Verfasst von: Hao | 2. Mai 2012

Kuh-surfen


Mittwoch, 2. Mai 2012

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen. Psalm 16,8

Darum setzen wir unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen. 2.Korinther 5,9

Nee, mein alter David, den Satz nehme ich Dir in dieser Form nicht ab. Als Bibelleser kenne ich Dich ein bisschen näher. Und von daher kenne ich Deine dunklen Flecken auf Deiner hier präsentierten weißen Weste. Gott allezeit vor Augen? Ein frommes Wunschdenken eines Spanners mit schlimmen Folgen?  Kannst Du wirklich einen solch steilen Satz sagen? Galt der auch, als Du auf dem Dach Deines Hauses Dinge sahst, die einem Menschen das Leben kosteten? Wohl kaum.
Nein, ich urteile nicht, ich sehe nur die Realitäten, auch bei mir.

Zu Elias Schrenk, dem ersten deutschen Evangelisten kommt eines Tages ein Mann aus der Gemeinde und beichtet ihm ungeheure Dinge. Logisch, danach hat er vor der Strafpredigt, die er von Elias Schrenk erwartet, große Angst. Doch es kommt nichts. Statt dessen nimmt der Weise den reuigen Sünder still in den Arm und sagt nur: „So sind wir Menschen.“ Und trotzdem stehen wir unter Gottes Segen. Jetzt haben wir noch „fromme Wünsche“, vor denen wir immer kapitulieren. Sind wir aber beim Herrn, kommen wir vom Glauben zum Schauen, vom Wünschen zum Erleben. So sind wir Menschen…

So sind wir Menschen. Dass ich heute mit letzter Kraft auch diesen Satz sagen muss, hätte ich am Morgen in meiner Stillen Zeit auch nicht gedacht.

Ein Anruf überrascht mich. Jemand will mit mir sprechen. Reden ist immer gut, denke ich. Doch nach rund 8 Minuten legt die Gegenseite ohne einen Gruß kommentarlos auf, nachdem mir unmissverständlich klar gemacht wurde, dass nur ich allein mich entschuldigen müsse. Wenn Entschuldigung zum Fremdwort wird, muss man auflegen…

Es gibt bis jetzt nur zwei Menschen, denen die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, mich an meiner Achillesferse getroffen zu haben. Beide frommen Personen standen mir sehr nah. Und von beiden dachte ich, dass sie ein Minimun an Telefonkultur gehabt hätten. Fehlanzeige.

Und wenn ich auf diesen Schock hin schon aus freien Stücken eine Runde um den See machen muss, dann sagt das etwas über meine Betroffenheit und Erregung aus.

So sind wir Menschen…. Doch auch diese Erfahrung bringt mich weiter als ich mir jetzt vorzustellen vermag.

Manche Träume steckste nicht so einfach weg. Böse und angriffslustig sehen sie aus, die Kühe, die mich auf der Wiese angreifen. Sie nehmen mich auf die nicht vorhandenen Hörner und bringen mich ans Ziel. Angenehm, denke ich, dann brauche ich wenigstens nicht zu laufen. Doch statt mich dort abzusetzen, drehen sie um und schleppen mich genau in die entgegengesetzte Richtung, also weit hinter der Stelle, an der sie mich „aufgespießt“ hatten. Und dann geht das Spiel wieder von vorn los. Ich marschiere los, die Kühe kommen wieder angerannt. Zuerst das Ziel, dann der Ausgangspunkt. Und da es auf Dauer langweilig wird, mache ich nach einigen „Runden“ die Augen auf, denn ich stehe nicht auf Bewegung mit Rückschritt. Außerdem halte ich nichts von Kuhsurfen.



Responses

  1. Das Fest wird kommen. Spätestens im Reich Gottes. Ein Vorgeschmack soll aber sein, so will es Christus. Basta. ;)
    Und deshalb wird auch ein Sinn aus dem Hin- und Hergeschiebe kommen. Wird er schon zeigen. Kühe im Traum sind biblisch. Stehen sie vielleicht für die „stärkere Kraft“, die an dir zerrt und dir die Richtung noch vorenthält? Wenn ja, dann: „noch!“

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    • Wir sind eben Wartende….

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  2. Hao, diesem bärigen Affen möchte ich heute aber nicht begegnen , der macht mir Angst , da hoppel ich schnell wieder weg
    Kuhsurfen ist auch nicht mein Ding
    Sachen gibt´s , die man einfach nicht fassen kann

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  3. hao ist manchmal auf hohem, dann wieder auf niedrigen Nieveau.

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    • Prollen kann man auf jedem Niveau, aber nie auf einem Ni(e)veau…. Ein kleiner, aber feiner Unterschied….

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  4. Meine Traumdeutung:
    Die Kühe stehen für die vor Dir liegenden Jahre (wie in der Bibel). Sie wirken auf Dich böse und bedrohlich.
    Sie sollen Dich ans (Lebens-)Ziel bringen, tragen Dich aber immer wieder in die Vergangenheit, zurück in die unbeschwerte Kindheit, in die unbekümmerte Jugend.
    Der Traum ist die Aufforderung, Deine Kindheit und Jugend loszulassen und Dich dem jetzigen Leben, mit allen Herausforderungen zuzuwenden.

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  5. Wer glaubt denn so was??????????

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    • Menschen, die glauben, dass sie glauben, dass das, was sie glauben, glaubhaft ist, aber nachher durch ihren Glauben selbst nicht mehr glauben, was sie glauben bzw. glauben sollen. Das kannste mir ruhig glauben…

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      • BOAH !!!!
        ich glaube, da muss ich gleich mal nachschauen, was ich glaube, geträumt zu haben und noch nicht glaubhaft glauben kann . ……. was Träume alles verraten , ich glaub´s nicht …..
        Ich glaube , das wäre ein Thema für einen neuen Blog , glaubst Du mir das ???

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        • Nicht immer wird das, was man mal glaubt oder meint zu glauben, um anderen Menschen glaubhaft zu machen, auch geglaubt. Ich glaube solche Dinge nicht, manche „Un“gläubigkeit bringt einen im Glauben weiter als an etwas zu glauben, was man glauben möchte, weil es einem vielleicht glaubwürdig erscheint. Doch mancher Glaube entpuppt sich als Irrglaube, weil Glaube und Realität oft durcheinandergeworfen wird. Glaube und Realität liegen oft weit auseinander.

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  6. Sorry, aber ich kann mir das jetzt nicht verkneifen:

    Ich glaube: Hier muht es nicht, sondern es piept!!

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    • An welcher Stellen denn? Würde mich interessieren….. Und sicherlich die Leser auch.

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      • vielleicht liegt hier eine Verwechslung mit dem Piepsen der Vögel in Deinem Garten vor. Der Beitrag von vorgestern….
        die Tierwelt ist reich vertreten in deinem Blog , lieber Hao !

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  7. Na ja, bei an den Haaren herbeigezogenen Traumdeutungsversuchen stellen sich mir eben diese auf!!

    Nicht das Piepsen aus dem Blog von vorgestern, sondern die Runde um den See von gestern mag für Deinen Traum verantwortlich sein:
    Möglicherweise haben Dich auch nur die Bullen vom „streitsüchtigen Bauer Friese“ erschreckt, schließlich muss man ihretwegen einen größeren Umweg machen……

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    • Da könntest Du recht haben. An Friese hatte ich gar nicht mehr gedacht. Danke für den Hinweis…. Den hatte ich auch gesehen… Er war wieder am graben… Gifhorn ist und bleibt ein heißes Pflaster…

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      • Der Film ist köstlich!!!
        Hast Du mich bis Gifhorn lachen hören???

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        • Meinst Du den ersten oder den zweiten Film???? hihihih

          Bitte noch einmal lachen, ich hatte hier gerade Bach gehört…

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          • Dann dreh die Musik jetzt leiser, ich gucke das Filmchen noch mal.

            Für heute Nacht wünsche ich Dir weniger „bullige“ Träume…..

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            • Meine Träume kann ich nicht steuern…

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  8. Welch eine Glauberei, das ist mir zu viel des Guten.
    Da bleibe ich doch bei meinem Glauben, der da lautet:
    „Ich glaube an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.“
    Da bin ich meiner Meinung nach mit dem Glauben an der richtigen Stelle.

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    • Ja, wenn Du nicht von surfenden Kühen träumst….

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  9. Kühe, die surfen
    und Affen, die lachen,
    wollen uns doch nicht
    zum Narren machen.
    Trotz allem Lamentieren
    läuft es rund beim
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  10. „Es gibt bis jetzt nur zwei Menschen, denen die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, mich an meiner Achillesferse getroffen zu haben. Beide frommen Personen standen mir sehr nah. Und von beiden dachte ich, dass sie ein Minimun an Telefonkultur gehabt hätten. Fehlanzeige.“
    Hallo Hao, prima, dann kann ich das nicht gewesen sein :-), denn ich bin nicht fromm, wie Du weißt. Mach Dir nichts draus, vergiss es einfach. So sind manchmal die Menschen, geht jedem mal so, dass man von Menschen verletzt wird, ohne etwas getan zu haben. Lieber Gruß von Gaby.

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    • Das wuerdest Du nie tun….. Manchmal hat das ‚Unfromme‘ auch Vorteile…… Hihihi

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  11. „Das wuerdest Du nie tun….. Manchmal hat das ‘Unfromme’ auch Vorteile…… Hihihi“
    Hallo Hao, na sage ich doch. Es ist auch nicht ausschlaggebend, ob ein Mensch fromm ist oder nicht, sondern einfach nur sein Charakter. Einen lieben Samstagabend-Gruß von Gaby.

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    • Na, dem vermag ich nicht zuzustimmen, aber auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Magenschmerzen bei Frommen mit einem „fiesen“ Charakter….

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