Verfasst von: Hao | 23. September 2010

Heute, heute, nicht mehr morgen…


Donnerstag, 23. September 2010

Er hat für die Übeltäter gebeten. Jesaja 53,12

Als sie an die Stätte kamen, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Lukas 23,33-34

Welch ein Ausspruch: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Diesem Satz kann man nun wirklich nichts hinzufügen. Da ist kein Beleidigtsein, kein Zorn, kein Schrei auf Wiedergutmachung, kein Rachefeldzug, keine Schmollecke bei Jesus: Nichts. Wirklich nichts. Nein, alles, wirklich alles hat ER gegeben. „Vergib ihnen“. Hier gibt es keine Einschränkungen, keine „Vergib ihnen ein wenig“. Nein, radikal ohne „Wenn und aber“. Die Frage, die offen bleibt: Hat Gott den Mördern seines Sohnes wirklich vergeben? Und überhaupt: Darf ich überhaupt eine solche Frage stellen? Bekomme ich je eine verbindliche Antwort darauf?

„Denn sie wissen nicht, was sie tun“. Knipsen wir abends nicht auch oft das Licht aus und denken: „Herr vergib ihnen?“ Oder finden wir uns oft in der Situation, in der wir neue Pläne schmieden, um dem anderen zu zeigen, was Sache ist? Vielleicht kapieren wir aber auch, dass wir das Gebet Jesu nur nachsprechen können, wenn wir das beten, was der Herr nicht brauche: „Jesus, vergib mir.“ Ich bin mir sicher, dass der Rest dann automatisch kommt.

Heute Nacht jedenfalls kam der Rest nicht. Bis heute morgen wusste ich nicht, dass ich auch einen Sattelschlepper fahren kann. Fragt sich nur wie. Kanada habe ich mir für meinen Ausflug rausgesucht. Ich am Steuer, ein Aufleger, auf dem viele Personen sitzen. Und dann fing der Horror an. Plötzlich ist der Anhänger nicht mehr da. Auch ein verzweifeltes Suchen bringt nichts. Was soll ich machen? Ich ziehe die Notbremse und wache auf und lerne wieder neu, dass Aufwachen immer etwas bringt, auch wenn es noch nicht Aufstehzeit ist.

13.30 Uhr: Nach Mittag gehen mir alle Ausreden aus, um dringend anstehende Gartenarbeiten zu erledigen. Die Büroarbeit ist getan, der erste Tag im Herbst 2010 zeigt sich von der besten Seite: Jetzt hat die lange Bank, die bekanntlich des Teufels liebstes Möbelstück ist, ausgedient. Es hilft nichts, ich muss in den Garten, auch wenn meine liebe Christine scheinbar eine andere Meinung hat. Basta!

Nach zwei Stunden bin ziemlich groggi, denn was sich so inzwischen im Vorgarten angesammelt hatte, war schon allerhand an Grünzeug, was nicht dahin gehört.

Ich merke, dass ich nicht mehr die alten Kräfte habe, denn ich brauche für weniger Arbeit mehr Zeit. So schaffe ich noch nicht einmal mein übliches Pensum. Ich muss aber auch zugeben, dass ich mir zwischendurch immer wieder einen Tuttel halte.

Elke ist auch wieder dabei. 80 Stunden Hao-Material hat sie nun schon. Ab der nächsten Woche soll geschnitten werden.

Pause mache ich mit meinen beiden Nachbarinnen auf der Rentnerbank. So kann ich es aushalten. Zwischen den drei Schönheiten liegen je 10 Jahre. Deshalb verstehen wir uns auch so gut.

Beim Drehen auf meinem Flachdach entdecke ich den Grund, warum es kürzlich bei mir reingerechnet hat. Eine Pfanne ist durchgebrochen und runtergefallen. So klafft ein großes Loch im Dach, was umgehend abgedichtet werden muss.

Meine Nachbarin gegenüber ist so freundlich und schenkt mir drei Pfannen, die sie nicht mehr braucht. So werde ich mir morgen aufs Dach steigen, um das Loch zu schließen.

Der Abend gehört seit Monaten mal wieder dem TV. Indiana Jones läuft. Ich hab den Film schon zigmal gesehen, aber er fasziniert mich so, dass ich ihn mir noch einmal ansehe. Es gibt eben Dinge, bei denen bekommt der Hao die Augen nicht voll genug.

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Responses

  1. Las grad hier noch einmal die heutige Losung und staune:
    wie passend für die kommende Nacht,in der in den USA eine Frau hingerichtet wird.
    Mich macht dieser Machtmissbrauch von Menschen so traurig.Ich mag gar nicht schlafen gehen.Würde lieber eine Kerze anzünden und betend begleiten.
    Doch wir leben unser Leben weiter,einfach weiter..

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  2. hahahahahahahahaha…

    den garten haste doch heut nur schnell gemacht weil ich das gestern geschrieben hab.

    Ich erinnere mich auch noch gut an Deinen Blogtext mit dem Wassereinbruch. Auch an meinen Kommentar darauf, wo ich schrieb das da was defekt ist am Dach und Du super Boy hast es abgelehnt und nicht war haben wollen.
    Jetzt kommt es raus, dass Christine doch recht hatte. Ich lach mich schief. hahahahahahah

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  3. Und hast auch noch schnell den Weg von roten auf graue Steine umgepflastert, toll.

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    • Ja,. das wird wohl so gewesen sein, obwohl…. Es wird so gewesen sein, denn sonst hätte ich heute keine Rückenschmerzen.

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