Verfasst von: Hao | 20. Dezember 2007

Die Weihnachtsfreude, die pustet keiner aus…


 

Donnerstag, 20. Dezember 2007
Gott hat mich erlöst, dass ich nicht hinfahre zu den Toten, sondern mein Leben das Licht sieht.  Hiob 33,28
Christus Jesus ist uns von Gott gemacht zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. 1.Korinther 1,30

kreuz1.jpgWeisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung:  Welch ein großartiges Fundament. In einem solchen Leben ist alles in Ordnung, an  ihm hat Gott und Mensch die reinste Freude. Wer möchte nicht mit solchen Atributen sein Leben gestalten und es zu einem Meisterwerk werden lassen? Die Wirklichkeit sieht allerdings ganz anders aus. Oft verhalte ich mich sehr unweise, habe meine eigenen Vorstellungen von Gerechtigkeit, von der Heiligung ganz zu schweigen. Und was die Erlösung von diesem falsch verstandenem bzw. falsch gelebten Grundsätzen betrifft…. 

tonne.JPGIch würde mich hoffnungslos überfordert fühlen, wenn, ja wenn es Jesus nicht geben würde. In seinem Schlepptau werden die Dinge meines Lebens zurechtgerückt, erfahre ich eine generelle Werteumstellung nicht nur von den Beurteilungen meiner Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Mit dieser christusorientierten „Einnordung“ meines Lebens bekommt dieses eine Standfestigkeit und Sinnerfüllung, die auch in den größten inneren und äußeren Bedrängnissen bestand haben. Wenn das schon für den krebskranken Schreiber gilt, wie viel mehr erst für den gesunden Leser.

schlafen.jpgIn den letzten Tagen stelle ich immer mehr mit Erschrecken fest, dass ich nicht mehr pünktlich zur „Stillen Zeit“ mit Schwester Traudel wach werde. Liegt es nun an der Gewohnheit oder an meinem erhöhten Schlafbedürfnis? Auf keinen Fall aber an meiner Lustlosigkeit, denn der geist(l)ige Austausch hat in meinem Leben, besonders nach meiner Erkrankung, einen völlig neuen Stellenwert bekommen. Also, Hao, ein bisschen mehr Disziplin, bitte. Das bist du deiner Lieblingsdiakonisse schuldig, denn sie achtet mit Recht auf Pünktlichkeit.

Beim Einräumen der gestern erhaltenen Unterlagen bricht mir heute tatsächlich ein Schubfach des Schreibtisches auseinander. Repariert wird aber erst morgen, weil ich heute Claudias Computer „ausliefern“ muss.

Nach einem  leckeren  Mittagessen geht es an die Arbeit. Schnell habe ich eine stabile Internetnetverbindung aufgebaut. Während ich einen Mittagschlaf mache, installiert Claudia ihre Programme. Im Anschluss daran verpasse ich dem Computer den letzten Schliff und binde die persönlichen Daten ein.

hao-kirche.jpgZwischen den einzelnen Arbeitsschritten breitet sich wieder das allbekannte gemeinsame Schweigen aus, das selbst von einer Krebskrankheit und Herzoperation nicht überwältigt werden kann.

Zum Abschluss fertige ich noch ein Image an und mache mich gegen 22:45 Uhr mit deutlichen Herzschmerzen wieder auf den Heimweg, bepackt mit einer Leselupe, die ich, nomen est omen, als Weihnachtsgeschenk bekomme.

Fazit: In der Computersprache ausgedrückt: Falsche Schnittstelle, nicht kompartibel und erst recht nicht multit-Task-fähig 

Gegen 0:30 Uhr falle ich erschöpft und tieftraurig in mein Bett. Na dann: Fröhliche Weihnachten.

Dennoch gilt: Die Weihnachtsfreude, die pustet keiner aus. Die Weihnachtsfreude hängt nicht am Baum zu Haus. Gott kam zu uns auf die Welt, wurde so wie wir. Wir wolln uns freuen, denn Jesus ist jetzt hier.  Basta!

weihnachtsfreude.gif


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: