Verfasst von: andy55 | 11. November 2008

Was gibt es Neues von der Sklerosefront?


aidaDienstag, 11. November 2008

„Wohl allen, die auf ihn trauen!“ Psalm 2,12

„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Johannes 6,68

Es ist schon eine richtige Leidenschaft geworden. Wenn ich ans Wasser komme, treibt es mich regelmäßig an den Hafen, wenn denn nun einer in der Nähe ist.

Ich sehe mir die kleinen und großem Schiffe an und bin immer wieder begeistert, wie so ein Riesenpott seinen Weg über den Ozean steuert, obwohl auf der Reise kein einziger Wegweiser zu finden ist.
Wonach richtet der Kapitän den Kurs seines Schiffes, um sicher zum Ziel seiner Reise zu kommen? Nach den Wellen und Wogen? Nein, die kommen und gehen, von hier und von dort. Nach dem Wind? Nein, der dreht und wendet sich nach geheimnisvollen Gesetzen. Nach dem Wohlbefinden der Reisenden? Nein, das wechselt zu sehr. Einmal tanzen sie fröhlich im Salon. Dann liegen sie elend und seekrank herum. Nach eigenem Gutdünken? Nein, der Kapitän kann sich auf dem offenen Meer unmöglich orientieren und die Richtung finden und halten.
Er bestimmt den Kurs nach der Seekarte und dem Kompass. Um beide richtig ablesen zu können, braucht er eine Ausbildung und Unterweisung.
Wonach richten wir den Kurs unseres Lebens? Nach den Wellen der Begeisterung, den Winden des Zeitgeistes, den Strömungen der Mode, nach dem Wohlbefinden der Menschen, nach Lust und Laune, nach Denken und Erfahren?
Ein kluger Mensch richtet sein Leben nach dem Worte Gottes. Das ist unsere Seekarte. Darin sind die Lebenswege, aber auch die Gefahren und Klippen eingezeichnet. Der Kompass, der uns die Richtung finden und einhalten lässt, ist die Liebe Christi. Die Kraft, die Christus treibt und immer in die Richtung des Lebens weist, hilft uns, aus dem Wort Gottes richtig zu leben. Und zu allem brauchen wir die Unterweisung und das gute Licht des Heiligen Geistes, der uns hilft, die Karte und den Kompass richtig zu lesen und so zu gebrauchen, dass unser Lebensschiff ans Ziel seiner Reise kommt.
Bei Jesus erfahre ich Worte des ewigen Lebens. Eine bleibende, eine ewige Alternative gibt es dazu nicht, deshalb kann ich auch getrost mit Petrus feststellen und sagen:  „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“
11.11. Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Wie ich diese Zeit „liebe“. Fröhlichkeit ist angesetzt, es darf, nein, es muss geschunkelt werden. Wie gut, dass ich vom ersten Tag absolut immun gegen jeden Virus bin, der auch nur annähernd ein „Alaaf“ oder „Helau“ mit sich im Gepäck trägt.
Stattdessen gehe ich in den Tag mit einer Predigt für Zöllner, die an der DDR-Grenze mal wieder Leute klein machen wollen. Ich kenne den Geschichtsablauf, kann mutige Sätze sagen und auf den Zusammenbruch der DDR hinweisen, schließlich bin ich auf der sicheren Seite. Als dann noch mein alter Sonntagschulonkel Simon dazu kommt, gerate ich fast in einen heiligen Eifer. Schade, dass der Wecker diese Predigtsession so abrupt beendet.
Es regnet sich ein und ist absolut windstill. Da bewegt sich auch nichts. Heute scheint wohl drinnen und nichts draußen angesagt zu sein. Wieder steht der Gesprächskreis ein „Krankheitsbewältigung“ auf dem
Programm. Meine spontane Bemerkung am Anfang: „Hier sind ja nur Frauen“, wird von einer Teilnehmerin als sehr persönlich empfunden, so dass ich meine Aussage verdeutlichen muss.
Rückenschwimmen und die Muckibude ist am Nachmittag angesagt. Brav wird die Pflicht absolviert, gleiches gilt auch für die Kür.
almabtriebWieder einmal kein Drachenwind. Es wird langsam langweilig. Wie üblich fahre ich wieder den Strand ab und erlebe einen rund einstündigen Almabtrieb, den ich mir intensiv anschaue. Drei Landwirte versuchen 8 Kühe in einen bereitgestellten Wagen zu verladen, damit sie im Stall überwintern. Bei 6 Tieren hatten sie Glück, mit einer Mutterkuh und einem Bullen klappte es allerdings nicht. Immer wieder brach der Sohn aus. Später wird die Mutter die Kuh ans Ziel gebracht, aber der Sohnemann stolziert immer noch auf der Weide. Dann verstecken die Bauern sich, erst dann kommt das Tier näher, weil es zur Mutter will. Als es nun den Verschlag betritt, ist von den Landwirten weit und breit nichts zu sehen. Doch als sie dann schließlich wieder erscheinen, ist das vierbeinige Bübchen schon wieder draußen. Um 17 Uhr muss ich den Ort des Geschehens leider verlassen, das Essen wartet.
ostseeWas gibt es Neues von der Sklerosefront? Natürlich ist auch hier wieder etwas geschehen. In Kurzformat: Ich lasse meinen Therapieplan im Speiseraum liegen, ebenso meinen Zimmerschlüssel in der Umkleide, und der dritte Vorfall: Sorry, den habe ich vergessen. Wenigstens eine positive Seite
meiner Vergesslichkeit.
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