Verfasst von: Hao | 8. Januar 2010

Wie schwitzt du?


Freitag, 8. Januar 2010

Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 5.Mose 6,5

Christus spricht: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35

In Ägypten, wo die Menschen oft unter der unerträglichen Hitze leiden, grüßen sich Menschen unterwegs mit der Frage: „Wie schwitzt du?” Ein solcher Gruß drückt eine Teilnahme aus, die auf die Lebensumstände eingeht. Vielleicht sollten wir im Grüßen und Nachfragen auch ein wenig differenzierter und feinfühliger sein. Das übliche „Wie geht es?” ist meistens nur leere Floskel und nicht gerade phantasievoll.

„Wie kommst du mit deiner neuen Arbeit zurecht?”
„Wie erlebst du gerade deine Familie?”
„Wie geht es dir im Glauben an Jesus?”
„Was machst du in deiner Krankheit für Erfahrungen?”
„Was liest du im Moment?”
„Welche Ziele verfolgst du?”
„Was hast du so für Träume?”

Wir sollten uns fragen, ob unser Gruß wirklich eine Brücke des Verstehens ist. Die oberflächliche Nachfrage will im Grunde keine Antwort. Sie wird nur schnell abgefragt und abgehakt. Und schon ist man wieder ganz bei sich selbst und seinen Dingen.

Das Schärfte, was ich einmal in Sachen Gruß erlebt habe, war das Verhalten eines Gifhorner Kommunalpolitikers, den ich vor einigen Jahren traf. Er grüße mich und meinte im Vorbeigehen: „ Wie geht es Ihnen, Herr Hebbinghaus?“ Da es mir zu dieser Zeit nicht gut ging, sagte ich: „Schlecht, Herr xxx“. Oh, meinte dieser, „das ist aber schön“ und verschwand im Menschengewühl.

Es wird Zeit, dass wir die leeren Hülsen unserer Grußformeln mit Leben und Liebe, Zuneigung und Interesse füllen.Ist es ein Wunder, wenn ich heute das Haus mit keinem Schritt verlasse? Bei einer solchen Hundskälte bestimmt nicht. So bleibe ich den ganzen Tag in meinem Arbeitszimmer und stelle um 16 Uhr fest, dass ich heute noch kein Wort gesprochen habe. Ist auch nicht so im Sinne des Erfinders. Aber was soll ich machen? Vielleicht mal die Zeitansage anrufen?

Das „Anziehen“ des Wasserrohres an der Wasseruhr ist ein voller Erfolg, denn selbst bei 13 Grad friert das Wasser nicht ein. Ich nutze den Tag, um eine Predigt für Morgen zu schreiben. Ebenso feile ich noch an meiner Sonntagspredigt. Das war’s auch schon für diesen Tag. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, dass ich mir eine bunte Pudelmütze aufsetze, wenn ich ins Bett gehe. Ich gebe ja zu, dass ich wie ein bayrischer Hinterbackenbläser aussehe, der gerade die südbayrischen Meisterschaften gewonnen hat, aber was tut das schon zur Sache, wenn nicht nur mein Hinterkopf warm ist? Ich fühle mich jedenfalls bayrisch wohl und pfeife auf jedwede Kleiderordnung. Und wer soll sich denn auch schon über mein Äußeres in meinem Schlafzimmer beschweren?

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Responses

  1. Süsses Video(grins).
    Gby, Hao

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  2. Hauptsache Dir ist warm in der Nacht im Bett. Da darf Mann/Frau Fantasie walten lassen. Jede Mode ist erlaubt.

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  3. Zum Grüßen:
    PD schärfte uns immer wieder ein: Jemanden grüßen heißt, ihn segnen und ihn ehren.
    Das habe ich mir gemerkt und zur Richtschnur werden lassen.

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