macht der Hund das Rennen. Wie weit sind wir eigentlich schon gekommen? Müssen wir es dem abgedrehten Modezar Glööckner wirklich alles nachmachen? Verrückte Welt. Eine Vergottung der Tiere gab es immer schon. Wie schreibt die deutsche Dichterin Friederike Kempner (1828-1904) : „In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück. All mein Inneres, Krankes, Wundes heilt in seinem Blick.“

Mops


Responses

  1. Als mein Sohn mit knapp drei Jahren von drei Schäferhunden angefallen und lebensgefährlich verletzt wurde, hätte ich mir manchmal mehr Anteilnahme von den Menschen gewünscht. Die Besitzer hatten auf ihrem Grundstück, das an den Kindergarten grenzt, vergessen, das Tor zu schließen . Viele Leute wollten mir noch die Schuld anhängen. Die Richterin aber gab der Mutter keinerlei Schuld bzw. bestand auch keine Verletzung der Aufsichtspflicht. Wie es dem Kind erging, war oft zweitrangig. Die Besitzer der scharfgemachten Hunde haben unser Kind kein einziges Mal im Krankenhaus besucht . Zum Glück und voller Dankbarkeit konnten wir die liebevolle Begleitung der Ärzte und Krankenschwestern bei den vielen OP´s im Klinikum Mannheim erfahren. Ich habe in der Krankenhauskapelle gebetet und Gott hat uns geholfen. Wie durch ein Wunder wurden die über 100 Bissverletzungen und der Kopfschwartenabriss geheilt. Die Narben blieben…

    Auch hatte ich vor zwei Jahren einen Fahrradunfall, weil ein freilaufender Rottweiler, der aus einem Haus ausgebrochen ohne Herrchen, in mein Rad lief, ich stürzte und Verletzungen und einen Schock davontrug……

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    • Danke für den wertvollen Beitrag. Heute zum Thema im Sonntagsblog.

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  2. Ich denke, es ist nicht sinnvoll über die Werte-Rang-Ordnung von Menschen und Tieren zu diskutieren. Menschen und Tiere sind Gottes geliebt Geschöpfe, und wir sind zu liebevollem Umgang mit den uns anvertrauten Lebewesen verpflichtet.

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    • Da bin ich anderer Meinung. Tierschützer, die für einen „Hundemord“ fünf Jahre Gefängnis fordern, haben keine tragbare Werte-Rang-Ordnung.

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      • Ich habe auch nciht gesagt, daß sie richten sollen. Wir aber auch nicht.

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        • Habe ich gerichtet? Ich habe nur die Angelegenheit mal von der anderen Seite gesehen. Du kannst Dir ja nicht vortellen, was hier in Gifhorn für eine Hetzjagd auf die Straftäter veranstaltet wird. Wenn man fordert, dass man die drei Personen auch ertränken sollte, dann sind die „Tierschützer“ Menschenverächter.

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  3. Nun, was ich so höre und lese, wenn irgendwo ein Kind vermißt wird, das geht weit über das hinaus, was du beschreibst…

    und mal ganz ehrlich: eine Mutter, die ihr Kind tötet, muß unter enormem Druck leiden, sonst tut das niemand. Und kommt dafür lebenslänglich hinter Gitter bzw. in die geschlossene Psychiatrie.
    (Und ganz kühl mathematisch: So viele Kinder hat sie nicht zur Verfügung.)
    Tiere kann man sich für grausame Spiele jederzeit „besorgen“, ohne Grenzen. Es ist sogar fraglich, falls die Täter je gefaßt werden, ob ihnen ein Gericht überhaupt ein Tierhaltungsverbot auferlegt – und falls ja, wer kontrolliert es?
    Nicht zu übersehen auch, daß wer sowas mit Säugetieren macht, bald auch Menschen mißhandelt.

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    • Gibt es einen Unterschied zwischen Schächten und Ersäufen?

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      • Ja. Ich habe einmal einen Schochet bei der Arbeit gesehen, da ist das Tier völlig ruhig (muß es auch, ist Vorschrift!), es gibt keinerlei Hektik oder Panik.
        Beim Ersäufen dagegen…

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        • In einer engen Box war es,
          Auf Beton, unstandesgemäß,
          Daß sie die Glühbirne der Welt entdeckte.
          Sie war das Ferkel Nummer vier,
          Drei andre lagen über ihr.
          So ein Gedränge, daß sie fast erstickte!
          Schon nach zwei Wochen Säugakkord
          Kam jemand und nahm Mutter fort,
          Doch noch als die Erinn‘rung schon verblaßt war,
          Fielen manchmal dem jungen Schwein
          Der Mutter Worte wieder ein:
          „Die Würde des Schweins ist unantastbar!“

          Der Kerker wurde ihr Zuhaus‘.
          An einem Fleck tagein, taugaus.
          Und immer im eigenen Dreck rumsitzen.
          Die feine Nase, der Gestank!
          Sie wurde traurig, wurde krank,
          Und als sie sehr krank wurde, gab es Spritzen.
          Sie wurd‘ zum Decken kommandiert, –
          Das hat sie niemals akzeptiert,
          Daß Schweinesein nur Ferkelzucht und Mast war:
          Und wenn man ihren Wille brach,
          Dachte sie dran, die Mutter sprach:
          „Die Würde des Schweins ist unantastbar!“

          Dann fuhr der Viehtransporter vor,
          Man packte sie an Schwanz und Ohr
          Zusammen mit ihren Leidensgenossen.
          Die zitterten und quiekten bang
          Und fuhr‘n und standen stundenlang,
          Viel enger noch als üblich eingeschlossen.
          Das Schwein ist schlau, so ahnt es schon
          Die tragische Situation.
          Sie wußte, daß dies ihre letzte Rast war.
          Sie hat den Schlachthof gleich erkannt,
          Und sie ging ohne Widerstand.
          Die Würde des Schweins ist unantastbar!

          Sie hat den Himmel nie gesehn,
          Durft‘ nie auf einer Weide stehn,
          Hat nie auf trockenem, frischem Stroh gesessen.
          Sie hat sich nie im Schlamm gesuhlt,
          Freudig gepaart und eingekuhlt –
          Wie könnte ich dies Häufchen Elend essen?
          Die Speisekarte in der Hand
          Seh‘ ich über den Tellerrand
          Und kann die Bilder wohl nie vergessen.
          Ich möchte nicht, du armes Schwein,
          An deinem Leid mitschuldig sein,
          Weil ich in diesem Restaurant zu Gast war.
          Und ich bestell‘ von nun an wohl
          Den überback‘nen Blumenkohl.
          Die Würde des Schweins ist unantastbar!

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          • Tja…
            Aber Schweine werden ja nicht geschächtet…

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            • Eben, sondern haben auch einen lebenslangen Leidensweg vor sich, wie das Lied von Reinhard Mey beschreibt. Und das ist mit Sicherheit ebenso schlimm wie das Ersäufen eines Hundes, wobei ich diese Straftat nicht verharmlosen will.

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              • Da hast Du Recht; denn wir haben eine Verantwortung! Für die Menschen, die uns auferlegt sind, aber auch für die Tiere, die wir „genießen“, wie auch immer.

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              • Ob Schwein, Rid, Federvie oder Fisch, Gott schuf sie für uns auf den Tisch.
                All dieses Getier muss vorher geschlachtet weden, das war schon so von Anfang an.
                Hund und Katze gehören nicht dazu.
                Ich mag zwar keine Haustiere, doch ermorden würde ich sie deshalb nicht.

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                • Wenn Du in China lebtest, hättest Du nie den vorletzten Satz geschrieben, sondern Dich über gebratene Hunde und Katzen auf dem Mittagstisch gefreut. Man kann Tiere töten, aber nicht ermorden….

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                  • Was denn füe einen Satz??????????????????
                    Hast wohl wieder nicht richtiog gelesen?????????
                    Da steht ganz klar und deutlich, dass Hund und Katze nicht zur Nahrung dazu gehören.

                    Ich brauche nicht in China zu leben um Hund, Katz und Ratten auf den Teller zu bekommen. Es gab eine Zeit, wo es hier ein Chinesenrestaurant gab, wo das auf den Teller kam. Ich bin in meinem Leben noch nie in einem Chinesischen Lokal gewesen, weil ich das Essen dort grundsätzlich nicht esse, egal was es ist.
                    Übrigens, ich esse nur Deutsche Küche, ich bin doch Deutsch.

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                • Wenn ich meine Bibel aufschlage und im zweiten Kapitel nachlese, was die Menschen essen sollen, dann stehen da alle Früchte der Bäume, aber keine Tiere. Die Tiere sind geschaffen als Gemeinschaft für den Menschen – aber sie konnten ihm nicht genügen.

                  Fleisch und das dazugehörige Töten sind erst nach der Sintflut zur Nahrung gerechnet. Dementsprechend ist es zumindest diskutabel, zu sagen, Tiere wären zum Essen geschaffen.
                  Eine Trennung zwischen Haustier und Nutztier ist ebenfalls in der Bibel nicht gegeben…

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                  • Ach ja, was bedeutet es denn in in 4. Mose, Rinder, Ziegen und Schafe wurden als Oper dargebracht und dann auch verspeist.
                    das Fleisch wurde aufgeteilt, für jeden waren bestimmte Teile vorgeschrieben.
                    Die Sintflut kam viel später.

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                    • Ich weiß nicht welche Bibel Du liest, aber wenn Du das aus Deiner Bibel hast, dann schmeiße sie schnell weg, denn es ist die verkehrte. Immer hübsch die richtige Reihenfolge beachten, das gilt auch für die Ereignisse in der Bibel….

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                    • Atme mal bitte ganz tief und ruhig durch, Christine, und dann schlage die Bibel auf. Ziemlich vorn, im ersten Buch Mose, da steht im 7. Kapitel der Anfang der Sintflut. Und im 9. Kapitel, daß die Menschen zusätzlich zu Obst und Gemüse nun auch Tiere essen.
                      Das ist rund dreihundert Jahre vor Abrahams Geburt, dessen Enkel wiederum Jakob ist, der seinem Sohn Joseph nach Ägypten folgt. Wieder einige Generationen später finden wir Mose.

                      Oder reden wir von verschiedenen Sintfluten? Ich dachte, man spräche jetzt von Jahrhundertfluten, alle elf Jahre? :mrgreen:

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                    • Wo Du recht hast, haste recht…..

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  4. Einem Tier, dass einem vertraut, das Maul zubinden, die Füße zu fesseln und dann zu ersäufen, dazu gehört schon sehr viel „Gewaltpotential“.
    Da gilt auch die Entschuldigung: Überforderung und Alkohol nicht. Man hätte den Hund auch ins Tierheim bringen können.

    Es gibt Studien, die belegen, dass ein Großteil der Gewaltverbrecher mit Tierquälereien angefangen haben. Ist die Hemmschwelle erst mal weg, wird es auch für die Menschen gefährlich, und dies sehe ich bei den Gifhorner Hundemördern.
    Man kann so eine Tat nicht ungestraft lassen!!

    Ich habe mich bisher aus dieser Diskussion rausgehalten, weil ich weiß, dass ich belächelt werde.
    Nun sind wir aber durch dein Posting von dem „Schweinelied“ bei einem Thema, das mich berührt.

    Stimmt, alle, die für ihren Fleisch- und Wurstkonsum die quälende Massentierhaltung, die Lebendtransporte und die Fließbandschlachtungen in Kauf nehmen, sind nicht wirklich berechtigt, die Fahnen bei Mahnwachen für einen toten Hund zu schwingen.

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    • Zur Erinnerung: Das Tier wurde ins Tierheim gebracht, aber das hat da so „randaliert“, dass es die Besitzer nach drei Tagen zurücknehmen mußten.

      Jeder Hund und jede Katze leben von den „Tierabfällen“, ein schreckliches Wort, die in den Schlachthöfen anfallen. Würde man keine Tiere mehr töten, müsste man vegitarische Tiere züchten. Und die wird es nach meinem Wissensstand erst in der Ewigkeit geben.

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      • Ich habe nicht alles verfolgt, so ist mir entgangen, dass der Hund schon im Tierheim untergebracht war.
        Niemals in meiner Zeit der Mitarbeit im Tierschutz haben wir ein Tier an die Besitzer zurückgegeben!!
        Hier kam ja wohl einiges an Unfähigkeit zusammen……

        Wir legen großen Wert auf die Unterscheidung von Mensch und Tier, nicht wahr?

        Mein Hund hat keine Skrupel, seine Nahrung durch Jagd auf Hase oder Reh zu beschaffen. Da er das nicht darf, bin ich gezwungen, auf Abfälle der menschlichen Ernährung aus Schlachtbetrieben zurückzugreifen.
        Aber für MICH kann ich entscheiden, ob ich mich an der „unwürdigen Fleischproduktion“ beteilige oder nicht. Jeder kann dies mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren, ich würde niemand dahin gehend missionieren wollen! Man kann z.B. einem Eskimo nicht vorschreiben, er soll keinen Fisch mehr essen, der würde glatt verhungern.

        In diesem Beitrag geht es aber doch um die brutale Art der Entsorgung eines lästig gewordenen Tieres………

        Zu Christine:
        In unseren Breitengraden werden meines Wissens nach keine Fleischfresser verspeist. Krokodil- oder Hundefleisch ist eine fragwürdige Geschichte für Menschen, die sowieso im Überfluss leben und hat mit notwendiger Ernährung nichts zu tun.

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        • Die Frage bleibt, Tierschützer sowie deren Hunde und Katzen reagieren, wenn die ganze Menschheit kein Fleisch mehr verzehren würde? Dann hätten nicht nur Menschen sondern auch Tiere, wie oben beschrieben, ein Problem, die komplette Weltwirtschaft nicht ausgeschlossen…

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          • Ich habe nicht behauptet, dass es ohne Fleisch auf der Welt zugehen muss!!
            Sondern habe nur für mich persönlich gesprochen.

            Fleischkonsum und Tierschutz sind nicht automatisch konträr!!

            Ich wollte und will, wie gesagt, auch nicht missionieren auf diesem Gebiet, und werde mich hiermit nun auch wieder aus der Diskussion ausklinken.

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        • Das habe ich auch in keinster Weise behauptet, geschweige denn geschrieben. Bevor man mir solches vorwirft, sollte man den Beitrag richtig lesen.
          ich hätte vieleicht eine Zeile zwischen dem Text frei lassen sollen.

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        • Schweine sind Auchfleischfresser…
          Einige Fische, die auf unseren Tischen heimisch sind [sic], sind ebenfalls karnivor, oder muß man sagen piscivor? Und in der Fischwirtschaft zeigt sich das ganze Problem, Karnivoren als Nutztier zu züchten: man braucht immense Mengen tierisches Futter dafür. Ich hab die Zahlen nicht im Kopf, aber mal angenommen, man braucht sieben Kilo Futter je Kilo Schlachtgewicht. Für ein Schwein von 200 Kilo also 1,4t Futter. Für einen Jungbären von 200 Kilo (auch Bären wurden gegessen, als es noch mehr davon gab) also 1,4 Tonnen Fleisch, deren Erzeugung 8,4 Tonnen pflanzliches Futter für die Futtertiere benötigt… 8,4 Tonnen Mais für 200 Kilo Bär.

          Tatsächlich sorgt die Futtergetreide-Produktion für eine gewaltige ökologische Schieflage, denn es wird Mais angebaut in Gegenden, die dafür eigentlich nicht geeignet sind (wie hier im Poitou und den Charentes), die Böden werden mit Dünger verseucht und das Grundwasser entzogen, weil Mais viel Nährstoffe und viel Wasser braucht… und gleichzeitig fehlt Brotgetreide an vielen Stellen der Welt.
          Der Auftrag, die Schöpfung nicht nur zu bebauen, sondern auch zu bewahren, kommt oft zu kurz – weniger Fleischkonsum trägt nicht nur zur persönlichen Gesundheit bei, sondern auch zur Bewahrung der Schöpfung.

          Der Tierschutz hat offenbar fundamental versagt…

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          • Kann Tierschutz funktionieren, wenn die zu beschützenden Tiere nur dann am Leben bleiben können, wenn man dafür Tiere töten muss????

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            • Das ist die Quadratur des Kreises… aber Fressen und Gefressenwerden gehört zum Kreislauf der Natur.
              Ich finde es auch etwas seltsam, daß Zoos keine lebenden Tiere verfüttern dürfen, obwohl es für Löwen, Geparden und Bären eigentlich völlig unnatürlich ist, Aas – also bereits länger tote Tiere – zu fressen.
              Das Tierheim Siegen hat übrigens mal für Schlagzeilen gesorgt, weil sie Hunde und Katzen rein vegetarisch ernährt haben, und ist dafür meiner Erinnerung nach vor Gericht gekommen und wegen Tierquälerei (nicht artgerechte Ernährung) verurteilt worden.

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              • Ob sich die Tiere auch im Paradies gegenseitig aufgefressen haben???

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                • Ich hab irgendwann mal aufgehört, auf jede Frage eine Antwort zu haben. Mach mich nicht schwach! ;)

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                  • Das müsste aber auch für Nachfragen oder Ähnliches gelten….

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                    • Ich verstehe diese Antwort nicht.

                      Aber zu Fragen, wie es im Paradies aussieht, oder ob Engel männlich oder weiblich sind, muß ich keine Antwort haben, das entzieht sich schlicht meiner Kenntnis – und sollte ich es eines Tages erfahren, werde ich vermutlich nicht mehr antworten können.
                      Es ist hypothetisch, über die Tiere im Paradies zu philosophieren, weil die Bibel darüber nichts weiter sagt. Sie sagt aber sowohl im ersten als auch im zweiten Schöpfungstext, daß der Mensch sich pflanzlich ernähren solle. Und das wird erst nach der Sintflut geändert.
                      Außerdem: wir leben nicht im Paradies, und wir können hier auch keine paradiesischen Zustände herstellen – das würde ich sogar als sündhaft bezeichnen, weil es bedeuten würde, aus eigener Kraft selig zu werden. Insofern können wir die Ernährung der uns anvertrauten Kreatur getrost dem nachempfinden, was sie an ihrem Platz der Schöpfung, wie wir sie kennen, verzehren würde.

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                    • Außerdem: wir leben nicht im Paradies, und wir können hier auch keine paradiesischen Zustände herstellen – das würde ich sogar als sündhaft bezeichnen, weil es bedeuten würde, aus eigener Kraft selig zu werden. Der Satz ist sehr interessant und bedenkenswert. Wenn wir die Seligpreisungen erfüllen würden, wäre das Paradies da. Dann stimmt Dein Satz aber nicht mehr.

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                    • Die Seligpreisungen stehen an den entscheidenden Stellen mit einer Zukunftsverheißung: „sie werden Gott schauen“, beispielsweise. Das heißt, diese Seligen sind nicht sofort im Paradies, wo Gott abends spazierengeht und sich mit ihnen unterhält, sondern das ist ihnen verheißen. Für später. Oder woanders. Oder beides.
                      Sowieso: aus eigener Kraft können wir das ohnehin nicht erfüllen, also auch nicht aus eigener Kraft selig werden, und in den Seligpreisungen steht nix von vegetarischen Katern. :mrgreen:

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