Verfasst von: Hao | 8. März 2012

Kopf ab zum Gebet!


Donnerstag, 8. März 2012

Meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder. Jesaja 59,21

Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit. Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündigt ist. 1.Petrus 1,24-25

Bleibe bei uns, Herr,
denn es will Abend werden,
und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns und bei allen Menschen.
Bleibe bei uns am Abend des Tages,
am Abend des Lebens, am Abend der Welt.

Bleibe bei uns mit deiner Gnade und Güte,
mit deinem Wort und Sakrament,
mit deinem Trost und Segen.
Bleibe bei uns, wenn über uns kommt
die Nacht der Trübsal und Angst,
die Nacht des Zweifels und der Anfechtung,
die Nacht des bitteren Todes.

Bleibe bei uns und bei allen deinen Kindern in Zeit und Ewigkeit.

Als wenn wir hier im Laubberg nicht genug Erde hätten. Haben wir offensichtlich nicht, denn heute muss ich wieder mit meiner Anna in den Baumarkt fahren, um drei Sack von dem Dreck zu holen. Jetzt weiß ich auch, warum ihr Grundstück immer höher und meines immer kleiner wird. Jammer, Jammer… Aber durch diese Aktion „verdiene“ ich mir einen viermotorigen steifen Griespudding mit Rosinen und Erdbeeren. Genau richtig für nächste Woche, wenn ich die ersten Essversuche mit meinen neuen Zähnen machen muss.

Eine Beerdigung ist angesagt. Nicht viele waren gekommen, um sich von der Frau eines Mitgliedes zu verabschieden. Ich habe die Verstorbene, die schon jahrelang krank war, persönlich nicht gekannt. Dafür aber ihren Mann, der mich immer in die Arme nahm, wenn wir uns sahen. So auch heute. „Danke mein Freund, dass Du gekommen bist.“ Manchmal braucht es keine großen Gesten und Worte, um das auszudrücken, was in diesem Moment notwendig ist.

Da stehen sie und beten. „Kopf ab zum Gebet!“  Die Soldaten gehorchen. Was bleibt ihnen denn anders übrig? Beten auf Befehl. Wenn das der Mystiker vom Niederrhein geahnt hätte. Gerhard, was haben sie nur mit Deinen Worten gemacht? Während Menschen auf der Straße protestieren, erklingt im Garten von Schloss Bellevue der Zapfenstreich.

Da stürzen sich alle auf Ludwig van Beethovens bzw. Schillers „Ode an die Freude“, reichlich verziert mit entsprechenden Götterfunken. “Brüder, überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen!” Doch genaues weiß man bekanntlich nicht. Und damit die hohen Herren auch wieder Bodenhaftung bekommen, berührt sich dann auch noch Himmel und Erde, nachdem noch der Regenbogen in Form des Liedes „Over the Rainbow“ erklingt. Eine äußerst fragwürdige Zusammenstellung, die Herr Wulff für seinen Abgang in den Ehrensold der Öffentlichkeit präsentiert. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Für mich allerdings stoßen sie sich ab.

Werbeanzeigen

Responses

  1. Es heißt aber doch wohl „Helm ab“, nicht Kopf ab – oder hätte sich das inzwischen geändert?

    Liken

    • Bei einem Schuss Sarkasmus, der mir nun einmal nahe liegt, muss man eben den Kopf abnehmen.

      Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: