Verfasst von: Hao | 22. Juli 2014

Vorbereitete Verhältnisse


Dienstag, 22. Juli 2014

Unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. Psalm 90,8

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt. 1.Johannes 1,8-9

„Wenn wir uns mal streiten”, erzählt ein Mann seinem Freund, „wird meine Frau immer gleich historisch.” – „Du meinst hysterisch”, wirft der Freund ein. „Nein, historisch”, sagt der Ehemann, sie hält mir jeden Fehler, jede Lieblosigkeit, jedes falsche Wort aus zehn Jahren Ehe vor!”

Streit

Wo Menschen miteinander leben in Ehe, Familie, Nachbarschaft und Gemeinde, werden sie auch aneinander schuldig. Gerade in der Liebe werden Menschen verletzlich und verletzt. Es gibt keine Ehe, keine Erziehung, keine Familie ohne Kränkung und Verletzung. Das war damals bei Josef und seiner großen Familie so, und das ist heute bei uns und unseren kleinen Familien so.

familie-1959

Die Brüder des Josef sind wie gelähmt in ihrer Furcht vor den Folgen ihrer Bosheiten. Sie fürchten, da der Vater gestorben ist, die Rache und Vergeltung des Josef. Aber Josef wird nicht „historisch” und rechnet ihnen die Bosheiten nicht nach. Josef lässt keinen Raum für Rache und Vergeltung. Dabei wird die Schuld der Brüder nicht verdrängt oder verschwiegen. Nein, sie wird benannt und bekannt. Josef sieht über das Böse nicht hinweg. Aber er sieht über den Untaten der Brüder die Guttaten Gottes. Josef kann Gottes gute Absichten über den bösen Absichten der Brüder erkennen. Darum vergibt er die Schuld und versöhnt sich mit seinen Brüdern. Er vergibt gleichsam die Bewältigung der Schuld an Gott. Josef weiß, wer sich an die Stelle Gottes setzt, sich rächt und anderen vergilt, zerstört sich selbst, den anderen und die Beziehung. Wenn er hingegen die Kränkung, die er empfing, an Gott vergibt, entsteht ein Raum der Heilung. Gott kann die Brüder vom Bösen heilen, ihn vom Gift der Rache befreien und die Beziehung wiederherstellen.

Drache und Kreuz_14

Der Tag fängt mit einem traurigen Anruf an. Ich erfahre, dass am Wochenende Horst heimgegangen ist. 84 Jahre wurde der Bruder aus Salzgitter alt, mit dem ich so manches alte Heilslied in meiner Braunschweiger Chemozeit gesungen habe. Nun ist der Beatenbergbruder beim Herrn. Gern würde ich am Dienstag bei der Beerdigung sein, aber ich habe leider einen triftigen Grund dieser fern zu bleiben. Wie ich mich darüber ärgere.

horst-und-ich

Jetzt wird es ernst. Nur noch eine Nacht in meinem Kobel. Ich weiß, dass es gut ausgehen wird, auch wenn ich diesen nicht mehr betrete. Ich komme in vorbereitete Verhältnisse und bin dankbar über die Ruhe, die mich erwartet, so oder auch so.

Ein Besuch beim Zahnarzt steht an. Schnell hat er das Problem erkannt und entsprechend reagiert. Nun bin ich wieder etwas bissig.,

Wartezeit

Der Tag ist bestimmt durch diverse Putz- und Aufräumaktionen. Nein, das Haus ist noch lange nicht keimfrei, aber auf den ersten Blick schon recht sauber. In den Vorgarten schaffe ich es nicht mehr. Meine Rückenschmerzen und das Wetter machen einen deutlichen Strich durch die Rechnung. Dann hole ich es eben nach, wenn ich dazu die Gelegenheit habe.

NachbarnDer Abend wird mit einem leckeren Abschiedseis von Anne eingeläutet. Wir sitzen noch einige Zeit zusammen und machen uns Gedanken. Verstehen können es die beiden nicht, dass ich keinerlei Angst vor dem habe, was mich erwartet. Und wenn ich dann von meiner christlichen Hoffnung anfange, kommt immer ein lautes und deutliches „Aber“. Und gerade vor diesem „Aberglauben“ will uns die Bibel doch schützen. Scheinbar kann man sich einen Glauben ohne „Aber“ nicht vorstellen.

Vor der Chemo

Um den Aberglauben geht es auch in der Diskussion der gestrigen „Undercover-Sendung“ von RTL. Nun dreht eine ehemalige Mitarbeiterin von Astro-TV auf und versucht nicht nur die Sendung madig zu machen, sondern auch die Seriosität der Esoterik wieder herzustellen. Hier die interessante Diskussion, in der ich auch vertreten bin.

So wird es morgen aussehen, wenn ich mir in der MHH eine Parkkarte holen werde.

Verfasst von: Hao | 21. Juli 2014

Der “Sausack” aus Köln


Montag, 21. Juli 2014

Er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind. Psalm 103,14

Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 2.Korinther 4,7

Erfüllung ist möglich
Siehe, Herr,
ich bin ein leeres Gefäß,
das bedarf sehr,
dass man es fülle.
Mein Herr, fülle es,
ich bin schwach im Glauben;
stärke mich,
ich bin kalt in der Liebe.
Wärme mich und mache mich heiß,
dass meine Liebe herausfließe
auf meinen Nächsten.

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Verfasst von: Hao | 20. Juli 2014

Hao und das Ottoneum


Sonntag, 20. Juli 2014

In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lässt nicht ab. Psalm 77,3

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Matthäus 5,4

Einer ist dir nahe, wo immer du bist,
dessen Aug dich leitet, der nie vergisst.

Einer kennt dein Sehnen, alle deine Pein,
weiß um deine Tränen und dein Einsamsein.

Einer hilft dir tragen alle deine Last,
hält an allen Tagen dich in Lieb umfasst.

Ihm kannst du vertrauen in der größten Not,
der für uns besiegte Finsternis und Tod.

Nie trägst du vergebens zu ihm all dein Leid,
Segen hat dein Heiland stets für dich bereit.

Segen

Mir bleibt aber auch gar nichts erspart. Ich weiß, dass schon lange mal wieder ein Besuch in Kassel ansteht, aber dass mich da jemand mit dem Krankenbett durch die Stadt fährt, muss doch wohl nicht sein, oder?

Kassel

Ich drücke im Krankenhausfahrstuhl auf den Knopf, um ins Erdgeschoss zu gelangen. Doch offensichtlich rutsche ich mit dem Finger ab. Und so fährt der Fahrstuhl von Hannover aus durch halb Hessen, um dann vor dem Ottoneum zu landen. In dem Naturkundemuseum sind doch nur tote Gegenstände zu sehen. Aber will ich denn neben Goethes Elefant landen? Nein! So lasse ich mich wieder in die Gegenwart beamen, denn bei Christine will ich nicht in diesem Aufzug auftauchen….

Ottoneum

Getröstet werde ich durch die Bachkantate am 5. Sonntag nach Trinitatis: “Wer nur den lieben Gott lässt walten.” Ist das keine Ansage für die kommende Zeit?

Was helfen uns die schweren Sorgen?
Sie drücken nur das Herz
Mit Zentnerpein, mit tausend Angst und Schmerz.
Was hilft uns unser Weh und Ach?
Es bringt nur bittres Ungemach.
Was hilft es, daß wir alle Morgen
Mit Seufzen von dem Schlaf aufstehn
Und mit beträntem Angesicht des Nachts zu Bette gehn?

Das ist doch mal eine Ansage für die nächsten Tage, Wochen und Monate.

BEBLOCK220. Juli 1944: An diesem Tag kann ein Mensch mit Geschichtsbewusstsein nicht einfach zum Tagesgeschehen übergehen, sondern daran denken, was mutige Männer getan haben, um Deutschland noch mehr Blut zu ersparen. Nie werde ich vergessen, als ich zum April 1970 das erste Mal im Innenhof des Bendler-Blogs stand, wo die mutigen Männer erschossen wurden.

BEND5

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Verfasst von: Hao | 19. Juli 2014

Geschafft


Samstag, 19. Juli 2014

Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall. Sprüche 16,18

Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist. Hebräer 12,1

Ein Mensch war unterwegs zum Land seiner Sehnsucht, von Miesburg nach Glücksstadt. Es war eine lange und beschwerliche Reise. Endlich kam er an einen breiten Fluss. Er wusste: Drüben, am andern Ufer, liegt das Land der Herrlichkeit – und er konnte es kaum erwarten, hinüberzukommen.

Mosel

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Verfasst von: Hao | 18. Juli 2014

Falsche Sichtweise


Freitag, 18. Juli 2014

Wie könnt ihr rechten mit mir? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der HERR. Jeremia 2,29

Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Galater 5,7

Der Adler hörte einst viel Rühmens von der Nachtigall und hätte gern Gewissheit gehabt, ob alles auf Wahrheit beruhe. Darum schickte er den Pfau und die Lerche aus; sie sollten ihr Federkleid betrachten und ihren Gesang belauschen. Als sie wiederkamen, sprach der Pfau: “Der Anblick ihres erbärmlichen Kittels hat mich so verdrossen, dass ich ihren Gesang gar nicht gehört habe.” Die Lerche sprach: “Ihr Gesang hat mich so entzückt, dass ich vergaß, auf ihr Federkleid zu achten.”

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Verfasst von: Hao | 17. Juli 2014

A und O – Alpha und Omega – Anfang und Ende


Donnerstag, 17. Juli 2014

Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Jesaja 44,6

Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine, der selbst Gott ist und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und gezeigt, wer Gott ist. Johannes 1,18

„Du bist wirklich der Letzte, der Allerletzte“. Hab ich mir schon oft  anhören müssen. Auf solche Vorhaltungen gehe ich grundsätzlich nicht ein. Ich schaue den Menschen ganz freundlich ins Gesicht und lächele sie an.

Immer was zu lachen Lies mehr …

Verfasst von: Hao | 16. Juli 2014

Christus Jesus ist hier!


Mittwoch, 16. Juli 2014

Gott sprach zu Noah: Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Getier, dass hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe. 1.Mose 9,9-10.11

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. Römer 8,34

Bollabruch“Christus Jesus ist hier.“ Das ist mal eine Aussage. Sie kommt wie gerufen. Für Menschen, die nicht an den Sohn Gottes glauben, bedeuten sie nur leere Buchstaben. Doch für Christen sind es die entscheidensten Worte, die man im Leben und vor allen Dingen im Sterben nicht oft genug hören kann. Wie würde ich wohl die nächsten Wochen und Monate durchstehen, wenn nicht über meinem Leben diese paulinische Aussage stehen würde? „Christus Jesus ist hier.“ Das gilt, darauf kann ich bauen, auch wenn um mich herum alles in Scherben fällt, ich mit eingeschlossen.

Todesanzeige

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Verfasst von: Hao | 15. Juli 2014

Dicker Dämpfer….


Dienstag, 15. Juli 2014

Ich denke an die Taten des HERRN, ja, ich denke an deine früheren Wunder und sinne über alle deine Werke und denke deinen Taten nach.  Psalm 77,12-13

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid. Epheser 1,18

Wie groß ist des Allmächtgen Güte -
ist der ein Mensch, den sie nicht rührt?
Der mit verhärtetem Gemüte
den Dank erstickt, der ihr gebührt?
Nein, seine Liebe zu ermessen,
sei ewig meine größte Pflicht.
Der Herr hat mein noch nie vergessen;
vergiss, mein Herz, auch seiner nicht.

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Verfasst von: Hao | 14. Juli 2014

(M)eine Wunschliste


Montag, 14. Juli 2014

Gott sprach zu Salomo: Weil du weder um langes Leben bittest noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um Verstand, zu hören und recht zu richten, siehe, so tue ich nach deinen Worten. 1.Könige 3,11-12

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Matthäus 6,33

Ich habe mich immer gefragt, warum die Pfarrer erst am 15. des Monats ihr Gehalt bekommen. Die neutestamentliche Losung und das passende Lied vermitteln uns den Grund: Am 1. des Monats soll man gefälligst “nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachten”, dann geht am 15. eines Monats alles automatisch, das wird auch unser “Theomix” bestätigen, der deshalb immer in der Monatsmitte seinen persönlichen Purzelbaumtag in seiner Familie ausruft.


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Verfasst von: Hao | 13. Juli 2014

Gut gesiebt….


Sonntag, 13. Juli 2014

Wer als Verleumder umhergeht, gibt Vertrauliches preis, wer aber verlässlich ist, behält Geheimnisse für sich. Sprüche 11,13

Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht! Philipper 4,8

Es gibt sie immer noch, die Waschweiber. Stets haben sie offene Ohren, aber auch im gleichen Maße offene Münder. Wenn man eine Geschichte möglichst schnell verbreiten will, muss man diese unter dem Siegel der Verschwiegenheit einer “Waschfrau” mitteilen. Man kann dann hundertprozentig sicher sein, dass diese Informationen schneller als gedacht die Runde machen. Während positive Dinge kaum weitergesagt werden, reizt es Menschen immer wieder, gerade das Schlechte, von dem man nicht einmal weiß, ob es auch den Tatsachen entspricht, unter die Leute zu bringen. Dieses nicht zu tun, ist nicht nur im Sinne Jesu, auch schon der weise Sokrates hat bereits über 400 Jahre v. Chr. in der Geschichte über die drei Siebe verdeutlicht, wie man mit solchen schwatzhaften Menschen, und es gibt sie nicht nur unter den Frauen, umgehen muss.

Geschwaetz Lies mehr …

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