Verfasst von: Hao | 24. März 2013

Erben gesucht


Sonntag, 24. März 2013

Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden. Psalm 16,6

Was ihr auch tut, tut es mit Leib und Seele, so als wäre es für den Herrn und nicht für Menschen, im Wissen, dass ihr dafür vom Herrn das Erbe empfangen werdet. Dient Christus, dem Herrn! Kolosser 3,23-24

Der bekannte Naturforscher Isaac Newton hat einmal gesagt: „Wir müssen das Evangelium nicht lesen, wie ein Notar ein Testament liest, sondern so, wie es der rechtmäßige Erbe liest!” Der Notar liest ein Testament, das eröffnet wird, verständlicherweise mit juristischem Sachverstand, mit prüfenden Augen, aber ohne Herz. Der Notar nimmt jeden Satz, jeden Ausdruck unter die Lupe und untersucht, ob die Verfügung juristisch einwandfrei oder anfechtbar ist. Er muss das Testament kritisch lesen und fragen, wie es gemeint ist und zu vollstrecken geht.

Plastik Landgericht Braunschweig

Viele Menschen lesen so ihre Bibel, kalt und kritisch, suchen nach Widersprüchen und Ungereimtheiten. Da bleibt man unbeteiligt und ohne Freude und Gewinn. Wie anders liest der Erbe das Testament. Er sagt sich bei jedem Satz voller Freude und Jubel: „Das ist für mich, das ist alles für mich! Welch ein Geschenk!” Gott hat uns seinen letzten Willen in der Bibel mitgeteilt. Seine beiden Testamente, das Alte und das Neue Testament, gelten uns. Jesus hat seinen letzten Willen ebenfalls in Worte gekleidet und uns hinterlassen: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, auf dass sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegründet ward.”

Wachet und betet

Der letzte Wille Jesu meint uns, wir sind die lachenden Erben seiner Liebe und seines Lebenswerkes in Kreuz und Auferstehung. Da kommt Freude auf, und Dankbarkeit breitet sich aus: „Das ist alles für uns, welch ein Geschenk!” Als Gotteskinder lesen wir das Testament unseres Vaters ganz anders. Denn: „Sind wir Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi.“

Taufweihfest Geltow

Das muss doch nun wirklich nicht sein. Da schaffe ich mit Anstand und Würde den Weg zur (frühzeitigen) Pensionierung, beginne mich über mein Rentnerdasein zu freuen…. Und dann kommt wieder eine solche Nacht, die mir ein schlechtes Gewissen bereiten will. Da habe ich doch im Nachbardorf vor einigen Wochen einen Arbeitsvertrag unterschrieben und kann mich doch tatsächlich nicht mehr daran erinnern. Heute nun werde ich gefragt, was ich in dieser Zeit gemacht habe. Jetzt muss ich mir was einfallen lassen. Bei solchen Situationen geht das bei mir immer sehr schnell. Als autarker Mann brauche ich keine unberechtigten Vorhaltungen mehr. Weil ich mir das nicht antun will, entschließe ich mich aus diesem Albtraum auszusteigen. Gesagt getan… Trotzdem ärgere ich mich über den Vorgang und hätte mir lieber etwas anderes gewünscht.

Einsegnung 1982

Kein Traum ist der Besuch eines Gottesdienstes in der SELK. Lange nicht mehr eine so gut strukturierte Predigt gehört, kein Vertällchen von uralten Erlebnissen, mit denen sich der Prediger nur selbst rühmt, auch wenn er es nie zugeben würde. Der Rahmen ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür haben sie den Heimvorteil. Ein guter Bekannter, der dort eine leitende Funktion hat, ist mein Einlader.

SELk

Und weil wir uns so gut verstehen, werde ich anschließend zu einem Besuch eines renommierten Fischrestaurants eingeladen. Zum ersten Mal in meinem Leben probiere ich Aal, mit dem ich mich aber nicht sonderlich anfreunde. Aber nach dem Motto „Wat der Buer nicht kennt…..“ bleibe ich am Ende doch bei einem viermotorigen Jägerschnitzel hängen. Der lange Mittagsschlaf gibt mir sogar noch am Abend recht. Und das will schon was heißen.

Essen

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Responses

  1. „Als autarker Mann brauche ich kein unberechtigten Vorhaltungen mehr.“
    Aber Hao,
    Du bist doch nicht autark! Wie kommst Du denn auf sowas???
    Ein lieber Gruß
    von Gaby.

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    • Wenn ich Deinen Kommentar lese, muss ich fast davon ausgehen, dass Du die Bedeutung des Wortes „autark“ nicht kennst….

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      • Deine Erklärung tut fast etwas weh und beschreibt absolut das Gegenteil.

        In „Autark“ steckt der griechische Begriff „autos“ = selbst und eigen. (Auto, das selbst fährt)

        Das Adjektiv autark bedeutet selbstgenügsam und findet sich in der Philosophie der Stoa; heißt von der Umgebung unabhängig, sich selbst versorgend, auf niemanden angewiesen sein. Der Begriff wird vor allem in der Biologie, der Informatik, der Ökologie und der Politik verwendet.

        Als Autarkiepolitik bezeichnet man das Streben einer Nation nach weitestgehender Selbstversorgung, damit sie unabhängig sein und bleiben kann. Vollständige Autarkie ist nicht gänzlich zu erreichen, dennoch ist das Streben nach Autarkie in der Geschichte häufig zu finden, u. a. ist es ein Grundanliegen von Nationalisten.

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  2. Autark heißt verrückt, nicht ganz dicht, geistlg behindert.

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  3. „Deine Erklärung tut fast etwas weh und beschreibt absolut das Gegenteil.

    In “Autark” steckt der griechische Begriff “autos” = selbst und eigen. (Auto, das selbst fährt)

    Hallo Hao,
    es tut mir leid und ich wollte Dir nicht wehtun. Den Begriff habe ich wohl mit etwas anderem verwechselt. Sorry.
    Einen schönen Wochenanfang für Dich mit
    einem lieben Gruß
    von Gaby.

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    • Och, das ist doch kein Problem. Wenn man einen Menschen im Wald einfach stehen lassen würde, wäre das doch vieeeeeeel schlimmer, gell?

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  4. Darf ich mich einmischen: Autismus: griech: autos: für sich lebend: Kontaktstörung mit Rückzug auf die eigenen Vorstellungen, Gedankenwelt u. Isolation, Vorkommen u.a.: Schizophrenie, Neurosen oder Psychopathien,
    Autark: unabhängig sein von etwas, z.B. Ehemann (hahaha)
    auto: Autodidakt, Autogramm Autohypnose, Autobiografie usw.

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  5. „Och, das ist doch kein Problem. Wenn man einen Menschen im Wald einfach stehen lassen würde, wäre das doch vieeeeeeel schlimmer, gell?“
    Ach Hao,
    Klasse! Ich muss jetzt echt ein bisschen lachen… :-) Und nur wir beide wissen, was damit gemeint war, nicht wahr?

    Gaby

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  6. Das waren Zeiten, als Pfarrer im Talar die Straße langgingen… und der bärtige trägt noch dazu einen Vatermörder-Kragen, den er eigentlich schon von seinem Großvater geerbt haben müßte.

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    • Ist noch gar nicht so lange her: 1983. Waren doch nur 200 Meter….

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      • Das sind nur 30 Jahre. Vor 30 Jahren schrieb man mit dem Füllhalter oder der Schreibmaschine, sendete Telex (falls man so ein Gerät hatte… Fax gabs auch noch nicht) und wartete eine halbe Stunde, um für ein Telefongespräch vom Sauerland nach Holstein eine freie Leitung zu kriegen. Kam das Gespräch zustande, kostete es ein Vermögen. Telefone hatten ein Kabel, das in der Wand verschraubt war. Die meisten Leute wußten nicht, was ein Katalysator ist, und hatten noch nie von AIDS gehört. Benzin kostete eine Mark 30.
        Vor 30 Jahren gab es Gute und Böse, aber die Bösen erkannte man nicht am Bart, sondern am Stern.
        Vor 30 Jahren begann die „Ära Kohl“, aber das sagte damals noch keiner. Und die Renten waren sicher.
        Vor 30 Jahren gab es soziale Marktwirtschaft.
        Und so weiter…

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        • Ich bin immer zur Post gegangen. Da konnte ich bis zum Abwinken kostenlos telefonieren. Mein Vater war Postbeamter….

          Und die alten Nummernschilder sowie Enten…… Was meinste, wenn ich erst mal in die 50er gehe. Da kannte ich nicht einmal einen Kugelschreiber. Aber eins hat es schon damals gegeben. Hat sich auch nicht verändert: Die Gnade Gottes….

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          • Ich habe die Fünfziger nicht gekannt (1983 kam ich in die fünfte Klasse), aber ich glaube, von 1953 bis 1983 hat sich unsere Welt weit weniger verändert als von 1983 bis 2013.

            Und dem Schlußsatz kann ich natürlich nur zustimmen – obwohl: ist sie nicht jeden Morgen neu? ;)

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            • Ich kenne etwas Deine Vita… Kann man überhaupt einen Vergleich anstellen????? Frische Ware und das immer und zu jeder Zeit. Welch ein Service….

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              • Das ist eine Frage des Lebensstandards – und die Frischware von heute ist oft so frisch auch nicht, geschmackvoller waren wahrscheinlich die Gemüse auf dem Markt in den Fünfzigern.
                Der technische Fortschritt dagegen, der geht immer schneller. Eins meiner Gemeindeglieder wurde im Schein der Petroleumlampe geboren, weil es noch keine Elektrizität gab, er hat die ersten (Röhren-)Radiogeräte im Schaufenster gesehen, während im Ingenieurstudium die Dampfmaschine gelehrt wurde – und heute skypt er mit seiner Urenkelin in Kanada.
                Vor 15 Jahren hatte kaum jemand Internet, heute hat kaum jemand kein Internet. Vor 10 Jahren war ich einer der wenigen, die ein Handy hatten, heute wächst es den Grundschülern schon am Ohr fest. Vor 20 Jahren gabs für uns noch kein Al-Kaida, da zerbrach die UdSSR. Der Mauerfall ist noch keine 25 Jahre her, aber viele wissen heute gar nicht mehr, was das bedeutet.
                Hao, du und ich, wir sind beide Fossile. ;)

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                • Ich will mich nicht groß und Dich nicht klein machen: Aber das muss ich schon sagen: Wenn einer ein Fossil ist, dann mit Sicherheit nicht der „Sohn“, sondern der „Vater“. In Deinem Alter biste doch kein Fossil? Das lass ich so nicht stehen…..

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                  • Alles eine Frage der Perspektive.

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                    • …verbunden mit Alter und Erfahrung….

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