Verfasst von: Hao | 31. August 2010

Nur die Liebe erlöst


Dienstag, 31. August 2010

Er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. Jesaja 53,8

Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 1.Petrus 3,18

Ein griechisches Märchen erzählt von einer bösen Frau, die hoch oben in den Bergen wohnte und eines Tages unten im Dorf ein kleines Mädchen entführte. Als die Mutter des Kindes den Verlust bemerkte, lief sie von Schmerz und Sorge um ihr Kind getrieben den Bergen entgegen.

Als es dunkel geworden war, kam sie an eine kleine Hütte. Dort wohnte eine alte Frau, die ihr versprach, ihr den Weg zu der Hexe zu erklären, wenn sie einige Aufgaben für sie erledigte. Die Mutter tat alles, was die Frau von ihr erbat. Sie tat es rasch und sorgfältig, um nur bald zu ihrem Kind zu gelangen. Am Morgen gab die alte Frau der Mutter die Beschreibung des Weges zu der Hexe, warnte sie aber vor dem großen Wolf, der vor ihrem Haus angekettet sei. Sie erklärte der Mutter, dass sie nur in das Haus hinein und auch wieder hinaus gelangen könne, wenn sie jeweils ein Stückchen Fleisch aus ihrem eigenen Schenkel dem Wolf als Fraß vorwerfe. Die Mutter rannte los, fand das Haus und sah den großen Wolf, der vor dem Haus wachte, und ohne Bedenken warf sie dem Wolf ein Stück aus ihrem Bein vor, gelangte in das Haus, holte ihr Kind leise aus dem Haus der schlafenden Hexe heraus, riss sich nochmals ein Stück aus ihrem Schenkel, um an dem Wolf vorbei in die Freiheit zu gelangen. Erst als sie mit ihrem geliebten Kind in Sicherheit war, spürte sie die Erschöpfung und die Wunde und weinte vor Glück und Schmerz zugleich.

Jesus hat sich nicht nur ein Stück Fleisch von sich geopfert, sondern sein ganzes Leben, denn nur Jesu Liebe kann uns erlösen.

In den 80ger Jahren habe ich zwei Reisen mit der Transsib von Moskau bis nach Chabaraowks unternommen. Bei einer gab`s auch einen Abstecher an den Baikalsee. Ich weiß noch, als wenn es gestern gewesen war. Ich setzte mich im Rahmen meiner Möglichkeiten von der Reisegruppe ab, stand im klirrenden Frost am Ufer und hörte diese Musik von Bach. Momente, die ich nie vergessen werde.

Erlöst bin ich im Augenblick auch und zwar vom schlechten Wetter, welches sich ungewollt aufs Gemüt gelegt hat. Tatsächlich ist heute der blaue Himmel zu sehen, doch der Garten steht noch heftig unter Wasser, sodass ich einen wirklich guten Grund habe nicht ins Grüne zu gehen. Dafür muss man doch Verständnis haben, oder?

Dafür schneide ich heute wieder an meinem imaginären Rebstock und hoffe, dass ich ihn nicht zu sehr kürze, wobei ich natürlich „nur“ meine Predit meine. Sie haben schon was Prickelndes an sich, die sieben „Ich bin Worte“ Jesu.

Mein Handy-Verkäufer backt kleine Brötchen und will das Gerät zurück nehmen. Ein  neues Handy mit Ohrenschmalz an den Kopfhörern… Hoffentlich steht er auch zu seiner Zusage. Ich kann es mir derzeit noch nicht so recht vorstellen.


Responses

  1. Soll nicht der Weingärtner die Reben beschneiden – und ist nicht Jesus der Rebstock?

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