Verfasst von: Hao | 7. Januar 2008

Und dennoch ist sie von Gott geliebt…


Montag, 7.1.2008

Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. Maleachi 3,18 
 

Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören. 1.Timotheus 4,16

Das ist immer mein Trost, wenn ich mich mit einem Menschen unterhalte, der auch fest behauptet Gott zu dienen, aber ihn nicht oder nur chemenhaft kennt, nur mit Vermutungen lebt. Besonders wird mir das deutlich, wenn ich mich mit Esos unterhalte. Derzeit habe ich einen Briefwechsel mit einer Esotherikerin, die im Fernsehen einschmeichelndes  Gift verspritzt. Die Frau lobt Gott und ihre Tätigkeit in den höchsten  Tönen, ist aber, wenn ich das mal so schreiben darf, so „durchgeknallt“, dass sie schon jenseits von aller Sachlichkeit und  Realität ist, die man zum Leben benötigt, um nicht unter zu gehen. „Vielleicht bekomme ich später einmal von Gott einen Rüffel“…  Mit solchen und ähnlichen Sprüchen begegnet sie der biblischen Wahrheit, mit der ich sie überdeutlich  konfrontiere. Sie wird auch am Ende sehen, wem sie in Wirklichkeit gedient hat, auch wenn sie es jetzt noch nicht wissen will.  Schade, wenn man sooo lange warten will, obwohl man doch jetzt schon erkennen kann, dass der Lebenszug in die falsche Richtung fährt. Und dennoch ist sie von Gott geliebt, leidet er doch unendlich daran, wie verblendet die Frau mit falschen Versprechungen den Menschen das Geld aus der Tasche zieht und sie abhängig macht. 
 
Heute fahre ich nach Braunschweig, weil einiges mit der Versicherung zu klären ist. Ich werde mein Lebensschiff in ruhige Fahrwasser lenken müssen, dazu gehört auch ein Gespräch mit meinem Chef, um die weitere Vorgehensweise abzusprechen.
 
Den Rest des Nachmittages benutze ich  zur Vorbereitung der Allianz-Gebetswoche. Ich habe heute die Gebetsleitung. Bruder Schwab informiert in seiner Kurzansprache die anwesende Gemeinde über meine Krankheit. So ist es dann auch kein Wunder, dass sich  in der anschließenden Gebetsgemeinschaft zahlreiche Gläubige für mich bei Gott einsetzen.

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Responses

  1. Hallo,
    gerne möchte ich hierzu einiges sagen. Diese Frau spricht zwar von Gott, doch bin ich mir ebenfalls sicher, daß sie ihn „noch“ nicht kennt. Was aber „noch“ nicht ist, kann ja alles noch werden.
    Sie behaupten aber: ,,Und dennoch ist sie von Gott geliebt“
    Das Gebot Jesu sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. „Dies ist das größ-te und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. … (Matthäus 22,37-40)“
    Ich sage darum: GOTT liebt nicht allgemein alle Menschen, sondern ER liebt denjenigen, der sich als Sünder erkennt, der Buße tut und sich von seiner Sünde abwendet und um-kehrt. GOTT haßt die Sünde, und ER haßt auch denjenigen, der die Sünde tut. Darum steht auch geschrieben: ,,der Sünde Lohn ist der Tod … (Römer 6,23)“
    Er sagt aber genauso zu uns: ,,Liebt eure Feinde… … (Lukas 6,27)“ Wir sollen keinen verurteilen.
    Jesus spricht weiterhin: ,,Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.(Luk. 5,31-32)“
    ,,Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr ? …. (Matthäus 7,3)“
    Manche meinen, gerecht vor GOTT zu sein, sie meinen, schon alles dafür getan zu haben, und doch werden sie eines Tages nur eine böse Enttäuschung erleben.
    Manche erkennen den Unterschied zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient, leider erst dann, wenn es für ihn schon zu spät ist.
    Deshalb frage ich Sie persönlich: Kennen SIE wirklich den wahren GOTT ? Kennen SIE Jesus Christus ? Sind SIE schon frei von Sünde ? Halten SIE Seine Gebote, nämlich die zehn Gebote der Bibel ?
    Denn es steht geschrieben:
    ,,Und hieran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten. ….. (1. Johannes 2,3)“
    ,,Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote hal-ten ……. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. …… (Johannes 14,15)“
    ,,Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strau-chelt, ist aller Gebote schuldig geworden. (Jak. 2,10)“
    ,,Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. (1. Johannes 2,4)“
    Darum nocheinmal die Frage: Kennen SIE wirklich selbst den wahren GOTT und halten SIE schon SEINE Gebote ?
    Mit besten Grüßen
    N.Wagner

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  2. Gott liebt grundsätzlich alle Menschen, auch jene Schreiberin des Artikels, die ich persönlich kenne. Gottes Liebe nur auf „die Sünder“ zu beschränken, entspricht an keiner Stelle dem Evangelium, so wie wir es im NT vorfinden. Seine Liebe zu uns ist von nichts abhängig, auch nicht von einem möglichen Halten einiger der aller Gebote. Sie ist absolut grundlos, weil wir durch Schuld und Sünde nichts Liebenswertes an uns haben. Warum uns unser Schöpfer dennoch liebt… Ich weiß es nicht, ich muss es auch nicht unbedingt wissen, aber ich will es genießen, leben und weiter geben. Mein Amt als Geheimrat Gottes habe ich schon lange nicht mehr inne.

    Ich betone noch einmal, dass das Halten der Gebote als Heilsweg seit Jesus ausgeschlossen ist. Und wehe, wenn das Gesetz durch die Hintertüre wieder ins Leben kommt. Davor kann ich nur warnen.

    Auch ich lebe von Gottes Gnade, auf mehr kann ich nicht bauen.

    Und was die Frage „Kennen SIE wirklich selbst den wahren GOTT und halten SIE schon SEINE Gebote?“ betrifft, so kommt es mir vor, als würde man den Papst fragen: „Heiliger Vater, sind Sie wirklich so richtig und echt katholisch?“ Das bedeutet nicht, dass ich mich mit dem Papst vergleiche. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn mein Bog und meine Hompage sollte m.E. nicht nur diese Frage, sondern auch eine diesbezügliche Antwort überflüssig machen.

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  3. Wenn GOTT die Liebe ist, wie Sie sie verstehen, und ER damit auch diese Frau liebt, warum müssen dann die Sünder sterben ? Warum ist dann der Sünde Lohn der Tod ? Ich kann Ihnen nur sagen, Sie haben das Evangelium absolut noch nicht verstanden und Sie haben auch GOTT noch nicht verstanden!

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  4. Sie haben Recht, denn ich habe Gott und sein Evangelium (in letzter umfassender Konsequenz) noch nicht verstanden. Ich verstehe nicht, warum Gott alle Menschen liebt, warum Gott wie der Vater in jenem bekannten Gleichnis jeden Tag am Himmelsfenster steht und wartet, dass seine verlorenen Kinder, die er unendlich liebt, zu ihm wieder zurück kommen. Schön, wenn Sie es verstehen können.

    Ich verstehe diese grenzenlose Liebe Gottes nicht, aber ich versuche sie umzusetzen, mich in ihr zu baden, mich von ihr prägen zu lassen. Seine Liebe soll meinen Alltag und mein Umgang mit anderen Menschen durch und durch gestalten.

    Nein, ich verstehe Gottes Liebe nicht und habe Angst davor sie einmal zu verstehen.
    Spätestens dann würde ich Gott entmachten und mich an seine Stelle setzen. Und davor möge mich Gott bewahren.

    Ich halte es mit Luther, der auf dem Sterbebett gesagt hat: „Wir sind Bettler, das ist wahr“. Und wie gehen solche Menschen miteinander um? Einer sagt dem anderen wo es was zu essen gibt. Unter diesem Gesichtspunkt will ich mit meinem Geist das Evangelium verstehen.

    Wenn Sünder sterben, bedeutet es, dass Gott sie nicht liebt? Reibt er sich etwa die Hände und sagt: „Ha, dem hab ich es aber wieder mal gegeben?“ Weint er nicht die Tränen, die sein Sohn damals über Jerusalem geweint hat, nicht auch über jeden Menschen, der seine Liebe ablehnt? Wenn sich ein Sohn zu Grunde richtet, bedeutet es, dass der Vater ihn nicht geliebt hat? Kann es nicht auch möglich sein, dass er über Menschen weint, die seine universale Liebe beschneiden, die meinen, die „einzig gültige Glaubensmesslatte“ zu besitzen, die zugelassen ist, andere in Grund und Boden zu verurteilen?

    Ob ein Mensch Gott und sein Evangelium versteht oder auch nicht, zeigt sich nicht an der Menge der Bibelverse, neun an der Zahl, die man meint zitieren zu müssen. Der Buchstabe tötet, aber der Geist ist es, der lebendig macht. Das Urteilen über Menschen sollten wir einem überlassen, der mehr Ahnung hat, dem es auch zusteht. Werden wir an der Liebe oder an unserem Richtgeist erkannt?

    Ob ich das Evangelium richtig verstehe oder nicht… Starker Tobak, das harte Urteil über einen Menschen, der dem Tod täglich ins Auge blicken muss.

    Beim Lesen Ihrer Beiträge friere ich und das bei 24 Grad Raumtemperatur. Der Frost ist aber nicht eine Auswirkung meiner Krankheit….

    Ich kenne Sie nicht, Sie wissen viel von mir. Schon aus diesem Grund wäre ich mit solchen harschen Urteilen äußerst vorsichtig, steht Ihnen dieses doch in keiner Weise zu. Kündigen Sie die Stelle eines Geheimrates Gottes, er braucht keine Menschen, die andere
    (vor)verurteilen, zumal es auch nicht Ihre Aufgabe ist!

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  5. harter Tobak…für „Christen.“
    Man sagt, ich bin eine „Ungläubige“…
    und doch werde ich das Gefühl nicht los, dass ich christlicher bin als so mancher, der sich als Christ bezeichnet.
    Jeder soll seinen Glauben haben und behalten, aber…
    Glauben bedeutet für mich : Mitmenschlichkeit, für den anderen da sein in der Not….und überhaupt !
    Ich brauche die Kirche nicht, um an Gott….oder an wen auch immer, zu glauben.
    Wenn es einen Gott wirklich gibt, wird er mich lieben, ob ich in die Kirche gehe, oder nicht..ob ich bete, oder nicht…. ob ich die Bibelsprüche auswendig kenne, oder nicht.
    Ich lebe danach und mache keine großen Worte.
    Worte sind schön, aber Hühner legen Eier.
    Sorry, aber das mußte mal raus.

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