Verfasst von: Hao | 5. März 2010

Ganz bei Trost


Freitag, 5. März 2010

Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast. Psalm 119,76

Gottes Gnade und Gabe ist den Vielen überreich zuteil geworden durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus. Römer 5,15

Wenn wir einen unglücklichen, gescheiterten, hilflosen Menschen bezeichnen, sagen wir: „Der ist auch nicht ganz bei Trost!”

Hinter dieser leicht hingeworfenen Bemerkung steckt eine wesentliche Aussage über den Menschen. Er ist nicht ganz bei Trost. Wir alle haben und kennen kleine Tröstungen, aber letztlich ist kein Mensch ganz bei Trost. Wir sind angewiesen auf Zuspruch und Hilfe von außen. Niemand hat die letzte Lebenskraft und Lebensfreude in sich. Alle Menschen sind bedürftig und auf Trost angewiesen. Eine solche Trostbedürftigkeit ist nicht Schwäche, sondern das Vorrecht des Menschen. Darum sagt Jesus: „Aber der Tröster, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren”

Jesus geht zu seinem Vater, kehrt an den Thron Gottes zurück, damit wir Menschen wieder ganz bei Trost sein können. Seine Himmelfahrt bedeutet für uns den Empfang des Trösters, das Erkennen des Heils. Jesu Himmelfahrt gibt uns Hoffnung gegen alle Verlustangst, eröffnet uns Zukunft gegen alle Vergänglichkeit.

Der kleine menschliche Trost lebt vom Vergessen. Die Menschen sagen: „Vergiss es! Denk nicht mehr daran! Das Leben geht weiter. Kopf hoch, es wird schon besser werden. Warte, wenn der Frühling kommt. Denk an andere, denen es noch schlimmer ergeht!”

Der göttliche Trost lebt vom Erinnern. Der Tröster Gottes wird alles, was Gott geäußert hat, was er in Jesus Christus zum Ausdruck gebracht hat, in uns erinnern und in uns eindrücken. Die Äußerungen Gottes will der Tröster in uns festmachen. Der Geist Gottes erinnert uns daran, was Jesus für uns gelebt und getan, erreicht und vollbracht hat.

Der Pausentag tut mir gut. Ich entspanne, obwohl ich zugeben muss, dass ich auch heute nicht auf der faulen Haut liege. In einem ehemaligen Büro bzw. Arbeitszimmer ist immer etwas zu tun, auch wenn es nur ein Nachdenken darüber ist, was ich im Zimmer verändern könnte.

Mein Wackelgang hat sich inzwischen wieder dem eines „normalen Menschen“ angenähert, so dass ich mich auch morgen wieder in Hannover unter die Menschheit wagen kann.Ich spreche noch meine Veranstaltungstipps fürs Wochenende und ordne meine Papiere. Auch wenn ich täglich viele alte Unterlagen vernichte, habe ich den Eindruck, dass es immer mehr wird, was ich zu verwalten habe.

Mit meinem Weißkittel unterhalte ich mich lange über mein Rentnerleben. Ich höre mir ihre Impulse an und überlege, ob und wie ich diese umsetzen kann. Ich kann euch sagen: Das Rentnerleben ist gar nicht so einfach, besonders dann, wenn man sich nicht mal darauf einstellen kann. Aber ich werde das schon schaffen, wenn es meine Zeit zulässt.Bauer Ewald hat mir mal wieder eine Einladung geschickt. Hab sie aber sofort vernichtet. Die Wurstwaren haben zwar ausgezeichnet geschmeckt, aber allein hab ich doch keine Lust zur Schweins-Piepshow zu fahren.


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