Dienstag, 22. Juni 2010
Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort. Psalm 119,81
Christus spricht: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Johannes 15,7
Jede Pflanze hat ihre Eigenart und Identität. Sie ist unverwechselbar und einzigartig, ein Getreidehalm, eine Sommerblume, ein Obstbaum, ein Weinstock. Aber um leben, sich entfalten und wachsen zu können, brauchen alle Pflanzen den Lebenszusammenhang der vier Elemente. Sie brauchen Erde, um Wurzeln und Halt finden zu können. Sie brauchen Wasser, um aus der Erde die Nährstoffe aufnehmen zu können. Sie brauchen die Luft und die Lebensstoffe, die sie enthält, und schließlich auch Sonnenlicht und Wärme als Lebensenergie.
So sind auch wir Menschen einmalig und kostbar, einzigartig und wertvoll. Aber leben und entfalten, wachsen und bleiben können wir nur in Lebenszusammenhängen. Wir brauchen eine lebendige Gemeinde, in der wir verwurzelt sind. Wir brauchen Gottes lebendiges Wort, das uns die Nährstoffe zum Wachsen gibt. Wir brauchen Gottes lebendigen Geist, der uns befruchtet und bewegt, wir brauchen seine Liebe, die uns Licht und Wärme schenkt wie eine Sonne.

Sind wir nur eine schöne Pflanze oder sind wir in Gottes Lebenszusammenhang eingepflanzt? Und da sind wir wieder bei der Frage nach der Zugehörigkeit zur Gemeinde.
Die Post bringt mir ein Paket von Alfred. Vielleicht habe ich ihn vor 40 Jahren das letzte Mal gesehen, es können auch 50 Jahre sein. Als Kind hatte ich Kontakt mit ihm. Mit großer Bildung war er nicht gesegnet. Viel Spott musste der Junge ertragen, der zudem noch in die „Hilfsschule“ ging. Es muss wohl eine brutale Zeit für Alfred gewesen sein, zumal er auch durch einen Unfall schon früh die Haare verlor.
Nach der Schule verloren sich unsere Spuren. Ich wusste nur, dass er als Krankenpfleger in Düsseldorf-Kaiserswerth arbeitet. Vor einigen Jahren taucht plötzlich Alfred wieder auf. Inzwischen ist er schon pensioniert, fotografiert aber immer noch wie früher.
So schickt er mir auch heute wieder rund 200 Dias von Remscheid, die ich mit Begeisterung einscanne. Von Bildern meiner alten Heimat kann ich einfach nicht genug kriegen. Dazu legt er noch einige theologische Schriften, die ich gut zum Predigen verwenden kann. Gerade stelle ich fest, dass ich hier schon einmal über meinen Freund geschrieben habe.
So lasse ich heute mein Lennep mittels alter Bilder wieder auferstehen. Und das tut sehr gut.
Es ist doch sonderbar, dass gerade die Menschen, die große Probleme mit der Sprache und auch mit der Schrift haben, sich als so treue Wegbegleiter im späteren Leben erweisen.
Der Vorstand ruft. Ich fahre nach Müden und mache mir mit meinen lieben Vorstandsgeschwistern Gedanken über das Altenheim.
Anschließend ab zu Schwester Traudel. Der Computer hat mal wieder eine Macke. Diesmal ist es ein Hartwareproblem, denn die Festplatte wird nicht mehr erkannt. Ich kontrolliere die Anschlüsse und schon ist wieder alles im grünen Bereich. Ob sich dieser wohl länger hält als das Verdauen des leckeren Abendessens? Ich warte mal ab.







wo man isst da lass dich ruhig nieder arme Menschen haben keine Stühle.
meint bert
Von: Herbert Peier am 23. Juni 2010
um 06:24
Hi bert,
man kann doch auch ganz gut im stehen essen, dem Hao macht das ganz sicher nichts aus.
Gibt es denn bei Euch genug Stühle?
Dann lade den Hao doch mal zum Essen ein, er nimmt die Einladung sicher gerne und mit Freuden an.
Musst auch keine Angst haben das etwas über bleibt, er ißt immer den Teller leer.
Von: Christine am 23. Juni 2010
um 10:51
Ach Christine, Du bist einfach nur…….. köstlich!!!!!!!
Von: Hao am 23. Juni 2010
um 10:58
Hao, Deine Leser rütteln Dich aber in den letzten Tagen ganz schön durch, womit hast Du das verdient?
Ja Christine, Hao`s Essensgewohnheiten sind mir bestens bekannt, ich hatte schon des Öffteren das Vergnügen.
bert
Von: Herbert peier am 23. Juni 2010
um 13:13
Stimmt nicht ganz, das sind nur die Leserinnen…. Und wenn Du wüßtest, was ich alles in den Mülleimer schmeißen muß. Aber mehr mal dann, wenn ich bei Dir die Stühle testen darf.
Verdient???? Ich bekomme hier alles “geschenkt”.
Weißt Du noch, wann wir das letzte “Vergnügen” hatten? Das war noch zur “Goldzeit”, da war die Welt noch in Ordnung, in der Stadt und auf dem Lande……. Dein Freund war auch noch in Hannover in Amt und Würden…. Ich wäre schon längst verhungert, wenn da nicht liebe Menschen wären, die…….. Da kannste Dir mal ein Beispiel nehmen……
Von: Hao am 23. Juni 2010
um 13:22