Verfasst von: Hao | 30. Juli 2011

Vater des Lichts


Samstag, 30. Juli 2011

Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 1.Mose 1,3

Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts. Jakobus 1,17

Kein Wunder, dass ich bei dieser Losung an mein Lichterlebnis von Münnerstadt denken muss. Da freute ich mich auf einen echten Riemenschneideraltar, stand dann nach einigem Suchen vor ihm und schaute auf ein rund 15 Meter entferntes dunkles Etwas. Das soll es nun gewesen sein? Hätte ich mir sparen können, wenn ich nicht durch die Hilfe einer ortskundigen Frau auf den Beleuchtungsautomat hingewiesen worden wäre. Und dann geschah das Wunder. Von einer zur anderen Sekunde, entfaltete das Kunstwerk seine Schönheit und Filigranität, weil das Licht die Wende brachte.


Was ist schon ein Kunstwerk ohne Licht? Kirchenfenster sind ohne Licht nichts, ein Leuchtturm ohne Licht ist eine böse Falle und das Autofahren in der Nacht ohne Licht ist tötlich. Ohne Licht geht nichts, selbst in der Dunkelkammer ist es notwendig.


Gott ist der Vater des Lichts. Eine schöne Bezeichnung, die ich in meinem Leben nicht allzu oft gehört habe. „Es werde Licht“. Es ist die erste Aussage, die in der Bibel gesprochen wird. Gott legt einfach den Schalter um und schon wird es hell.

Ich kann es in meinem Kobel auch. Die Menschen könnten theoretisch auch ganze Erdteile erhellen und unabhängig vom Tages- und Nachtgeschehen machen. Aber es ist nicht das Schöpfungslicht Gottes, es ist auch nicht das Licht, was den Menschen erleuchten kann, auch wenn man sich „Lichtarbeiter“ nennt, aber in Wirklichkeit doch nur Dunkelheit verbreitet.


Ein Christ, aus dem die Liebe Jesu nicht herausleuchtet, steht im Weg und hindert noch dazu. Viele Menschen, die für andere ein helles Licht waren, hatten in ihrer eigenen Seele oft viel mit Dunkelheit und Anfechtung zu kämpfen. Kierkegaard zum Beispiel, der für viele Menschen zum Segen geworden ist, hat zeitlebens mit Schwermut und Depressionen zu tun gehabt. Große Leute Gottes, die viel Segen wirken konnten, waren oft tief angefochten und innerlich bedrängt und belastet. Das Licht des Glaubens geht in die Weite und hilft vielen Menschen. Und am Fuß ist es manchmal, wie auch bei einem Leuchtturm, ganz dunkel. Eine Spannung, die zu denken gibt und trösten kann.


Es regnet sich ein. Keine guten Aussichten für den heutigen Tag. Ich hatte mir so einiges vorgenommen, doch bei knapp 17 Grad und Sprühregen möchte man am liebsten den ganzen Tag verschlafen. So fummele ich ausgiebig in meiner Technikkiste, ordne und probiere aus, wissend, dass mich keiner stört.


Am Nachmittag regnet es weiter, so dass ich den geplanten Besuch des Stadtfestes in Bischhofsheim verschiebe. Ich bleibe in meinem Gastkobel und warte auf trockeneres und wärmeres Wetter. Hätte ich jetzt nur drei Wochen Urlaub, so würde ich mich richtig ärgern. Aber bei 52 Wochen im Jahr kann, darf und muss ich wohl etwas großzügiger sein, gell? Vielleicht sollte ich noch einen 400-Euro-Job annehmen. Kapazitäten hab ich nicht nur heute frei. Vielleicht sollte ich es mal mit einer Tierverwahrungsstelle versuchen.


Responses

  1. Losung und Lehrtext passen nicht!

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