Verfasst von: Hao | 16. April 2009

Meine erste Freiluftdusche


Donnerstag, 16. April 2009

Gott der HERR rief dem Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Er sprach: Ich hörte dich im Garten; da fürchtete ich mich. 1.Mose 3,9.10

Jesus fragte die Ehebrecherin: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. Johannes 8,10-11

Die Redensart „Jemand abschreiben” oder „In den Sand schreiben” geht zurück auf die altertümliche Sitte, vor Gericht Schuldige zum Zeichen ihrer Verurteilung in den Staub der Erde zu schreiben. So ist auch das alte Prophetenwort aus Jeremia 17,13 zu verstehen: „Die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden!”

Der Schuld nach, in der wir Menschen den Bund mit Gott gebrochen haben, sind wir alle in den Sand hao-im-knastgeschrieben, für die Erde gut. So ist wohl auch die Geste Jesu zu verstehen, wenn er (Johannes 8,6-8) mit seinem Finger auf die Erde schreibt, als die Ehebrecherin auf der einen und ihre unbarmherzigen Verkläger auf der anderen Seite vor ihm stehen. „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!”, war die Antwort Jesu, und er schrieb wieder auf die Erde. Vielleicht hat er in den Sand geschrieben, dass alle Menschen den Liebesbund mit Gott gebrochen haben und schuldig sind.

Der Schuld nach sind wir alle abgeschrieben. Aber der Liebe nach sind wir in die Hände Jesu eingeschrieben. Die Hände Jesu sind jesusubuchstäblich und tatsächlich gezeichnet. Die durchbohrten Hände Jesu sind das Zeichen seiner großen Liebe, in der er unsere Schuld getragen und gesühnt hat. Den verzweifelten Jüngern, die Jesus so schmählich verlassen und schändlich verraten hatten, zeigte Jesus seine durchbohrten Hände und seine verwundete Seite. „Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen!”

Die Wundmale in den Händen Jesu gelten auch uns. Wir sind mit unserem Namen in die Hände Jesu gezeichnet. Wer das im Glauben fasst, ist nicht mehr in den Sand geschrieben, sondern in das Buch des Lebens eingeschrieben.

Ich komme mir bei diesem vor, als wenn ich in Urlaub wäre. Wenn ich jetzt Rentner wäre…. Ach ja, bin ich doch schon, hatte ich fast vergessen.

Also der Wunschrentner ist heute wieder einmal fleißig, obwohl ich da immer schon bin, wenn ich mich richtig erinnere.

Die Veranda muss dran glaubenpool. Abräumen, und mit dem Hochdruckreiner kräftig sauber spritzen. Danach kommt der Pool. Lange habe ich mir überlegt, ob ich mich dieser langwierigen Arbeit stellen soll, denn ich hab die Anlage schon über zehn Jahre nicht mehr benutzt, Aber vergammeln soll die Anlage auch wieder nicht. Bei der Arbeit geschieht es: Mein Hochdruckreiniger fängt an zu schmoren und gibt kurze Zeit später den Geist auf. Dann schauen wir mal.

Zwischendurch nehme ich mein erstes Bad im Freien. Mit anderen Worten: Ich lege den langen Schlauch in die Sonne, das Wasser erwärmt sich. Dann geht es los. Ich muss mich beeilen, denn wenn das Wasser in dem Schlauch komplett raus gelaufen ist, wird es kälter. Ich habe aber für eine kurze Dusche Zeit.

ohne-haarfestigerWeil ich sofort weiter arbeite, benutze ich keinen Fön. Entsprechend „wild“ sehe ich am Abend auch aus, als ich zu einer Sitzung des Weißen Rings gehe. Die Chemo ist entschuld, nur allein die Chemo.

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Responses

  1. Fesch sehen Sie aus mit Ihren „wilden“ Haaren. Mir gefällt es.

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    • Aber „Nenne“,

      jetzt schocken Sie mich. Stellen Sie sich vor, sie wären vor 40 Jahren mit so einem geplatzen Kopfkissen nach Hause gekommen… PD wäre sicherlich ausgepflippt, hätte Ihnen mit Sicherheit keine 5 DM in die Hand gedrückt und gesagt: „Das ist nur für Dich“…. tztztztztztztztz

      Aber auf der anderen Seite liegt eine solche Sicht wohl offensichtlich in der Sippe. Wenn ich mir den „bunten Putz“ der „Hundepredigerin“ ansehe…. Kann Ihnen gar nicht sagen, was Schwester Traudel gesagt hat, als Ihre Schwester plötzlich über den Bildschirm hüpfte……

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  2. Tja, so sind wir eben.
    Und unseren „Stall“ verleugnen wir nicht. Ich muss doch schmunzeln, wie Sie unseren PD einschätzen.

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    • Dann schmunzeln Sie bitte über meine Eltern, die haben mir das Denken beigebracht… hihihihi

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