Verfasst von: Hao | 15. August 2009

Wir bleiben sein, egal, was auch kommen mag!


15. August 2009

Lass deine Augen offen stehen über diesem Hause Nacht und Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein. 1.Könige 8,29

Jesus sprach: Die Pforten der Hölle sollen meine Gemeinde nicht überwältigen. Matthäus 16,18

Eine alte Geschichte erzählt, dass die Menschen einmal den Schlüssel zum Himmel in ihren Händen gehabt hätten. Aber sie gingen leichtfertig damit um. Sie meinten, sie brauchten den Schlüssel nicht. So ging er verloren. Und als Zerfressenman ihn nicht mehr hatte, da stellte sich das Verlangen nach ihm ein, und man suchte ihn. Aber man fand dort, wo er gelegen haben soll, nur Blumen, goldene Himmelsschlüssel, nur Abbilder des echten Schlüssels. So ziehen denn um die Osterzeit die Menschen hinaus auf Wiesen am sonnigen Hang mit einer heimlichen Sehnsucht im Herzen, binden die Himmelsschlüssel zu Sträußen und nehmen sie mit nach Haus. Sie stellen sie in ihre Vasen und lassen sich erinnern an den verlorenen Schlüssel. Aber die Blumen welken bald, und die Sehnsucht bleibt ungestillt.

In Jesus hat alles Sehnen nach dem Himmelsschlüssel ein Ende. Er hat den Schlüssel wieder gefunden und uns den Weg zum Himmel Endstationaufgeschlossen. Wer Jesus gefunden hat, hat den Schlüssel zum Himmel gefunden. Jesus lebt! Nicht nur an Ostern, nein, für eine ganze Ewigkeit. Wir brauchen nicht in die Natur, um ihn zu finden. Wir brauchen nicht zu verreisen, um ihm zu begegnen. Wir brauchen nicht in unser Inneres lauschen, um ihn zu hören. In seinem Wort, in seiner Gemeinde, im Gebet, in der Stille vor Gott ist er zu finden.


Ganz am Anfang seiner Wirksamkeit sagt Jesus: „Ihr werdet den Himmel offen sehen!” Ganz am Ende erklärt er: Ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes.

Der Sommer kommt zurück und zwar sehr heftig. So setze ich mich dann am Nachmittag auf meinen Roller und Fahre nach Müden zum Sommerfest. Haus Rama hatte dazu eingeladen. Und ich als Vorstandsmitglied muss schließlich dabei sein.

Aus dem letzten russischen LochZwei Stunden höre ich mir ein Musikmix aus alten Schlagern und Volksliedern an. War schön gemacht, genau das Richtige für die Senioren, zumal ich wohl inzwischen auch einer bin. Alle Lieder konnte ich mitsingen, doch eine innere Bremse sagte mir: „Ist nicht so dein Fall“. Nun überlege ich, ob es meine eigene Entscheidung war, oder ob meine Erfahrung mit meinem Weißkittel mich dazu gebracht hat. Ich lade Schwester Jutta extra ein, die hätte auch richtig mitwackeln können, doch sie will  nicht. Vielleicht steckt ihr die letzte Feier noch in den Knochen. Habe sie extra noch einmal eingeladen, aber da war nichts zu machen. Und dabei sah die Wackelschwester doch soooo lieblich aus. Und halb Müden vermisst sie. Aber ich kann auch einen Weißkittel nicht zu ihrem Glück zwingen.

Gut behutet


Responses

  1. „In seinem Wort, in seiner Gemeinde, im Gebet, in der Stille vor Gott ist er zu finden.“

    Im 37. Psalm heißt es:
    Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.

    In unserem Hauskreis singen wir regelmäßig folgendes Lied:

    1. Stille vor dir, mein Vater. Neue Stille vor dir
    suche ich, Herr.

    Refr.:
    Rede du mein Vater, heute zu mir.
    Worte der Wahrheit kommen von dir.
    Rede du mein Vater, heute zu mir, du willst mich beschenken, Herr hab Dank dafür.

    2. Stille vor dir ist Gnade. Aus der Stille vor dir
    schöpfe ich Kraft.

    3. Stille vor dir ist Frieden. Und ich staune,
    oh Herr, reden wirst du.

    4. Stille vor dir, will schweigen, und ich öffne mein
    Herz nun für dein Wort.

    Das wünsche ich Dir, lieber Hans-Otto, aber auch allen Blog-Leserinnen und Lesern, in der Stille auf Gottes Wort zu hören, sich anrühren und beschenken lassen durch das Wort Gottes.

    Liebe Grüße und Gottes reichen Segen
    Helmut

    Liken

    • Lieber Freund und Bruder!

      Genau so ist es. Stille ist nun mal still. Ich kenne einen Menschen, der knallt sich erst mal einen Kopfhörer um, dreht die Lobpreismusik auf volle Kanne und will mir erzählen, dass er dann Stille Zeit macht.

      Wie singt Clemes Bittlinger so schön: „In der Stille angekommen“……..

      Danke für diesen schönen Beitrag.

      Dein Hao

      Liken

  2. Dieser Mensch liebt die Anbetung, denn Gott wohnt im Lobe Seiner Kinder!!! ER sucht wahre Anbeter, die IHN in Wahrheit u. Geist anbeten.
    Sich in himmlische Ebenen zu beamen ist auch auf Erden schon möglich und ist ein Greuel dem Teufel, denn das hasst er und man ist in solch einem Zustand auch nicht für ihn zu haben!!!!

    Liken

  3. Kann Mann oder Frau wirklich „anbeten“, wenn er Geräusche, egal was für welche, in seinen Ohren hat, um sich zu zu loben, pardon, zuzudröhnen? Ist es nun eine stille, oder eine laute Zeit???

    Liken

  4. Es sind ja keine „Geräusche“ sondern ein singendes Lob Gottes an IHN, entweder selbst gesungen oder eben mitgesungen mit der Gruppe und was ist denn daran“sich selbst loben“, bitteschön??? Wieso wird das als „sich zudröhnen“ bezeichnet?????Wie fremd!!!!!
    Diese „stille“ Zeit kann eine sehr erfrischende, auf diese Weise sein (werden).

    Liken

    • Wenn ich in die Stille gehe, wenn ich stille Zeit mache, in der Bibel lese, dann muss ich mich konzenztrieren, dann schalte ich alle, auch die frommen, Geräuschkulissen ab. Die kann ich ja nachher wieder einschalten. Deshalb nennt man das auch stille Zeit. Ich frage mich, ob der Teufel durch donnernde (Lobpreis)Musik bei der stillen Zeit nicht die leise Stimme Gottes überdeckt und so zum Ziel kommt?

      Liken

  5. Hmmm…
    wenn ich diesen Austausch – oder ist es ein Abtausch? – lese, denke ich, „wie gut ist es doch, daß die vielen Kinder des einen Vaters nicht alle gleich sind!“
    Mancher hat seine festen Zeiten, um mit Gott zu reden. Mancher hat das nicht – aber redet im Grunde ständig mit ihm, bei allem, was er tut…
    und warum auch nicht?
    Mein (leiblicher) Bruder hatte auch manchmal Umgangsformen mit meinen Eltern (das hat sich gelegt), bei denen sich meine Nackenhaare aufstellten. Aber was ging mich das an – solange meine Eltern nichts daran kritisierten? Es war eben seine Art, nicht meine… und er wird an mir auch genügend auszusetzen gehabt haben.
    Aber seit Kain und Abel haben Menschen Schwierigkeiten damit, wenn ihre Geschwister andere Wege zu den Eltern oder zu Gott haben als sie selbst – und wenn dann noch der andere dabei besser angesehen scheint… oi oi oi.

    Liken

    • Ich gebe Dir recht, aber es gibt auch Grenzfälle, auf die ich aber hier nicht eingehen möchte. Nur wenn die Charismatiker sagen, dass sie mehr und was besseres als das „gewöhnliche christliche Fußvolk“ haben, dann findet das der Vater auch nicht so prall.

      Liken

  6. Das vermute ich auch (wobei ich „die Charismatiker“ durch „gewisse Charismatiker“ ersetzen würde, Verallgemeinerungen treffen immer den falschen und sind immer falsch… ;)). Allerdings laufen wir ständig Gefahr, nach derselben Seite vom Pferd zu fallen und unsererseits uns über diesen oder jenen zu erheben, der noch nicht auf unserer Glaubenshöhe angekommen ist oder irgendwas doch ach so völlig falsch macht…

    Die Stille, in die hinein das leise Säuseln der Stimme Gottes klingt, ist vielleicht öfter, als wir denken, die Stille nach dem Sturmesbrausen. Wie es für den Ungeübten schwer ist, bestimmte Muskeln gezielt zu entspannen, wenn er sie nicht vorher erst einmal anspannt, kann ich mir vorstellen (und erlebe es auch gelegentlich), daß ein Mensch erst in die Stille finden kann, wenn er aus dem Brausen kommt. Wenn mir alles zu laut wird, gehe ich an die Orgel und mache es noch lauter – und danach ist dann Stille in der dunklen Kirche…
    wie überhaupt ich nicht die Ansicht mancher Evangelen teilen kann, es sei Aberglaube, zum Beten in die Kirche zu rennen: das Gebäude bietet einen Schutzraum, ohne TV und Radio und Zeitung und meist auch recht gut schallgedämmt gegen Straßenlärm und anderen (jetzt wirklich) Lärm, der nur ablenkt und dekonzentriert. Ich brauche die Kirche nicht unbedingt zum Beten, aber manchmal ist sie sehr hilfreich.

    Liken

  7. Ich will auch eine Kirche. Mir persönlich liegt das „Säuseln Gottes“ aus 1. Könige 19 viel näher als andere Auftritte.

    Ich kann andere Glaubensstile ohne weiteres stehen lassen, nur wenn Hardcore-Charismatiker, die sich auch noch als solche bezeichnen, meinen, nur sie hätten die Wahrheit, dann den Rest der Christen schräg ansehen, dann muss ich meinen Mund auftun. Besonders dann, wenn ich den „Aber-Glauben“ entdecke. „Ja ihr da, „aber wir“…. Manche Menschen müssen eben noch bis zur Ewigkeit warten, bis sie Wesentliches erkennen.

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: