Verfasst von: Hao | 21. November 2009

Mutters Nähe macht alles gut


Samstag, 21.November 2009

Wenn mein Geist in Ängsten ist, so nimmst du dich meiner an. Psalm 142,4

Als der Herr die Witwe sah, jammerte sie ihn und er sprach zu ihr: Weine nicht! Lukas 7,13

Es war ein warmer Sommertag im Jahr 1945. Die Pracht der Sonne wollte gar nicht passen zu all dem Elend, das über Deutschland gekommen war. Mein Bruder und ich ahnten als kleine Kinder nichts von der schweren Last unserer Mutter, der mühevollen Sorge um das tägliche Brot und der bangen Gewissheit über das Schicksal unseres Vaters in russischer Gefangenschaft. Wir verloren uns an die kleinen Freuden eines sommerlichen Sandkastens. Wir Kinder hatten die Mutter, uns lachte die Sonne, wir fühlten den Sand. Wir entbehrten nichts.

Es war noch warm und hell, als uns Mutter abends zu Bett brachte. Wenn wir eingeschlafen waren, brach Mutter mit dem Fahrrad auf, um von einem kleinen Acker weit draußen vor der Stadt ein wenig Gemüse zu holen. Nach einem ersten festen Schlaf wachten wir noch einmal auf. Wir riefen nach der Mutter. Keine Antwort. Wir liefen durch die Wohnung, suchten in allen Räumen. Eine Wahnsinnsangst packte uns und trieb uns hinaus in den Garten. Wir riefen und weinten. Niemand hörte uns. Tiefe Verlassenheit, Angst und Hilflosigkeit erfüllte uns.Sooft mir das Bild wieder in den Sinn kommt, wird es mir zum Bild für das Leben. Auf der Suche nach Geborgenheit, getrieben von Verlustangst und Sorge, erfüllt von Verlassenheit laufen wir ständig auf die Straßen der Welt. Eine voll ausgerüstete, technisch perfekte Welt begegnet uns. Aber es gibt keine Verständigung und Hilfe. – So standen wir uns gegenüber. Wir konnten uns nicht verstehen und helfen. Da kam meine Mutter auf ihrem Rad um die Ecke. Sie nahm mich bei der Hand. Wir gingen nach Hause. Mein Bruder kam erleichtert hinter dem Gartenzaun hervor. Mutter beruhigte uns und brachte uns wieder zu Bett. Es war alles gut. Die Verlustangst war durch die Nähe der Mutter überwunden. Gott ist wie eine Mutter. Er nimmt unsere Hand, beruhigt unser Herz und überwindet unsere Angst durch seine liebende Gegenwart. (Im Net gefunden)

Strahlender Sonnenschein, und das einen Tag vor dem Ewigkeitssonntag. Da könnte man sich ja fast noch auf den Roller schwingen, um noch einmal eine Runde zu drehen. Nein, dafür habe ich keine Zeit. Am Nachmittag geht es erst einmal wieder ins Altenheim Rama, wo ich zu predigen habe,

Danach, aus gegebenem Anlass, ein Besuch bei Schwester Traudel. Sie kommt seit einer Woche nicht mehr ins Internet. Mir schwant Schlimmes, doch es kommt anders, Ich habe meinen Laptop mit dabei und teste erst einmal die Leitung, bevor ich mir den Computer näher ansehe oder mich mit dem Provider in Verbindung setze.

Doch die Verbindung steht. Ist es nun die Netzwerkkarte oder die Software, die nicht mehr spurt? Muss ich ein neues Image aufsetzen. Das kann dauern. Bevor ich mich damit rumschlage, schaue ich mir den Virenscanner an. Hat die Besitzerin nicht kürzlich noch mit ihrer Schwester in Österreich kostenlos über „Peter zahlt“ telefoniert und dabei den Virenscanner ausgeschaltet? Bingo, da liegt der Fehler. Der Rest war in wenigen Sekunden wieder in Ordnung gebracht.

Mit einem guten Gefühl und vollem Bauch, es gibt  Grünkohl und Bregenwurst, mache ich mich gegen 20 Uhr wieder zurück in meinen Kobel. Da wartet noch viel Arbeit auf mich, denn die Einladungen für den diesjährigen virtuellen Adventskalender müssen raus. Bis nach Mitternacht schreibe ich den Text und sammele die Adressen. Mal gespannt auf die Rückläufer.

Wenn ich ein Fazit des Tages ziehen würde, dann hieße es



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