Verfasst von: Hao | 3. März 2009

„Yes we can“

Dienstag,  3.3.2009

Schafft Frieden in euren Toren! Sacharja 8,16:

Der Friede Christi regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3,15

Ein bisschen Frieden. Wir kennen dieses Lied von Nicole mit dem sie sich 1982 in die Herzen der duelmen-10-1968friedlosen Fernsehwelt sang. Ein bisschen Frieden? Nur „ein bisschen? Man, was sind wir doch bescheiden. Nur ein bisschen heißt doch, dass es höchstens zu einem „Waffenstillstand“ kommt, der jederzeit wieder gebrochen werden kann. Natürlich ist in Kriegszeiten schon ein bisschen Frieden eine großartige Sache. Doch bekanntlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer.

Ich gebe zu, dass es manche Lebenssituationen gibt, in denen auch bei allen möglichen Anstrengungen es nur zu einem bisschen Frieden kommen kann, denn böse Nachbarn haben bekanntlich eine lange Halbwertzeit. Wenn Jesus uns seinen Frieden anbietet, dann ist das nicht nur ein bisschen. Er ist schließlich nicht nur ein bisschen durch diese Welt gegangen, hat nicht nur ein bisschen gepredigt und geheilt, nicht nur ein bisschen gelitten und gestorben. Er ist auch nicht nur ein bisschen auferstanden. Sein Erlösungswerk ist so tiefgreifend und umfassend, dass es keine Zugabe mehr braucht. Neue „Bibeln“ oder der Wachturm, auckrachmacherh das Buch Mormon sowie weitere möchtegern Offenbarungen haben bei Jesus nichts zu suchen. So kann ich mich bei ihm nicht verzetteln, schließlich ist ein bisschen Christ ein ganzer Unsinn. Auf dem Weg mit Jesus begleitet uns seine tägliche Vergebung, die nicht nur ein bisschen wirkt. Also dann mal los. Haben wir das eigentlich schon vergessen? Wir sollen Friedensstifter sein, auch wenn wir in diesem Leben dafür wohl nicht einen Nobelpreis bekommen werden. Brauchen wir auch nicht, bei Jesus kriegste mehr, viel mehr.

Ich bin Rentner von Beruf… Von daher kann ich es mir leisten heute einmal richtig blau zu machen. An dem Dienst–Sonntag, der mich mit einem verhaltenen Vogelkonzert weckt, schnappe ich mir meinen Wagen und fahre nach Hannover. Cebit hezwei-rentnerißt das Zauberwort. Eigentlich viel zu schade an diesem wunderschönen Tag, an dem kein Wölkchen die Aussicht stört. Einen ganzen Winter habe ich in meinem Kobel gesessen und Eier ausgebrütet, die ich nicht gelegt habe. Damit ist nun Schluss, hoffe ich zumindest. Und das schönste: es steht kein „Schlipsi“ hinter mir, der mir Vorschriften macht. Ich kann tun und lassen was ich will, keiner mault und meckert. Ich denke, dass ich diese Feststellung schon des öfteren in meinem Blog gemacht habe. Offensichtlich scheint mir diese Erkenntnis so wichtig zu sein, dass ich sie immer wieder mal wiederholen muss. Ich rechne mit einem hohen Verkehrsaufkommen, doch da habe ich mich schwer getäuscht. Zwar sind auf dem Messeschnellweg auch die Gegenfahrbahnen für die Messebesucher freigegeben, doch sie werden auf Grund des geringen Verkehrs kaum benutzt.

Nach meiner Akkreditierung, die mit einigen Problemen verbunden ist, stürze ich mich in das vermeintliche Gewühl. Dieses breitet sich aber nur aus, als Andy und Arny am Telekom – Messestand ihren Rundgang beendeten. angiangi21Ich will mir den Terminator einmal aus der Nähe ansehen. Dank des Presseausweises komme ich in den Sicherheitsbereich, eine gute Voraussetzung, um interessante Bilder zu schießen. angi3 Ich muss schon sagen: Ein äußerst stattlicher Kerl, mit dem ich nicht gerade in den Ring steigen möchte. Satte 61 Jahre ist der kalifornische Gouverneur alt, der aber eine Drahtigkeit von 30 ausstrahlt. Dagegen wirkt unsere Bundeskanzlerin „etwas blass“ und vielleicht auch etwas müde und gelangweilt. Na ja, so eine Fachmesse ist ja auch anstrengend und, zumindest für eine Frau nicht unbedingt interessant. Ob sie heute einen guten Tag hat, wage ich fast zu bezweifeln. hihihi „Yes we can“

Am Stand der Deutschen Rentenversicherung will ich mir „ meine Rente ausrechnen lassen“. Dieses kann aber meine Gesprächspartnerin nicht verwirklichen, weil ich ja schon Rentner bin und sie keinen Zugriff auf meine Daten hat. Ich erhalte aber den Tipp auf Grund der geringen Rentenhöhe und der langen Arbeitszeit, dies in einer Beratungsstelle überprüfen zu lassen. Diesen Hinweis nehme ich dankend an. computerhaoBeim Frauenhofer-Institut lasse ich mir von einem Computer meine derzeitige Stimmungslage  bestimmen. Das Ergebnis ist in dem Bild eindeutig festgehalten. Dass das Gerät mich deutlich jünger einschätzt, nehme ich dankbar zur Kenntnis.

Im Grunde erweist sich mein Besuch bei der Cebit als Flop. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren 1545 Aussteller (26,4%) weniger vor Ort. Etliche Hallen sind dadurch nur halb besetzt. Auch große und namhafte Hersteller wie Sony oder TomTom waren nicht vertreten. War früher noch dichtes Gedränge, konnte ich heute Tango tanzen, wenn ich es denn könnte. Hatte ich noch 2007 zwei prleere-cebitall gefüllte Einkaufstaschen voller Mitbringsel eingesammelt, so komme ich heute nur mit wenigen Utensilien und einem leeren Magen zurück. Trotz dieser Tagespleite werde ich voraussichtlich am Freitag noch einmal die 86 km nach Hannover fahren.

leere-hallenAls ich durch die Hallen gehe, wird mir schlagartig deutlich, welch großes Wunder Gott in meinem Leben getan hat. Vor einem Jahr steckte ich in der ersten Phase der Hochdosis – Chemo. Heute bin ich den Umständen entsprechend wieder recht fit, so dass ich sogar wieder Messen besuchen kann, was ja bekanntlich eine körperliche Hochleistung darstellt. Hundemüde bin ich um 19.30 Uhr wieder zurück in meinem Kobel. Ein wunderschöner aber anstrengender Tag geht zu Ende, der nächste Tag wird, so der Herr will und wir leben, heute Nacht um 0 Uhr beginnen.


Kategorien