Verfasst von: Hao | 25. Dezember 2009

Wieder mal ein Schwesterntag


Freitag, 25. Dezember 2009

Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach deiner Gnade. Psalm 109,26

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16

In der Millionenstadt Tokio stromert ein kleiner Junge frierend und bettelnd durch die Straßen. Er spricht einen Europäer an und bittet um eine Gabe. Der nennt ihm eine Adresse, beschreibt ihm das Haus und sagt: „Wenn man dir öffnet, sagst du: ‚Johannes drei, Vers sechzehn’.” Der Junge wundert sich, aber er rennt los. Unterwegs murmelt er vor sich hin: „Johannes drei, Vers sechzehn”. Er findet die Straße und das Haus, klopft an, und auf die Frage, was er wünsche, sagt er: „Johannes drei, Vers sechzehn!” Der Junge wird hereingebeten, bekommt ein warmes Bad, neue Kleidung und ein gutes Essen. Als der Junge überglücklich das Haus verlässt, denkt er noch immer an die wunderbare Parole: Johannes drei, Vers sechzehn.

In Gedanken versunken rennt er auf die Straße und wird von einem Auto angefahren. Bewusstlos wird er ins Unfallkrankenhaus gebracht. Die Ärzte und Schwestern kämpfen um sein Leben. Er sagt nur immer wieder: „Johannes drei, Vers sechzehn”. Schließlich geben die Schwestern auf und schreiben auf die Tafel über seinem Bett: „Name: Johannes drei, Vers sechzehn”.
Irgendwie gleicht unser Leben dieser wahren Geschichte.

Wir laufen durch die Straßen unserer Welt und betteln um Liebe und Freude, Vertrauen und Geborgenheit. Und Gott lässt uns eine wunderbare Wahrheit sagen: „Du bist geliebt. So sehr geliebt, dass ich mein Liebstes für dich gab!” Diese Nachricht ist wie eine offene Tür, wie ein warmes Bad, wie ein neues Kleid, wie ein gutes Essen. Wir sind geliebt, das ist die beste Parole.

Es wird auch in unserem Leben Situationen geben, wo wir buchstäblich unter die Räder kommen und vor Schmerzen und Sorgen, Leid und Trauer bewusstlos sind. Wir wissen nicht mehr, wer wir eigentlich sind. Wo finde ich dann Geborgenheit und Ruhe, Hilfe und Heilung, Gewissheit und Vertrauen?
Über unserem Leben, über unserer Sehnsucht, über unserer Zukunft, über unserer Krankheit steht: „Johannes drei, Vers sechzehn: Geliebt, unendlich geliebt!”

Heilige Nacht. Die begann bei mir gestern schon um 21 Uhr. Wärmflasche her und Äuglein zu. Nach mir der Weihnachtsmann.

„Weihnachten kann es eng für sie werden“. Der Satz, der mir kurz nach der OP im Juli 2007 gesagt wurde hat gesessen. Doch bekanntlich kam es anders, ganz anders.Warum er mir heute wieder einfällt? Das hat zwei Gründe: Der erste ist logisch: Heute ist Weihnachten. Der zweite vielleicht noch logischer: Seit einigen Tagen fühle ich mich im Brustbereich nicht mehr wohl. Ich habe keine Schmerzen, aber irgendwie war es früher anders. Vor einigen Tagen entdeckte ich unterhalb der Rippen einen Flecken auf der Haut genau an der Stelle, nachdem sich nach dem Sturz auf dem Computer ein unübersehbares blaues Warnzeichen gebildet hatte. Ich zeigte diesen Flecken beim letzten Durchspülen meines Portes Schwester Jutta, die eine Ärztin zuzog, die aber Entwarnung gab. Damit war für mich die Angelegenheit erledigt.

Als ich mich gestern für meinen Jesaja in Schale schmeißen musste, warf ich noch einmal einen Blick auf den Flecken und entdeckte, dass er sich offensichtlich deutlich sichtbar vermehrt hatte.

Heute Morgen nehme ich mir dann noch einmal mehr Zeit, schaue mir meinen Rücken an und stelle fest, dass sich kleine Bläschen gebildet haben. Gürtelrose? Ich bin unsicher, fotografiere das Ganze und schicke das Ergebnis Jutta und Traudel. Das Ergebnis ist einstimmig und gibt meiner Vermutung recht.

Nun ist das für Otto Normalverbraucher keinen Grund am Weihnachtstag zum Arzt zu rennen, aber ich gehöre leider nicht zu dieser Personengruppe, so sehr ich es mir auch wünsche. Also mache ich mich sofort auf den Weg ins Krankenhaus und denke, dass ich der Einzige mit einem Wehwehchen bin. Dich ich hatte mich verschätzt. Im Wartezimmer stapeln sich die Leute mit einem Aua. „Sie müssen mit mindestens zwei Stunden Wartezeit rechnen“. Dabei bin ich doch um 13 Uhr bei Schwester Traudel zum Mittagessen eingeladen. Geht also nicht. Ich vereinbare, dass ich um 15 Uhr 30 noch einmal anrufe, um zu sehen, ob sich die lange Warteschlange inzwischen abgebaut hat. Frustriert mache ich mich wieder auf den Weg zu meinem Kobel. Irgendwie hatte ich mir den ersten Weihnachtsfeiertag doch etwas anders vorgestellt.

Ein leckeres Mittagessen verringert meinen Frust. Nach der Bescherung rufe ich wieder im Krankenhaus an, wo ich gegen 16 Uhr eintreffe. Nach rund 30 Minuten komme ich an die Reihe und erfahre, was ich schon vorher wusste: Ein fetter Zoster, im Volksmund: Gürtelrose genannt. Zum Glück habe ich noch keinen übermäßigen Juckreiz und Schmerzen. Aber diese typischen Begleiterscheinungen werden sich sicherlich noch einstellen.

Nachdem ich mir die Medizin geholt habe, geht es zu Schwester Jutta. Und was erhalte ich u.a. von ihr: Etwas für die Haare, und zwar Kokosgel. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Sie musste das sofort ausprobieren. Na, ich weiß nicht so recht….

Dass sie deutlich auf der Verpackung geschrieben hat: „Nicht zum Verzehr geeignet“, sorgt dafür, dass ich nicht wieder einen Fehler wiederholte. Um gegen ihre Sklerosefront etwas zu unternehmen, habe ich ihr eine Schlüsseltasche gekauft und alle Schlüssel eingebunden. Hoffentlich wirkt das.

Mein Allgemeinzustand ist am Abend nicht gerade berauschend. Mein Zoster breitet sich aus und fängt an zu schmerzen. Nicht sehr angenehm. Ich fühle mich schwerfällig und möchte mich am Liebsten gar nicht mehrt bewegen. Bin ich froh, dass ich ein Rentner bin.

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Responses

  1. Gürtelrose: mit jemanden beten deswegen. Gby,Hao

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  2. Guten Morgen! Gesegnete Weihnachten!

    Ein wenig Halsschmerz läßt mich nicht schlafen… ich jammerte den ganzen Tag vor mich hin.

    Wer nur hat mich auf Ihre Seite geführt.
    Demütig senke ich meinen Blick.

    Ich sollte es besser wissen bin ich doch 14 Jahre lang Krankenschwester ( bis vor 6 Wochen) auf einer Station für Knochenmark/ Stammzelltransplantation gewesen.

    Jetzt bin ich froh geweckt worden zu sein durch etwas Schmerz um dankbar in den Himmel zu schauen. Mich zu erinnern an die Menschen, die ich im letzten Jahr begleitet habe…

    …um Ihnen eine gesegnete Weihnacht zu wünschen.

    Heike

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  3. Lieber Hao,
    scheußlich, so eine Gürtelrose, lästig und schmerzhaft. Ich hätte Dir so sehr gewünscht, dass Du Weihnachten bei bester körperlicher Gesundheit verbringst. Gott schenke, dass die Gürtelrose schnell abheilt und Dich nicht zu sehr quält.
    Gott befohlen
    Nenne

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    • Danke, liebe Nenne. So schlimm, wie es mal sein könnte, ist es noch nicht, noch lange nicht. Ob es überhaupt einmal so weit kommen wird, kann ich natürlich auch noch nicht sagen, wobei ich den Eindruck habe, dass es heute nicht schlimmer geworden ist. Vielleicht habe ich heute nur etwas schlafrunken auf den Ausschlag gesehen. Es ist nur so, dass ich keine große Lust habe mich zu bewegen. Vielleicht schramme ich auch noch an einer schlimmeren Entwicklung vorbei.

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  4. Nachdem ich mir die Medizin geholt habe, geht es zu Schwester Jutta. Und was erhalte ich u.a. von ihr: Etwas für die Haare, und zwar Kokosgel. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Sie musste das sofort ausprobieren. Na, ich weiß nicht so recht….

    hahahahahahahaha………..

    da fällt mir doch gleich was ein….

    Sieh einmal da steht (sitzt) er,
    pfui der Struwwelpeter.
    Seine Nägel fast ein Jahr,
    kämmen lies er nicht sein Haar,
    pfui ruft da ein jeder
    garstger Struwwelpeter.

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    • Ich heiße Hao und nicht Peter. Und schließlich muss ich doch auch mal Juttas Geschenk ausprobieren. Nun lasse mir oder Jutta auch mal die Weihnachtsfreude…. Sie mußte mir im letzten Jahre meine wenigen Habseligkeiten abschneiden. Nun hat sie auch das Recht auf meinem Koppe für heilsame Unordnung zu sorgen.

      Und was meine Fingernägel betrifft: Die schneide ich mir jetzt wieder selbst.

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  5. Warum läßt Du Dir die Gürtelrose nicht von einem Christ besprechen?

    Ich weiß, es hilft!

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    • Kein Christ übt die Besprechung von Gürtelrosen aus. Warum soll ich eine sollte unbiblische Praxis ausüben, wenn ich Jesus als Arzt habe? Sage nie „Nie“, aber ich werde mich niemals in meinem Leben besprechen lassen. Was hilft es dem Menschen, wenn er durch Besprechen seine Gürtelrose verlieren würde und nähme doch Schaden an seiner Seele? Ich sage auf meiner Homepage auf zig Seiten doch nicht der Esoterik den Kampf an und laufe dann zu Menschen, um mich besprechen zu lassen. Goethes Zauberlehrling schickt dämonische Grüße…. Der Teufel kann auch heilen, aber zu welchem Preis? Nur über meine Leiche, und das meine ich auch so!!!!!! Basta!

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  6. Ach lieber Hao, was machst Du bloß für Sachen? Eine Gürtelrose? Wo kommt die denn nun schon wieder her? Und das noch an Weihnachten! Ich wünsche Dir gute Besserung und eine baldige Genesung, lieber, alter Freund.

    Ich hatte gerade an Dich gedacht und gehofft, dass Du ein schönes Weihnachten hattest…
    Einen lieben Guten-Besserungs-Gruß
    von Gaby.

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  7. Antivirenmittel hilft.
    Gby, Hao

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    • Ja, aber nur in den ersten 72 Stunden.

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  8. Dann brauchst Du auch kein Kokosfett!!! In Jesu Amen

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    • Es gibt wohl einen gravierenden Unterschied zwischen dem Besprechen einer Gürtelrose und dem Benutzen von Pflegemitteln, die Mann und Frau mehr oder weniger von wechselnden Herstellern benutzen. Hier einen Zusammenhang zu sehen, schafft wohl nur der oder die Verfasser(rin) des Beitrages. Mir ist das jedenfalls auch trotz Mobilmachung meiner geistigen Kräfte nicht möglich. Ich wüßte auch keine Bibelstelle, auch keinen Konzilsbeschluss, in dem mir die Benutzung von Haargel untersagt wird. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Einzige Bedingung: Es sollte nicht nur in Deiner, sondern auch in meiner Bibel stehen.

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  9. ach ja ich vergaß auch Antivirenmittel!!!

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    • Medizin, wenn sie denn nicht zu spät ist, ist eine gute Gabe Gottes, das Besprechen eine schlechte Gabe des Bösen.

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  10. Na dann viel Spaß!!!

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    • Heidenspaß oder Christenfreude…. Ich entscheide mich für das Letztere

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  11. Ich werde dann für Dich beten! Amen

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    • Beten im Jesu Namen „JA“. Besprechen „NEIN!!!!!!!!!!!!“ Keine Erlaubnis!!!!

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  12. Lieber Hao!
    Mein Mann hat damals Zovirax-Tabletten verschrieben bekommen. Alle 4 Stunden, auch nachts zu nehmen. Das hat gut geholfen. Zusätzlich ein Vit. B Präparat (Vit. B12).
    Gönn Dir genügend Ruhe. Und vertrau wie immer auf den Herrn Jesus, er ist Dein Arzt. Wir bitten um Linderung Deiner Beschwerden.
    Laß Dich nicht irremachen.

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  13. Amen 8-)

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  14. Cool Antworten, Hao! Ganz deiner Meinung!
    Gby, Hao

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