Verfasst von: Hao | 23. November 2009

Der Stein der Weisen


Montag 23. November 2009

Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten?
Jesaja 50,8

Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Römer 8,33

Ich habe von einem Menschen gehört, der hat einen „Stein der Weisen“ auf seiner Fensterbank liegen.

Ein ganz gewöhnlicher Stein und doch ein besonderer. Immer wenn es in der Familie kriselt und jemand meinte den anderen wegen offensichtlicher Fehler und Versagen zu beschuldigen und zu verurteilen, wurde der Stein genommen und umgedreht, um ihn anschließend wieder hinzulegen. Auf der Unterseite stand mit dickem Filzstift die Worte Jesu geschrieben: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!”

Der Stein der Weisen im Zusammenleben von Menschen ist der Stein, der nicht geworfen wird. Der andere Stein der Weisen ist die Besinnung auf die Liebe Jesu und seine Vergebung, von der wir alle leben. So werden wir aufeinander trotz unserer Fehler und Schwächen nicht mit Steinen werfen, wo wir doch selbst im Glashaus sitzen. Wir nehmen den Stein, lassen uns durch die Worte Jesu umstimmen, legen ihn wieder zurück und versöhnen uns. Das ist der andere Stein der Weisen, der Geist der Liebe.

Jesus sprach: „Wo sind deine Verkläger? Hat dich niemand verdammt? So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige nicht mehr!”

Nun ist es wirklich vorbei, das schöne Wetter. Es regnet sich ein, zum Glück ist mein Dach dicht. War auch nicht immer so. Außer einer Fernwartung und der üblichen Hausarbeit geschieht nichts Gravierendes. Ich telefoniere lange mit meinem Freund, ein überzeugter Mormone, der derzeit das Amt eines Bischofs bekleidet. Ein wirklich doller Typ, der mir in vielen Dingen ein Vorbild ist. Auch wenn ich geistlich mit Hans Werner nicht über einen Nenner komme, so ist er doch für mich ein äußerst liebenswürdiger Mensch, der mir sehr nahe steht. Wir können Person und Sache blendend unterscheiden, deshalb haben wir auf der menschlichen Ebene keinerlei Probleme. Wenn ich nicht Christ wäre, würde ich mich sicherlich bei dieser Gruppe wohl fühlen können. Aber das wird nie der Fall sein. Wer einmal Gottes Gnade geschmeckt hat, wird nicht Irrlehren nachlaufen.

Heute bekomme ich eine liebe Grußkarte von der Schwester, mit der ich mal ein Rollstuhlrennen machen wollte. Inzwischen bin ich aus dem Rollstuhl wieder aufgestanden, sie noch nicht. Dennoch sind die zwei Monate nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken, in denen ich mich nicht bewegen konnte. Ja, liebe Gudrun,dann verschieben wir die Aktion eben. Wenns nicht anders geht, dann bis in die Ewigkeit, wo wir dann einen Weltlauf machen können, denn Rollstühle haben im Himmel nichts mehr zu suchen.

Ich muss einfach ihre Mail hier veröffentlichen, Ihr Verständnis vorausgesetzt. Ich fühle mich immer sehr klein, wenn ich Mails von Gudrun lese. In solchen Situationen vergesse ich sogar den Krebs mit all seinen Schrecken. Wenn ihr die Unterschrift lest, wisst ihr schon, wen ich meine. Einen ganz lieben Gruß in den Schwarzwald. Die Bloggemeinde wartet immer noch auf Kommentare!!!!

Guten morgen, lieber Herr Hebbinghaus,
ganz herzlichen Dank für Ihre liebe Einladung zu Ihrem „virtuellen Adventskalender“. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich mich heute morgen über Ihre liebevolle Einladung gefreut habe. Gerade heute morgen wollten die „Sorgengeister“ über meinem Haupte schweben, doch dieses Mail hat sie einfach wieder vertrieben. Und ein ganz „herzliches Dankeschön“ möchte ich auch mal wieder rüberkommen lassen für Ihren täglichen Blog (ich habe ihn noch nie verpasst).

Für mich beginnt jetzt dann die Zeit, wo ich mit meinem E-Rolli nicht mehr an die frische Luft kann, da die Regentröpfchen oder gar Schneeflöckchen wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wie sehr mir da solche „guten Zeilen“ gut tun, kann nur der ahnen, der auch schon in einer ähnlichen Situation steckte. Man spürt ihre „Wärme“ und „Mitgefühl“ aus diesen Zeilen. Und für mich gehören diese Zeilen zu meiner täglichen Andacht. Unser „Schöpfer“ hat Ihnen eine „wunderbare Gabe“ mit auf den Weg gegeben. Nun hätte ich da noch ein „liebes Schäfchen“, dem ich auch gerne diesen virtuellen Adventskalender zukommen lassen möchte; ihre Adresse lautet …….. Sie ist meine liebe Nachbarschaftshelferin und bereitet mir täglich meine pürierten Süppchen zu, welche für mich, da ich ansonsten nur von Astronautennahrung lebe, ein „wahrer Segen“ sind. Ausserdem „saust“ diese Frau fast täglich für mich durch die Stadt, um irgendwelche wichtigen und unwichtigen Besorgungen zu machen. Und dann ist da auch noch eine wunderbare Freundschaft in unserem Herrn; so sind wir also „Geschwister“ und „Freunde“ im Glauben. Ich musste Ihnen das einfach mitteilen, denn diese Frau hat ganz sicher auch Freude an Ihrem wunderbaren Adventskalender. Vorab schon ein ganz herzliches Dankeschön dafür!!!!

Neulich habe ich eine nette Mitteilung bekommen, in der geschrieben stand, dass wir doch immer wieder an Menschen denken sollten, die einem „ein Lächeln auf´s Gesicht“ bringen können. Danke, bei Ihnen klappt das einfach immer wieder durch Ihren Blog.

Meine Gebete begleiten Sie; seien Sie „wohl behütet“
Ihre, weil seine Gudrun aus dem Schwarzwald

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Responses

  1. Lieber Bruder,
    wie gut tut doch so ein Lächeln, es schenkt Freude, öffnet das Gebetstürchen zum Herzen des Anderen und die Freude kehrt ins eigne Herz zurück. Vorfreude soll ja die Schönste und Größte sein. Der Gedanke an die in kürzr zu erwartende Adventskalendergrüße haben sie bei mir auch schon ausgelöst.
    Danke! g.t.w. Dein Bruder Heinrich.

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  2. Ja, ja, das mit der Steineschmeisserei…
    Jesus sagte den nicht zu vergessenden Satz am Ende:“Suendige hinfort nicht mehr…auf dass dir nicht Schlimmeres widerfahre“war das nicht so?
    Ist ein anderer Satz als angeblich der von Luther:“Suendige tapfer!“
    Gby, Hao

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    • „Sündige tapfer, aber glaube noch]tapferer und freue dich in Christus, der Sieger ist über Sünde, Tod und Welt!“
      (Brief an Philipp Melanchthon (nach anderer Schreibweise: „Melanchton“) vom 1.8.1521; WA, Briefwechsel 2, Nr. 424)

      Luther meinte nichts anderes als das Pauluswort „Wir sind allzumal Sünder“ (Rm 3,23). Luther meinte: Steh dazu, dass du ein Sünder bist und bleibst, und sieh der Sünde unerschrocken ins Gesicht. Mach vor dem Abgrund deines Lebens nicht kehrt, sondern schau mutig hinunter, denn dort findest du den rettenden Christus!

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  3. „Sie ist meine liebe Nachbarschaftshelferin und bereitet mir täglich meine pürierten Süppchen zu, welche für mich, da ich ansonsten nur von Astronautennahrung lebe, ein „wahrer Segen“ sind.“
    Hallo Hao, der Brief Deiner Bekannten hat mich echt sehr bewegt! Mein Gott (ja, ich muss es einfach sagen), sie tut mir sowas von leid und ich wünsche ihr von Herzen, dass es ihr einmal wieder besser gehen wird.
    Einen lieben Gruß von Gaby.

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    • Richtig!!! Da kannste mal sehen, was wir oft für ein Wehwechen einen Terz machen. Man sollte an diesen Stellen im Leben mehr an Gisela denken. Dann hälste automatisch sehr schnell die Klappe und bist ruhig.

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  4. Ausserdem „saust“ diese Frau fast täglich für mich durch die Stadt,…

    Vor meinen inneren Augen sah ich beim Lesen grad einen Engel dort sausen…-wie schön,dass wir einander zum „Engel“ werden dürfen.

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  5. „Richtig!!! Da kannste mal sehen, was wir oft für ein Wehwechen einen Terz machen. Man sollte an diesen Stellen im Leben mehr an Gisela denken. Dann hälste automatisch sehr schnell die Klappe und bist ruhig.“
    Stimmt, lieber Hao, da hast Du Recht. Und es müssen ja auch nicht nur Wehwehchen sein, es gibt auch noch andere Dinge, die einen ärgern. Aber verglichen damit, ist auch das ganz klein!
    Einen lieben Gruß auch an Gisela
    von Gaby.

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  6. Ich las, wir sollten uns nicht Suender nennen, sondern Gerechte, denn durch das Blut Jesu sind wir ja zu Gerechten gemacht worden u. nicht mehr gewohnheistmaessige Suender, sondern Suende ist seit unserer Bekehrung nicht mehr Regelfall aber Ausnahme.So sollte es sein….!!!

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    • Wir sind beide:. In den Augen der Welt sind wir Sünder. In den Augen Gottes sind wir aber gerecht. Nur weil wir noch auf dieser Welt leben, sind und bleiben wir Sünder, weil die Sünde wohl auch eine Ausnahme ist. Oder hast Du da andere Erfahrungen gemacht???

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    • Nun, bezichnete ‚Gertrud‘ wird nicht mehr hier rein schauen?
      Und doch ist mir Röm. 5,20 eingefallen: “ ………Wo aber die Sünde zugenommen hat, ist die Gnade überreich geworden,“
      Und was den Mormonen Hans Werner anbelangt, sehe ich es auch so wie du: Mein Schwager z. B. beachtet zwar die Lehre JESU, kann aber mit der Person JESU nicht übereinkommen. Ich achte ihn als….ja….Freund (meinen Schwager).

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      • Du kennst auch diese Frau und hat Deine „Erfahrungen machen müssen“. Auch deshalb werde ich über diesen Menschen kein einziges Wort hier mehr sagen, da sie mir genug Schaden auf allen Gebieten zugefügt hat. Hans-Werner stand mir als Mormone Freund und Berufskollege sehr nahe, aber als ich dann aus der Fa. ausschieht, war er leider nicht mehr zu sehnen. Freundschaft beruht immer auf zwei Schultern. Anfänglich habe ich immer noch Signale gesetzt. Aber sie wurden leider nie erwidert.

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        • Ja…OK…..ich denke gerade daran, wie sich alles doch ändern kann :(

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